- 1: Verbraucher.
- 2: Presse.
- 3: Informationszentrum Mundgesundheit & Prophylaxe (IM&P).
- 4: Fachkreise.
- 4.1: Aktuelles.
- 4.2: Fachpresse-Artikel.
- 4.3: Veröffentlichungen / Studien.
- 4.4: Aktuelles / Kooperationspartner.
- 4.5: Leitlinien.
- 4.6: Aktuelles / Projektpartner.
- 4.7: Veranstaltungen / Projektpartner.
- 4.8: Deutscher Zahnärztetag 2007.
- 4.9: 6. Deutscher ITI-Kongress.
- 4.10: Wrigley Prophylaxe Preis .
- 5: Buchtipp.
- 6: Wir über uns.
- 7: Aktuell.
- 8: Impressum.
Service-Content
Textanfang / Content
6. Deutscher ITI-Kongress erstmals für Zahnärzte und Zahntechniker
Erfolg nur durch Qualität auf allen Ebenen
Erfolgreiche implantologische Versorgungen sind nur mit Qualität auf jeder einzelnen Stufe möglich. Hierfür wurden den über 850 Teilnehmern, darunter 200 Zahntechniker, beim 6. Deutschen ITI-Kongress am 15. und 16. September in Köln vielfältige Möglichkeiten präsentiert. Dabei spielten bewährte Lösungen von Straumann ebenso eine Rolle wie neue Technologien für Chirurgie, Prothetik und Zahntechnik. Wie eng alle Partner im Idealfall zusammenarbeiten, zeigte sich bei der Versorgung mit CAD/CAM-individualisierten Keramikaufbauten.
Wann sind vollkeramische Implantataufbauten indiziert und welche Möglichkeiten gibt es? Nach Meinung der meisten in Köln versammelten Referenten sorgt Vollkeramik im ästhetischen Bereich für ein natürlicheres Lichtverhalten. Obwohl noch wenig Langzeitdaten vorliegen, sind hochfeste Zirkonoxidkeramiken als Abutmentmaterial erste Wahl. Vollkeramische Aufbauten sollten individualisierbar sein. Nur so entsteht ausgehend von der Implantatschulter ein Durchtrittsprofil, das der dreidimensionalen Position der späteren Krone gerecht wird.
Im Idealfall erfolgt die Formgebung mit Hilfe von CAD/CAM. Laut Dr. Andres Baltzer (niedergelassen in Rheinfelden, Schweiz) ist im Gegensatz zu vorgefertigten Abutments, die per Hand individualisiert werden müssen, die Qualität durch den Herstellungsprozess gesichert. Als bisher einzigartiges System steht hierfür das von Straumann vertriebene CARES Ceramic zur Verfügung. Die in Basel computergefrästen Aufbauten passen mit nur 3 bis 5 Mikrometer Spaltbreite sehr genau auf die Implantatschulter. Form und Größe lassen sich am PC exakt und mit wenig Aufwand einstellen, die Daten sind für eventuelle Neuanfertigungen jederzeit reproduzierbar.
Wichtigste Indikation sind für Dr. Bruno Schmid (niedergelassen in Belp, Schweiz) implantatgetragene Kronen im Frontzahnbereich, die zementiert werden sollen. Mithilfe der Software lässt sich ein äqui- oder leicht subgingivaler neuer Präparationsrand erzeugen, der ein problemloses Zementieren ohne subgingivale Zementreste erlaubt.
Mehr Sicherheit
Anhand des so genannten Lotuseffekts erläuterte Professor Dr. Jürgen Geis-Gerstorfer (Universität Tübingen) das Wirkprinzip der hydrophilen Implantatoberfläche SLActive von Straumann. Flüssigkeiten perlen wegen der strukturbedingten Hydrophobie von der Oberfläche des Lotusblattes ab. Derselbe Effekt tritt aufgrund von Oxidation bei konventionellen Titanoberflächen auf, deren Mikrostruktur die Zellanlagerung im Prinzip begünstigt. Bei der SLActive wurde der Lotuseffekt auf Nanoebene überwunden. Fibronektin und Blutserum benetzen die Oberfläche signifikant schneller. Knochenkontaktrate und Ausdrehwiderstand sind in der wichtigen Frühphase der Einheilung mehr als doppelt so hoch wie bei der bewährten SLA-Oberfläche.
Früh oder sofort belastete SLActive-Implantate werden daher von Dr. Guido Petrin (niedergelassen in Stuttgart) vor allem bei Patienten mit ungünstiger Knochenqualität oder in Verbindung mit augmentativen Maßnahmen verwendet. „Für meine Praxis bedeutet die hydrophile Oberfläche einen zusätzlichen Sicherheitsaspekt.“
Zirkoniumoxid Material der Wahl
Hilfestellung bei der indikationsgerechten Auswahl von Dentalkeramiken leistete Professor Dr. Peter Pospiech (Universität Homburg/Saar). Wenn eine hohe Stabilität notwendig ist, haben Oxidkeramiken klare Vorteile. Zirkoniumoxide sind als homogene Systeme deutlich biegefester und haben eine höhere Risszähigkeit als Glaskeramiken oder glasinfiltrierte Oxidkeramiken. Durch die gesteuerte, industrielle Sinterung von Zirkoniumoxidkeramik und die Bearbeitung mit CAD/CAM-Systemen ist eine zusätzliche Qualitätssicherung gegeben. Pospiech zeigte in Köln einen Patientenfall mit Zirkoniumoxid-Einzelkronen auf Massiv-Sekundärteilen im gesamten Oberkiefer. Sein Fazit: „Auch in der Implantologie kann die Vollkeramik Einzug halten.“
Update zu Schmelzmatrixproteinen
Der Erfolg parodontalregenerativer Behandlung mit Schmelzmatrixproteinen (Straumann Emdogain) ist über einen Zeitraum von bis zu 7 Jahren dokumentiert (Rasperini 2005). In Kombination mit dem Knochenersatzmaterial Straumann BoneCeramic soll Emdogain bei größeren Defekten für mechanische Stabilität sorgen. Laut Dr. Bernd Heinz (niedergelassen in Hamburg) liegt die Zukunft von Schmelzmatrixproteinen möglicherweise auch in der Periimplantitis-Therapie. Emdogain wird in Verbindung mit BoneCeramic zurzeit auch in der Knochenregeneration vor implantologischen Eingriffen getestet.
Höchste Ansprüche erfüllt
Der ITI-Sektionsvorsitzende Professor Dr. Gerhard Wahl (Universität Bonn) hatte zu Beginn des Kongresses nicht zuviel versprochen. Die erste Gemeinschaftstagung für Zahntechniker und Zahnärzte brachte alle implantologischen Teamplayer zusammen und sorgte für sehr lebendige Diskussionen. Das Konzept dürfte daher auch beim nächsten deutschen ITI-Kongress Anwendung finden. Ein zentrales Thema waren in Köln CAD/CAM-produzierte Keramikaufbauten. Nicht nur hier wurde eines ganz deutlich: Der Erfolg tritt nur ein, wenn von der industriellen Fertigung bis zur Eingliederung höchste Qualitätsansprüche erfüllt werden.
CARES Ceramic auch als Brückenpfeiler
CAD/CAM-gefertigte individuelle Keramikaufbauten (Straumann CARES) sind seit Mai 2006 auch zur Verwendung als Brückenpfeiler und Primärkronen freigegeben. Die Konstruktion am Bildschirm wird nach Auskunft von Straumann mit dem kommenden Software-Update von Sirona weiter erleichtert. CARES Keramikaufbauten werden im Laufe des Jahres 2007 auch für Straumann Narrow Neck und Wide Neck Implantate erhältlich sein.
Straumann SLActive auch für Standard und TE Implantate
Seit April 2006 sind neben Standard Plus Implantaten auch Standard und Tapered Effect Implantate von Straumann mit SLActive erhältlich. Die hydrophile Implantatoberfläche fördert die frühe Anlagerung von Knochenzellen und Proteinen und damit den körpereigenen Heilungsprozess. Das Verlustrisiko in der kritischen Einheilphase zwischen der 2. und 4. Woche nach Implantation wird deutlich reduziert. Die Behandlungssicherheit steigt, der Erfolg wird besser vorhersagbar.
Fotos: Straumann GmbH
Weitere Informationen:
ITI International Team for Implantology
Gemeinschaftstagung am 6. Deutschen ITI-Kongress
15. und 16.09.2006 in Köln

Leitthema:„Qualität und Erfolg – Fortschritt durch neue Techniken“
Zum ersten Mal steht in der Implantologie das Thema Teamwork zwischen Zahnmedizin und Zahntechnik im Vordergrund. In parallelen Programmen wird die erfolgreiche Planung und Zusammenarbeit beider Disziplinen vorgestellt.
„Im steten Bemühen, das Gute zu optimieren, steht der Patient im Mittelpunkt aller Aktivitäten“, so Professor Dr. G. Wahl für die ITI-Sektion Deutschland.
„Im Gesamtkonzept der Versorgung hat dabei auch die Zahntechnik eine bedeutsame Rolle. Dies war Anlass, eine Gemeinschaftstagung mit den Zahntechnikern zu konzipieren, welche die Ansprüche des Patienten an das Behandlungsteam mit umzusetzen haben. Im gegenseitigen Austausch sollen dabei möglichst viele Aspekte beleuchtet werden, die sich mit höchster Qualitätssicherung auf allen Ebenen zu einer optimalen Gesamtlösung für den Patienten fügen.“
Fachbeiträge von hoher Qualität
International renommierte Referenten, Zahnärzte, Oralchirurgen, Kieferchirurgen und Zahntechniker werden aktuelle, praxisrelevante Konzepte und Neuerungen auf der Basis dynamischer Forschungsaktivitäten präsentieren.
Einige Highlights:
CAD/CAM-Technik: Hochpräzise Qualität und Passform, reproduzierbare Ergebnisse, anwenderfreundliche Software und virtuelles Abutmentdesign sprechen für Straumann CARES. Erfahrene Techniker stellen anspruchsvolle, ästhetische Ergebnisse vor und überzeugen mit zukunftsorientierten Lösungen.
Zahntechnik-Workshop: „Wenn der Computer modelliert - höchste Flexibilität mit individualisierbaren Abutments aus Titan oder Keramik. Der Workshop bringt die effiziente Fallplanung durch Zahntechniker und Zahnarzt nahe – Zahntechnik State of the Art, eine wirkungsvolle und praxisnahe Unterstützung.
Teamwork als Basis für den Erfolg: Gemeinsame Vorträge zu Material- und Werkstoffforschung, Entwicklungstechnologie über chirurgische und prothetische Aspekte bis hin zur Zahntechnik - einschließlich neuer CAD/CAM-Verfahren. Da der für den Patienten resultierende Erfolg auf der Basis höchster Qualität nur im Team zu erreichen ist, wird erstmalig auch eine Gemeinschaftstagung mit den Zahntechnikern durchgeführt. Der Grundlagenforschung, Klinik und Labortechnik wird so ein gemeinsames Forum geboten.
Kontroverse Diskussion um das Pro und Kontra von vollkeramischen Lösungen auf Implantaten. Nach diesem Streitgespräch treffen Sie sicher die Entscheidung, wann Keramik eine sinnvolle Lösung für eine anspruchsvolle Restauration ist.
Kölner Streitgespräche: aktuelle Fälle werden offen hinterfragt.
Das ITI stellt auch während dieses Kongresses die hohe wissenschaftliche Qualität der Beiträge sicher. Ein wissenschaftliches Programmkomitee ist für die Auswahl aller Themen und Referenten verantwortlich.
All diejenigen, die an der Implantologie und teambasierter Qualität für die Erfolgssicherung interessiert sind, heißt das ITI in Köln willkommen.
Wissenschaftliches Programmkomitee
Prof. Dr. Gerhard Wahl, Bonn
ZTM Christian Müller, Freiburg
Dr. Johannes Röckl, Teningen
PD Dr. Dr. Karl Andreas Schlegel, Jena
Prof. Dr. Dr. Hendrik Terheyden, Kiel
Prof. Dr. Dr. Wilfried Wagner, Mainz
Veranstaltungsort des Deutschen ITI-Kongresses 2006
Expo XXI, Expocenter Köln, Gladbacher Wall 5, 50670 Köln
Mehr Informationen und Detailprogramm sind erhältlich:
Straumann Veranstaltungsorganisation Freiburg
Telefon: 0761 4501-480
ITI International Team for Implantology

