- 1: Verbraucher.
- 2: Presse.
- 3: Informationszentrum Mundgesundheit & Prophylaxe (IM&P).
- 4: Fachkreise.
- 4.1: Aktuelles.
- 4.2: Fachpresse-Artikel.
- 4.3: Veröffentlichungen / Studien.
- 4.4: Aktuelles / Kooperationspartner.
- 4.5: Leitlinien.
- 4.6: Aktuelles / Projektpartner.
- 4.7: Veranstaltungen / Projektpartner.
- 4.8: Deutscher Zahnärztetag 2007.
- 4.9: 6. Deutscher ITI-Kongress.
- 4.10: Wrigley Prophylaxe Preis .
- 5: Buchtipp.
- 6: Wir über uns.
- 7: Aktuell.
- 8: Impressum.
Service-Content
Textanfang / Content
Dr. Peter Engel neuer Präsident der Bundeszahnärztekammer
(bzäk, Stuttgart/Berlin, 25. Oktober 2008) Zum neuen Präsidenten der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) wurde auf dem Zahnärztetag in Stuttgart der Kölner Zahnarzt und Oralchirurg Dr. Peter Engel (59) gewählt. Die Bundesdelegiertenversammlung der BZÄK stimmte mit großer Mehrheit für Engel, der dem Vorstand der zahnärztlichen Standesorganisation als Präsident der Zahnärztekammer Nordrhein seit acht Jahren angehört.
Seit 2004 ist Engel Vorsitzender des Senats für privates Leistungs- und Gebührenrecht der BZÄK und vertritt als Ratsmitglied der globalen Zahnärztevereinigung FDI World Dental Federation seit drei Jahren die Interessen deutscher Zahnmediziner auf internationaler Ebene.
Engel kündigte an, er wolle den berufspolitischen Kurs seines Vorgängers Dr. Dr. Jürgen Weitkamp (Lübbecke) fortsetzen. Weitkamp wurde von der Versammlung zum Ehrenpräsidenten der BZÄK ernannt. Als Vizepräsidenten der BZÄK wählten die Delegierten den Präsidenten der Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommerns, Dr. Dietmar Oesterreich (Stavenhagen, 52), sowie den Präsidenten der Landeszahnärztekammer Hessens, Dr. Michael Frank (Lampertheim, 56).
Pressekontakt:
Jette Krämer, Tel.: 030/ 40005-150
presse(à)bzaek.de
Gemeinsame Presseerklärung von BZÄK, DGZMK und KZBV zum Deutschen Zahnärztetag 2008
Zahnärzte fordern faire Wettbewerbsbedingungen zum Erhalt der Versorgungsqualität
(bzäk, Stuttgart,/Berlin, 24. Oktober 2008) Mit einer gemeinsamen Forderung an die Gesundheitspolitik haben sich Deutschlands Zahnmediziner anlässlich des Deutschen Zahnärztetages 2008 in Stuttgart für die Schaffung fairer Wettbewerbsbedingungen, eine Angleichung der zahnärztlichen Honorare in den neuen Bundesländern an das West-Niveau, die Abschaffung der Budgetierung und die Weiterentwicklung des Festzuschuss-Systems ausgesprochen. Dafür setzten sich in Stuttgart die Spitzenvertreter von Standespolitik und Wissenschaft, der Präsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Dr. Dr. Jürgen Weitkamp, der Vorsitzende des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Dr. Jürgen Fedderwitz, sowie der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), Prof. Dr. Thomas Hoffmann, ein. Ansonsten sei auf Dauer die aktuell hohe Versorgungsqualität in Deutschland absolut nicht zu halten.
Die politischen Rahmenbedingungen, mit denen sich die deutsche Zahnärzteschaft zurzeit auseinandersetzt, werden von den Themen Novellierung der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) sowie von Versuchen der Politik, Gebührenordnungen durch Selektivverträge zu unterlaufen, dominiert. Darüber hinaus geht es für die Zahnärzte um die künftige international kompatible Ausgestaltung der Fort- und Weiterbildung. Diese und weitere Themen, nicht zuletzt die Auswirkungen des "Gesundheitsfonds" auf die Gesamtversorgung im Gesundheitsbereich, werden auch die in Stuttgart tagende Bundesversammlung der BZÄK sowie die Vertreterversammlung der KZBV beschäftigen.
Im Brennpunkt der wissenschaftlichen Diskussion auf der Basis kritischer Hinterfragung bestehender Denkmuster steht die Bedeutung der Ästhetik und des Lasers für ein umfassendes Praxiskonzept. Dies ist auch Thema des dem Deutschen Zahnärztetag angeschlossenen wissenschaftlichen Kongresses unter dem Titel "Ästhetik und Laser in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde". Darüber hinaus stellt die DGZMK ein neues Angebot zur Früherkennung von Mundschleimhauterkrankungen in den Zahnarztpraxen vor.
Der Deutsche Zahnärztetag ist die einzige bundesweite Veranstaltung, bei der Zahnärzte, Standespolitiker und Vertreter der Wissenschaft gemeinsam die vielfältigen Aspekte des gesamten Berufsstandes präsentieren.
Pressekontakt:
Jette Krämer
Abt. Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Bundeszahnärztekammer
Tel.: 030 - 400 05 150; Mobil: 0176 - 522 228 58; Fax: 030 - 400 05-159
E-Mail: j.kraemer(à)bzaek.de
Markus Brakel
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Tel.: 0211 - 718 36 01; Mobil: 0172 - 886 06 04; Fax: 0211 - 718 35 82
E-Mail: markus.brakel(à)dgzmk.de
Dr. Reiner Kern
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung
Tel.: 030 - 280 179 27; Mobil: 0173 - 260 31 67; Fax: 030 - 280 179 20
E-Mail: r.kern(à)kzbv.de
Professionelle Präventionsarbeit nötig
Bundeszahnärztekammer (BZÄK) zum Parodontitisproblem
(15. Juli 2008) Die BZÄK geht davon aus, dass zwischen acht und 20 Prozent der Erwachsenen in Deutschland zurzeit eine schwere Parodontitisform aufweisen. Für diesen Bevölkerungsteil sollten alle verfügbaren Kräfte des professionellen Systems mobilisiert werden.
Die große Mehrheit der Bevölkerung habe entzündliche Veränderungen am Zahnbett: Patientenaufklärung in Form von Kampagnen und eine Sensibilisierung der Zahnärzteschaft seien daher angezeigt. Gleichzeitig müsse man ein präventionspolitisches Netzwerk im deutschen Gesundheitswesen in Gang setzen.
Um mittelfristig via Prophylaxe die Parodontitislast zu verringern, ist der BZÄK zufolge ein optimales Ineinandergreifen von aktiver Selbstvorsorge im Sinne von Oral Health Self Care (Approximalraumhygiene) und klinischer Intervention in Sinne von Oral Health Professional Care (Kontrolle des oralen Biofilms) strategisch wichtig.
Leichte und moderate Ausprägungen der Krankheit seien häufig mit verstärkter Mundhygiene und professioneller Unterstützung durch das zahnärztliche Team gut beherrschbar. Schwere Destruktionen am Zahnhalteapparat bedürften hingegen einer rechtzeitigen systematischen zahnärztlichen Therapie, um insbesondere das Risiko von Zahnverlusten und medizinischen Folgen wirksam zu reduzieren.
Die große Verbreitung parodontaler Veränderungen am Zahnhalteapparat stelle eine gesundheitspolitische Herausforderung dar, betont die BZÄK. Diese habe aufgrund ihrer vielfältigen Wechselwirkungen eine weit über die Zahnmedizin hinausgehende Relevanz.
Quelle: Zahnärztlichen Mitteilungen, 15.07.2008, zm-online

- Chronisch-lymphatische Leukämie Foto: W.Bengel
Neu: Mundschleimhaut-Beratung für DGZMK-Mitglieder
(DGZMK, Düsseldorf, 10. Juli 2008) Die Situation ist nur zu bekannt: Ein Patient sitzt auf dem Stuhl, man hat eine Veränderung an der Mundschleimhaut festgestellt. Nur die Zuordnung fällt schwer.
Dies muss nicht unbedingt an einer unzureichenden Ausbildung in oraler Pathologie liegen, sondern es kann einfach daran liegen, dass man manche Befunde einfach zu selten sieht. Vieles sieht sich tatsächlich auch sehr ähnlich, da das Repertoire der Mundschleimhaut, auf Noxen zu reagieren, relativ begrenzt ist. Daneben gibt es auch bei identischer Noxe eine gewisse Variabilität hinsichtlich der klinischen Ausprägung.
Alles dies ist bei der klinischen Diagnostik von Erkrankungen der Mundschleimhaut nicht eben hilfreich.
Die DGZMK hat dies erkannt und hat auf Initiative ihres Vorstandes einen bildgestützten Beratungsdienst für ihre Mitglieder eingerichtet.
Die Idee ist so einfach wie effektiv: Der Zahnarzt/die Zahnärztin macht ein Foto des Befundes, das er/sie an eine speziell eingerichtete E-Mail-Anschrift bei der DGZMK sendet. Aus Datenschutzgründen wird dieses Foto nicht mit dem Klarnamen, sondern mit einem Kürzel oder einer Patientennummer versehen. Einige wenige Informationen werden auf einem Befundblatt, das von der DGZMK-Homepage herunterzuladen ist, notiert und mit dem Bild elektronisch oder auch per Fax eingereicht.
Befundblatt und Bild(er) werden an Kollegen weitergeschickt, die sich auf dem Gebiet der Oralpathologie auskennen. Von ihnen wird eine Verhaltensempfehlung oder auch eine Arbeitsdiagnose formuliert, sofern dies möglich ist.
Auch wenn nicht immer eine definitive Diagnose gestellt werden kann, verspricht sich die DGZMK eine deutliche Unterstützung des Niedergelassenen. Das Ziel muss sein, die Aufklärungsrate bei Erkrankungen der Mundschleimhaut zu verbessern und letztlich auch die 5-Jahres-Überlebensrate beim Plattenepithel-Karzinom durch eine frühe Diagnostik zu verbessern.
Der Service ist für DGZMK-Mitglieder kostenlos. Der „Deal“ besteht darin, dass der Kollege/die Kollegin, die diesen Service in Anspruch nimmt, damit einverstanden ist, dass das eingesandte Bild für DGZMK-interne Zwecke verwendet werden kann. Natürlich unter Nennung der Quelle. Vielleicht kann man im Laufe der Zeit so eine Bilddatenbank aufbauen, die später eine internetbasierte Diagnostikunterstützung ermöglicht.
Die speziell eingerichtete E-Mail-Anschrift bei der DGZMK lautet: mundschleimhaut@dgzmk.de.
Damit die Bilder in möglichst guter Qualität bei der DGZMK ankommen, kann auf der Homepage ein pdf-Dokument heruntergeladen werden, das einige Tipps zur Fotografie von Mundschleimhaut-Läsionen und zum Versand via E-Mail enthält.
Die DGZMK fordert ihre Mitglieder auf, von diesem Service Gebrauch zu machen. Sie sieht hierin eine Maßnahme zur Sicherung und Förderung der Qualität zahnärztlicher Behandlung.
Dr. med. dent. W. Bengel, Heiligenberg, wbengel(à)gmx.de
- Vizepräsident der DGZMK -
Kontakt:
DGZMK
Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Liesegangstr. 17 a
40211 Düsseldorf
Tel.: 0211 – 61 01 98 0
Fax: 0211 – 61 01 98 11
Zahnärztliche Behandlung - Chance zur Raucherintervention nutzen
BZÄK und Deutsches Krebsforschungszentrum informieren durch gemeinsame Patientenaufklärung
(bzäk, Berlin, 27. Mai 2008) Die Funktion des Zahnarztes beim Thema Rauchen / Raucherentwöhnung spielt eine zunehmend wichtigere Rolle: 76 Prozent der Erwachsenen und 66 Prozent der Jugendlichen gehen regelmäßig zur zahnärztlichen Kontrolluntersuchung* (mindestens einmal pro Jahr). Durchschnittlich 90 Prozent der in der Vierten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS IV) Befragten gehen immer zum selben Zahnarzt. Dieses Vertrauensverhältnis ist wichtige Basis für eine gute Mundgesundheit und bietet gleichzeitig gute Chancen gesundheitsbewusstes Verhalten zu fördern. Damit haben der Zahnarzt und sein Behandlungsteam gute Möglichkeiten, auch bei der Raucherentwöhnung eine wichtige Rolle zu übernehmen. Raucher haben nicht nur ein erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen, insbesondere auch der Mundhöhle, sondern sind auch vermehrt von schweren Parodontalerkrankungen betroffen. "Wer raucht verliert seine Zähne früher", erklärt der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Dietmar Oesterreich, anlässlich des Weltnichtrauchertages. "Mit durchschnittlich 10.000 Krebsneuerkrankungen der Mundhöhle pro Jahr und einer nach wie vor schlechten Prognose dieser Erkrankungen, muss die Aufklärung über einen wichtigen Risikofaktor wie das Rauchen Bestandteil der Beratung durch das zahnärztliche Team sein. Auch die hohe Anzahl der Parodontitiserkrankungen zwingt zur Raucherintervention, möglichst zu einem frühen Zeitpunkt", so Oesterreich weiter.
Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) setzt sich schon seit Jahren verstärkt mit dem Thema Rauchen / Tabak und Mundgesundheit auseinander. Neben eigenen Informationen wie dem Policy Statement zum Thema Tabak und orale Gesundheit gibt die BZÄK immer wieder ihre fachliche Unterstützung für öffentlichkeitswirksame Patienteninformationen. Zuletzt dem Deutschen Krebsforschungszentrum zum Auftakt der Rauchstopp-Kampagne "Rauchfrei 2008" für das Faktenpapier "Rauchen und Mundgesundheit".
Alle Informationen sind auf der Homepage der Bundeszahnärztekammer www.bzaek.de in der Rubrik Patienteninformationen abrufbar.
*Vierte Deutschen Mundgesundheitsstudie Studie (DMS IV) des Instituts der Deutschen Zahnärzte
Pressekontakt
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Telefon: 030 40005-150
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Neuartiges Fortbildungsmodell „APW meets Uni“ startet in Heidelberg
- Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) -
Kooperation von Akademie Praxis und Wissenschaft (APW) und Klinik für Mund-, Zahn- und Kieferkrankheiten des Universitätsklinikums Heidelberg verspricht neben aktueller Fortbildung viele interessante Einblicke in die zahnmedizinische Wissenschaft an deutschen Hochschulen
Am 31. Mai 2008 startet in Heidelberg erstmals die neuartige APW-Fortbildungsreihe „APW meets Uni“. In Kooperation mit der Klinik für Mund-, Zahn- und Kieferkrankheiten des Universitätsklinikums Heidelberg bietet die APW interessierten Zahnärzten die Möglichkeit, neben der Wahrnehmung eines aktuellen Fortbildungsangebots einmal einen Blick hinter die Kulissen der wissenschaftlichen Zahnmedizin an einer deutschen Hochschule zu werfen.
„In der Vergangenheit wurden wir von unseren Kolleginnen und Kollegen immer wieder gefragt, welche Forschungsprojekte an den Universitäten laufen oder wie die Patientenbetreuung organisiert ist“, berichtet der Vorsitzende der APW, Dr. Norbert Grosse. „Mit APW meets Uni öffnen wir die Universitätstore in Deutschland und geben den niedergelassenen Zahnärzten einen besseren Einblick in die universitäre Lehre, Forschung und Patientenversorgung. Außerdem wollen wir auf diese Weise die Zusammenarbeit zwischen Praxis und Hochschulen stärken.“
Neben einer Führung durch die einzelnen Lehr- und Forschungsbereiche der Heidelberger Klinik für Mund-, Zahn- und Kieferkrankheiten warten interessante Vorträge zu aktuellen, praxisrelevanten Themen der Zahnerhaltungskunde, Prothetik, Kieferorthopädie und MKG-Chirurgie auf die Teilnehmer. „Jeden Tag werden zahlreiche Patienten mit den unterschiedlichsten Anliegen an unsere Klinik überwiesen. Dabei ist oft weder den niedergelassenen Kollegen noch den Patienten klar, welche vielfältigen Möglichkeiten aber auch welche Grenzen bei der Behandlung eines Patienten an einer Universitätsklinik heute bestehen“ weiß Prof. Hans Jörg Staehle, Geschäftsführender Direktor der Heidelberger Klinik für Mund-, Zahn- und Kieferkrankheiten aus seiner täglichen Arbeit zu berichten. Diese Veranstaltung soll somit auch die Kommunikation verbessern und aufzeigen, wie zukunftweisende Behandlungskonzepte gemeinsam umgesetzt werden können.
Die jeweils 20-minütigen Vorträge befassen sich vorwiegend mit Fragestellungen aus Klinik und Forschung, die von niedergelassenen Zahnärzten an die Klinik herangetragen werden. Dabei wird auch eine Reihe innovativer Behandlungsmethoden vorgestellt. Die Klinik bietet niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen bei der Planung und Umsetzung solcher Methoden einen Erfahrungsaustausch an, der nach dieser „Auftaktveranstaltung“ fortgesetzt werden soll.
Eine vollständige Übersicht aller Vorträge, die in Heidelberg auf die Teilnehmer warten, finden Sie im Internet unter www.apw-online.com/tagungen.htm.
Euregiodent-Projekt der Zahnärzteschaft erfolgreich gestartet





Im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts „Praxis, Qualitätssicherung und Wissenschaft“ der Zahnärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe sowie der NMT (Nederlandse Maatschappij tot bevordering der Tandheelkunde) ist nunmehr das erste Teilziel erreicht worden. So sind alle notwendigen Informationen zum zahnärztlichen Notfalldienst im Euregio-Gebiet in eine zentrale Patienteninformation eingepflegt worden. Diese enthält unter anderem die Notfalldienstnummern der betreffenden deutschen Zahnärzte in der Grenzregion (Euregio-Gebiet). Die entsprechenden Informationen sind über die Internetauftritte der Projektpartner (www.zaek-nr.de, www.zahnaerzte-wl.de, www.nmt.nl) sowie unter www.euregiogesundheitsportal.de abrufbar. Ziel ist, der Bevölkerung in der Grenzregion eine optimale, wohnortnahe, auch grenzüberschreitende zahnmedizinische Notfallversorgung zu ermöglichen.
Die nächsten Projektschritte werden sich mit der Verbesserung der zahnmedizinischen Versorgung von Hochrisikokindern und Pflegeheimbewohnern sowie der Qualitätssicherung befassen.
Die Zahnärztekammer Nordrhein und Westfalen-Lippe sind die berufsständischen Vertretungen der in der jeweiligen Regionen tätigen Zahnärzte. Der NMT ist die Interessenvertretung der niederländischen Zahnärzte. Alle drei Institutionen arbeiten seit 2001 eng zusammen mit dem Ziel der Herbeiführung bzw. des Erhalts eines grenzüberschreitenden zahnmedizinischen Versorgung auf höchstem Niveau sowie der Erhöhung der Transparenz und Effizienz der zahnmedizinischen Versorgung der Patienten bei grenzüberschreitender Inanspruchnahme von zahnärztlichen Leistungen.
Das Projekt Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung wird kofinanziert durch das EU-Programm INTERREG IIIA der Euregio Rhein-Waal und die Ministerien VWS der Niederlande und MWME Nordrhein-Westfalen sowie die Provinz Gelderland.
V.i.S.d.P.:

Dr. Rüdiger Butz
c/o Zahnärztekammer Nordrhein
Emanuel-Leutze-Straße 8
40547 Düsseldorf
Weitere Informationen zur Arbeitsgemeinschaft euregiodent: http://www.zm-online.de/m5a.htm?/zm/14_03/pages2/titel1.htm
Allgemeinmedizin und Zahnmedizin in engem Zusammenhang
BZÄK-Vizepräsident Oesterreich: Wechselwirkung von Diabetes und Entzündungen des Zahnhalteapparates bei vielen Patienten noch immer unbekannt
(bzäk, Berlin, 13. November 2007) Obwohl die Wechselbeziehung zwischen Diabetes mellitus (im Volksmund "Zucker") und Entzündungen des Zahnhalteapparates (Parodontitis) medizinisch wie zahnmedizinisch als erwiesen gilt, ist dies vielen Patienten nicht bekannt. Anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November rät BZÄK-Vizepräsident Dr. Dietmar Oesterreich: "Patienten mit entsprechender Diagnose müssen nicht nur fachärztlich sondern auch durch ihren Zahnarzt regelmäßig betreut werden, da eine erfolgreiche Behandlung des Diabetes eine effektive Therapie der Parodontitis voraussetzt."
In der Zahn- und der allgemeinen Medizin ist man sich darüber im Klaren, dass schlechte Blutzuckerwerte die Mundgesundheit negativ beeinflussen und in engem Zusammenhang mit Entzündungen des Zahnhalteapparates stehen. Weniger ist hingegen bekannt, dass auch umgekehrt eine durch Bakterien verursachte Entzündung des Zahnhalteapparates - die Parodontitis - negative Auswirkungen auf einen Diabetes haben kann und somit nicht nur Folgeerkrankung des Diabetes ist, sondern eine enge Wechselbeziehung besteht. Darüber hinaus kann der Zahnarzt auf Grund der Situation des Zahnhalteapparates nicht selten auch den Verdacht auf einen Diabetes erstmals äußern und durch den medizinischen Fachkollegen abklären lassen.
Der Weltdiabetestag, steht in diesem Jahr unter dem Motto "Diabetes bei Kindern und Jugendlichen". Dazu Oesterreich: "Die ständig steigenden Zahlen von Diabeteskranken insbesondere auch bei den Kindern und Jugendlichen zeigen die Notwendigkeit der Nutzung breiter Präventionspotentiale", dabei ist die Vermittlung einer gesunden Lebensführung und Ernährung, Aufgabe aller Partner im Gesundheitswesen." Wie die IV. Deutsche Mundgesundheitsstudie zeigt, ist Übergewicht ebenso ein Risikofaktor für die Mundgesundheit. Daher ist Ernährungsberatung im Rahmen der zahnmedizinischen Prävention ein wichtiger Pfeiler zur Vermeidung sowohl von oralen als auch allgemeinmedizinischen Erkrankungen.
Insgesamt wächst die Bedeutung der Zahnmedizin für die allgemeinmedizinische Gesundheit auch bei den großen Volkserkrankungen. Deswegen begrüßt Oesterreich außerordentlich die Tatsache, dass auf der Fachmesse "Diabetes 2008" in Münster (08.-09.02.2008) ein zertifizierter Fachkongress angeschlossen sein wird, der sowohl für Allgemeinmediziner wie für Zahnmediziner konzipiert ist. Oesterreich: "Medizin und Zahnmedizin rücken bei der Bekämpfung der Diabetes zum Wohl des Patienten näher zusammen."
Eine an Patienten gerichtete Informationsbroschüre "Alles in Balance? - Diabetes und Mundgesundheit" verrät mehr zu dieser Thematik und steht auf der Homepage der Bundeszahnärztekammer unter
Pressekontakt:
Jette Krämer
Telefon 030/ 40005-150
presse@bzaek.de
Verkürzte Zahnreihen aus erweiterter Perspektive
APW-Kontrovers:
Therapieansätze aus verschiedenen Fachrichtungen diskutiert / Abwägen zwischen Prothetik und Zahnerhalt
- Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) -
(Dresden, 16. Oktober 2007) Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „APW-Kontrovers“ der Akademie Praxis und Wissenschaft stand Anfang Oktober im Medizinisch-Theoretischen Zentrum des Universitätsklinikums Dresden das Thema „Verkürzte Zahnreihen – Verhindern? Behandeln? Belassen?“ auf dem Programm. Verschiedene Ansätze aus prothetischer, funktioneller, parodontologischer, endodontologischer und implantologischer Sicht wurden kritisch beleuchtet und in zwei sehr lebhaften halbstündigen Diskussionen unter Beteiligung von Referenten und Teilnehmern ausgewertet.
Nach der Begrüßung des Auditoriums durch den Vorsitzenden des Direktoriums der APW, Dr. Norbert Grosse, gab Prof. Michael Walter (Dresden) eine Einführung in die Thematik unter besonderer Berücksichtigung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses für die Entscheidungsfindung. Therapieziele sollten aus mehrdimensionaler Sicht und patientenzentriert festgelegt werden, wobei zwischen zahnerhaltenden Maßnahmen und prothetischen Lösungen sorgfältig abgewogen werden sollte.
Privatdozentin Dr. Ingrid Peroz (Berlin) betrachtete verkürzte Zahnreihen aus funktioneller Sicht. Sie ging auf verschiedene Topografien ein und stellte Ergebnisse von Untersuchungen zu Kauvermögen und Kaueffektivität vor. Weiterhin wurde die verkürzte Zahnreihe evidenzbasiert hinsichtlich möglicher Folgen auf das Kiefergelenk zu der kompletten und der durch herausnehmbaren Zahnersatz komplettierten Zahnreihe in Beziehung gesetzt. Mit der Darstellung von Indikationen und Kontraindikationen zum Belassen verkürzter Zahnreihen aus funktioneller Sicht rundete Dr. Peroz ihren Beitrag ab.
Auch vor dem Hintergrund der Möglichkeit der Implantation stand im dann folgenden Teil der Veranstaltung die Frage im Mittelpunkt, wann der Zahnerhalt anzustreben bzw. der richtige Zeitpunkt zur Extraktion gekommen ist.
Auf die Erhaltungswürdigkeit von Zähnen aus parodontologischer Sicht ging Prof. Dr. Thomas Hoffmann (Dresden) ein. Besonderes Augenmerk lag im Nutzen und den Risiken der Parodontitistherapie bei stark vorgeschädigten Seitenzähnen. Evidenzbasiert und anschaulich wurden die vielfältigen Einflussfaktoren auf die Entscheidungsfindung Zahnerhalt versus Extraktion herausgearbeitet.
Auf die Indikationen und Kontraindikationen des Zahnerhalts ging auch Prof. Dr. Edgar Schäfer (Münster) als Vertreter der Endodontologie ein. Als bedeutsames Kriterium wurde dabei herausgestellt, ob der erfolgreich wurzelbehandelte Zahn im Sinne eines Gesamtkonzeptes erfolgversprechend restauriert werden kann. Prof. Schäfer setzte die Endodontie in Beziehung mit alternativen Therapiemöglichkeiten und unterstrich diesbezüglich die minimale Invasivität bei vergleichbaren Erfolgsraten.
Eine Stellungnahme von chirurgischer Seite zum Konzept der verkürzten Zahnreihe übernahm OA Dr. Dr. Thorwarth (Jena). In seinen Ausführungen ging er auf implantologische Versorgungskonzepte sowie Indikationen der Implantation ein. Es wurden die Risiken der chirurgischen Verfahren zur Komplettierung der Zahnreihe im Seitenzahnbereich diskutiert sowie auf das erschwerte Management atropher Strukturen hingewiesen.
Im zweiten Teil der Veranstaltung standen die therapeutischen Möglichkeiten im Mittelpunkt. Prof. Dr. Ralph Luthardt (Ulm) ging auf die Funktionslevel nach Käyser ein, in denen überlappenden Altersbereichen eine minimal erforderliche Anzahl okkludierender Zahnpaare zugeordnet wird. Er stellte das Erhaltungs- und Therapieziel „Verkürzte Zahnreihe“ als eine Option vorwiegend für Patienten mittleren und höheren Alters vor und begründete dies mit dem geringeren Ausmaß von Elongationen möglicher antagonistenloser Zähne sowie einer höheren Akzeptanz fehlender Zähne.
Bei der Behandlung verkürzter Zahnreihen ohne Implantate sprach Prof. Böning (Dresden) die Extensionsbrücke, gussklammer- und doppelkronenverankerte Teilprothesen sowie Versorgungsarten mit Präzisionsattachments an. In Hinblick auf bewährte Methoden stellte er spezielle prothetische Optionen wie die Verwendung von Futtergeschieben und die RPI-Klammer vor.
OA Dr. Mundt (Greifswald) betrachtete abschließend die Therapieoptionen der verkürzten Zahnreihe aus implantat-prothetischer Sicht. Implantatbasierte Versorgungskonzepte bezeichnete er als Mittel der ersten Wahl sowohl zur Vermeidung reduzierter Funktionsniveaus als auch zur Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung strategisch bedeutsamer okklusaler Beziehungen.
Die Veranstaltung bot dem Praktiker die Möglichkeit, das Tagungsthema mit seinen vielfältigen Facetten und durchaus unterschiedlichen Sichtweisen – eben kontrovers – zu erleben. Die engagierten Diskussionen im Plenum und in den Pausen zeigten, wie wichtig und fruchtbar der interkollegiale Austausch zu komplexen Fragen sein kann.
ZÄ Juliane Pommer, Dresden
Bundeszahnärztekammer fordert mehr
Engagement für ältere Menschen
Vernetzung aller im Gesundheitswesen Beteiligten notwendig
- Pressemitteilung der Bundeszahnärztekammer -
(Berlin, 20. September 2007). Die Menschen werden - erfreulicherweise - immer älter. Die demografische Entwicklung hat auch auf die Zahnmedizin weitreichende Auswirkungen: Die lebenslange Begleitung, Motivation und die Unterstützung aller die Mundgesundheit fördernde Maßnahmen stehen im Mittelpunkt des zahnmedizinischen Handelns.
Entsprechend findet heute das Konzept einer präventionsorientierten Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Anwendung in jeder Zahnarztpraxis. "Dieser präventive Ansatz verlangt nach entsprechenden Behandlungs- und Betreuungskonzepten, speziell auch in der Alterszahnheilkunde", so der Präsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Dr. Dr. Jürgen Weitkamp, anlässlich der Pressekonferenz des Instituts für Gesundheits-System-Forschung zur Prognose der Gesundheitsversorgung im Jahr 2050 in Berlin.
Die moderne Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde in Deutschland kann - vor allem bei Kindern und Jugendlichen - auf überragende Erfolge in der Mundgesundheit verweisen. Gleichwohl wird bei wissenschaftlichen Studien, wie der Vierten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS IV), immer wieder deutlich, dass vor allem ältere Patienten aufgrund erhöhter Schwierigkeiten bei der Mundhygiene und vielfachen Wechselwirkungen zu Allgemeinerkrankungen eine Risikogruppe bilden.
Weitkamp betont, dass es höchste Zeit war, das Thema der Betreuung von alten Menschen in den Focus der politischen und gesellschaftlichen Öffentlichkeit zu rücken. Denn "Gesundheitspolitik für alte Menschen ist auch eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung", so Weitkamp.
Um den oralen Gesundheitszustand dieser Patienten zu verbessern, fordert die BZÄK die interdisziplinäre Vernetzung aller Kooperationspartner wie Angehörige, Zahnärzte, Ärzte, Kostenträger, Gesundheitsdienste und Pflegeeinrichtungen unter Neugestaltung gesundheitspolitischer Rahmenbedingungen. Dem Aufgabenfeld "Alterszahnheilkunde" stellt sich die Bundeszahnärztekammer seit Jahren und bietet entsprechende Informationsmaterialen für Patienten wie auch für Zahnärzte sowie für das Pflegepersonal an. Die unterschiedlichen Broschüren stehen auf der Website der Bundeszahnärztekammer bereit und können unter: http://www.bzaek.de/patient-inneu.asp bzw. http://www.bzaek.de/za-inneu.asp heruntergeladen werden.
Pressekontakt: Jette Krämer, Tel.: 030/ 40005-150, presse(à)bzaek.de
"Gesund beginnt im Mund - auch unsere Zähne leben länger":
Tag der Zahngesundheit 2007 - demografischer Wandel im Fokus
Presseinformation des Aktionskreises zum Tag der Zahngesundheit am 25. September 2007:
Das Durchschnittsalter der deutschen Bevölkerung steigt stetig, die demografische Entwick-lung ist auch eine Herausforderung hinsichtlich der Mundgesundheit: Diesen Zusammenhang stellt der 'Aktionskreis zum Tag der Zahngesundheit' mit seinem aktuellen Motto "Gesund beginnt im Mund - auch unsere Zähne leben länger" in diesem Jahr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.
Dabei geht es den Akteuren aus dem Gesundheitswesen vor allem um mehr Lebensqualität im höheren Lebensalter. Dazu zählen, betonten die Experten bei der zentralen Pressekonferenz am 7. September in Berlin, vor allem ein gesundes Zahnbett sowie viele natürliche und gesunde Zähne.
Es sei ein Anliegen der Zahnärzte, sagte der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Dr. Dietmar Oesterreich, die Zahngesundheit der Kinder und Jugendlichen auf dem ereichten hohen Niveau, das im internationalen Vergleich auf einem Spitzenplatz liege, weiter zu führen und möglichst bis in das hohe Lebensalter zu erhalten. Hier ist bereits einiges erreicht worden: Schon jetzt haben immer mehr ältere Menschen immer mehr eigene Zähne, wie Prof. Dr. Christian Splieth (Universität Greifswald) berichtete. Die Anzahl verlorener Zähne bei Senioren sei allein in den vergangenen acht Jahren deutlich, nämlich von 17,6 auf 14,2 Zähne, zurückgegangen.
Ein anhaltendes Problem ist die soziale "Schieflage" der Mundgesundheitsprobleme: Menschen aus sozial schwierigen Umfeldbedingungen haben nach wie vor den größten Anteil an Zahn- und Mundgesundheitsschäden und sind besonders schwer mit Vorsorgekonzepten zu erreichen. Hier sind - sowohl nach Auffassung der Zahnärzte als auch der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) - entsprechende Rahmenbedingungen sowohl auf gesellschaftlicher wie auf politischer Ebene gefordert. Bildung und Arbeitsplätze sowie mehr Gesundheitserziehung seien dafür wesentliche Einflussfaktoren. Allerdings beschneide die aktuelle Gesundheitspolitik die Möglichkeiten, statt sie zu fördern: Laut Dietmar Knappe, Sprecher der Spitzenverbände der GKV, haben die Kassen die Zahngesundheit der Kinder und Jugendlichen im vergangenen Jahr mit über 450 Mio. Euro gefördert, eine Finanzierung ab 2009 sei durch politische Vorgaben aber in Frage gestellt. Dietmar Knappe forderte eine durch den Staat formulierte Verpflichtung zur Herstellung eines gesundheitsförderlichen Umfeldes. Das müsse ergänzt werden durch gesamtgesellschaftliche Konzepte, so Dr. Oesterreich: "Allein mit dem Mehr an staatlicher Regulierung sind die Probleme der demografischen Entwicklung nicht zu lösen!"
An sich könnten, das betonte Wissenschaftler Prof. Dr. Splieth, Zähne mehrere tausend Jahre alt werden, wie archäologische Funde zeigten, sie müssten daher theoretisch auch ein Menschenleben lang ihren Dienst tun können. Vor allem zivilisatorische Faktoren seien Gründe, dass Zähne und Mund wesentlich früher erkrankten. Viele Menschen wüssten zudem heute durchaus, was sie tun müssten, um Zähne und Mund gesund zu erhalten: "Aber nur, wenn sie sich auch daran halten, haben sie eine reelle Chance, mit ihren eigenen Zähnen älter zu werden."
Eine tatsächlich präventionsorientierte Gesundheitspolitik mit entsprechenden Rahmenbedingungen auch für sozial Schwache sei für nachhaltige Mundgesundheit unumgänglich, so die Experten in Berlin.
Für Rückfragen: Pressestelle Tag der Zahngesundheit, Birgit Dohlus, T: 030 / 3082 4682, info(à)zahndienst.de
Weitere Informationen, Statements im Original und Fotos: www.tag-der-zahngesundheit.de
Fit für die Zukunft:
Curriculum „Alterszahmedizin-Pflege“ öffnet neue Perspektiven
APW und DGAZ bieten in neun Tagen ein Programm mit allen wesentlichen Aspekten zur Behandlung und Pflege von Senioren
Düsseldorf. Der demographische Wandel und seine Auswirkungen auf den Gesundheitsmarkt werden zwar immer wieder als Rechtfertigung für politische Zwangsmaßnahmen zur Kostendämmung angeführt. Die angemessene Versorgung einer wachsenden Klientel von älteren und alten Mitmenschen in unserer Gesellschaft gerät aber allenfalls über fiskalische Diskussionen zur Pflegeversicherung in den Blickwinkel der Öffentlichkeit. Dabei ist die angemessene Versorgung der Pflegebedürftigen und Alten mehr als eine lästige Pflichtaufgabe oder eine Frage der Praxis-Ethik. Sie stellt für den Zahnmediziner auch einen immer wichtiger werdenden Wirtschaftsfaktor dar, den er nicht ignorieren kann. Den richtigen Angang und alle wesentlichen Aspekte einer Alterszahnmedizin und –pflege vermittelt das Curriculum „Alterszahnmedizin“ mit dem Schwerpunkt „Pflege“, das von der Deutschen Gesellschaft für Alterszahn-Medizin (DGAZ) sowie der Akademie Praxis und Wissenschaft (APW) angeboten wird. Das Curriculum startet im Januar 2008, Anmeldungen sind ab sofort möglich.
Das federführend von Prof. Dr. Christoph Benz (Uni München) und PD Dr. Ina Nitschke (Uni Leipzig, Zürich) zusammengestellte Programm des an neun Tagen mit insgesamt 72 Fortbildungsstunden konzipierten Curriculums stellt eine in sich geschlossene Folge von Aufbaukursen dar. Dabei kommen Theorie und Praxis zur Anwendung, einzelne Abschnitte werden teilweise auch als Teamkurse für das Praxispersonal angeboten. Eine Lernzielkontrolle nach Abschluss eines jeden Kursabschnitts sowie ein Referat zu eigenen Behandlungsfällen und –konzepten zum Abschluss des Curriculums stellen den gewünschten Lernerfolg sicher. Die erfolgreiche Abschlussprüfung in Form eines Kollegengespräches mit einem von der DGAZ bestimmten Kollegium mündet in die Verleihung eines entsprechenden Zertifikates. Bei vollständigem Absolvieren aller neun Veranstaltungstage werden insgesamt 91 Fortbildungspunkte vergeben.
Nach einer Einführung, die sich mit Alternsveränderungen und Alterserkrankungen beschäftigt, folgt das „Geriatrische Assessment“ zu Alternsverändungen im Mundraum. Im weiteren Schritt stehen praktische Übungen im geriatrischen Krankenhaus sowie die prothetische Versorgung und Implantatversorgung im Mittelpunkt. Neben Juristischen Implikationen und grundsätzlichen Voraussetzungen für den Umgang mit alten Menschen spielt natürlich auch eine Betrachtung der Ernährung im Alter eine wichtige Rolle. Darüber hinaus wird die intensivmedizinische Betreuung älterer Menschen vorgestellt. Besonders wichtig in der Alterszahnheilkunde ist die Prävention bis hin zum Zahnerhalt im Alter, hier werden auch mobile Konzepte präsentiert. Praktische Erfahrungen in einer Pflegeeinrichtung öffnen den Horizont über die rein zahnmedizinische Betrachtung hinaus. Weitere Einblicke in den Pflegealltag, in Strukturen und Aufsichtsgremien, Abrechnungsgundlagen und Tipps zu Verhandlungen mit Krankenkassen und Heimträgern runden das umfassende Programm ab.
Die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft stellen auch der Zahnmedizin und der damit verbundenen Pflege neue Aufgaben. Sie bieten aber auch neue Chancen. Das Curriculum von DGAZ und APW „Alterszahnmedizin-Pflege“ macht die Absolventen fit für diese Zukunft.
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APW-Diskussionforum lädt zum Kollegen-Chat
(DGZMK, Düsseldorf, 12. Juli 2007) Eine virtuelle Arbeitsgemeinschaft ohne zeitliche oder räumliche Einschränkungen oder einfach ein Platz zum Meinungsaustausch auf kollegialer Ebene: das APW-Diskussionsforum lädt alle APW-Mitglieder zum freien Diskurs im Internet ein. Hier können neben fachlichen Erörterungen auch Erfahrungen zu den Seminaren der APW mit anderen Mitgliedern ausgetauscht werden. Gleichzeitig lassen sich konkrete praktische Fälle diskutieren oder unterschiedlichste Fragen stellen und beantworten. Dabei können Interessenten bestehende Diskussionen aufgreifen oder neue Themen selbst anstoßen. Aktiv chatten können in dem Forum alle APW-Mitglieder, Mitglieder der DGZMK können im Forum zwar lesen, sich aber nicht selbst beteiligen. Der Chatroom für APW- und DGZMK-Mitglieder findet sich unter der Webadresse www.apw-diskussionsforum.de. Zum Einloggen ist neben dem Namen lediglich die APW-/DGZMK-Mitgliedsnummer erforderlich. Auch Fragen an die APW selbst werden in diesem Forum schnell und kompetent beantwortet.
Weißbuch der ZahnMedizin
Zahnärztekammern Bayern, Hessen und Nordrhein legen Band 2 vor
(bzäk, Berlin, 4. Juli 2007) Handlungsoptionen für die künftige zahnärztliche Berufsausübung zeigt das zweibändige "Weißbuch der ZahnMedizin" auf. Dessen zweiter Band wurde am 4. Juli von den Länderkammern Bayern, Hessen und Nordrhein in Berlin gemeinsam mit der Bundeszahnärztekammer vorgestellt.
Der Titel des Weißbuches Band 2 "Zukunftsorientierte ZahnMedizin in Forschung, Lehre und Praxis" ist zugleich Programm. Beiträge von Autoren aus allen zahnmedizinischen Wissensdisziplinen bieten einen ausführlichen Überblick über die wissenschaftlichen Leistungen, die Standards und den medizinisch-technischen Fortschritt in der Zahnmedizin sowie über die Wechselbeziehungen zwischen Medizin und Zahnmedizin. Weitere Aufsätze widmen sich der aktuellen und zukünftigen Entwicklung der universitären Ausbildung ebenso wie der Situation der Forschung im europäischen Kontext.
In der Zahnmedizin vollzieht sich ein stetiger Wandel durch neue Erkenntnisse, Methoden und Technologien. Angehende und praktizierende Zahnärztinnen und Zahnärzte sind daher in starkem Maße gefordert, den eigenen Wissensstand durch kontinuierliche Aus-, Fort- und Weiterbildung lebenslang zu überprüfen. Wie der zahnmedizinische Kompetenzerhalt organisiert werden kann, um dem Patienten die kontinuierlichen Fortschritte der ZahnMedizin zugänglich machen zu können - auch dazu werden Vorschläge gemacht und Handlungsempfehlungen gegeben. Die grundlegende Ausrichtung der Behandlung in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde auf der Basis einer umfassenden Prävention wird aufgezeigt.
So bietet das "Weißbuch der ZahnMedizin" nicht nur eine Plattform für die Diskussion über zukunftsorientierte Weichenstellungen im Gesundheitswesen, sondern beschreibt ebenso die Perspektiven einer freiberuflichen Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde.
Autoren Weißbuch Band 2 in alphabetischer Reihenfolge:
Prof. Dr. Reiner Biffar, Dr. Michael Frank, Prof. Dr. Winfried Harzer, Prof. Dr. Detlef Heidemann, Prof. Dr. Elmar Hellwig, Prof. Dr. Reinhard Hickel, Prof. Dr. Hans-Christoph Lauer, Prof. Dr. Jörg Meyle, Prof. Dr. Dr. Eckhard Nagel, Prof. Dr. Michael J. Noack, Prof. Dr. Dr. Torsten Reichert, Prof. Dr. Dr. Siegmar Reinert, Prof. Dr. Ulrich Schlagenhauf, Prof. Dr. Gottfried Schmalz, Prof. Dr. Dr. Wilfried Wagner, Dr. Dr. Jürgen Weitkamp
Pressekontakt:
Jette Krämer
Leiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Bundeszahnärztekammer
Telefon 030 40005-150
E-mail: j.kraemer(à)bzaek.de
Isolde M.Th. Kohl
Leiterin Geschäftsbereich Kommunikation der Bayerischen Landeszahnärztekammer
Telefon 089 72480-102
E-mail: ikohl(à)blzk.de
Annette C. Borngräber
Leiterin Pressestelle der Landeszahnärztekammer Hessen
Telefon 069 427275-114
E-mail: borngraeber(à)lzkh.de
Susanne Paprotny
Ressortleiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Zahnärztekammer Nordrhein
Telefon 0211 5260-522
E-mail: paprotny(à)zaek-nr.de
Zukunft der Gesundheitsversorgung im europäischen Rahmen
BZÄK-Europatag: Udo van Kampen diskutiert mit EU-Politikern /
Resolution liefert Handlungs-Empfehlungen
(bzäk, Berlin, 2. Juli 2007) Die Zukunft der Gesundheitsversorgung in einem gemeinsamen europäischen Rahmen stand im Mittelpunkt des Europatages der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) in Berlin. Dabei wurden sechs grundlegende Empfehlungen an die künftige EU-Gesundheitspolitik im Rahmen einer Resolution verabschiedet (Resolution im Wortlaut: www.bzaek.de/service/oav10/grafik/jfr07070236-3.pdf ). Über die Vereinbarkeit deutscher Gesundheitspolitik mit der Politik "Europas" hatten zuvor unter der Gesprächsleitung von Udo van Kampen, Leiter der ZDF-Studios Brüssel, Dagmar Roth-Behrendt (MdEP, SPD), Holger Krahmer (MdEP, FDP), Dr. Hans-Georg Faust (MdB, CDU) und Franz Knieps (Bundesgesundheitsministerium) mit den rund 80 Teilnehmern des Europatages diskutiert.[Foto: Dr. Dr. Jürgen Weitkamp, Präsident der Bundeszahnärztekammer / Quelle: Axentis]
Die Resolution der Bundeszahnärztekammer soll bei der Suche nach praktikablen politischen Lösungen einer europäischen Gesundheitspolitik Anregungen liefern, um eine gemeinsame Vision über den tatsächlichen Mehrwert einer EU-Gesundheitsversorgung zu finden. Es geht um einen verbindlichen Rechtsrahmen, unter dem grenzüberschreitend Gesundheitsdienstleistungen erbracht, finanziert und nachgefragt werden können. Die Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit für Angehörige der Heilberufe hat dank der Richtlinie über die Anerkennung von Berufsqualifikationen 2005/36/EG dagegen keinen weiteren Regelungsbedarf. Die Überwachung der Qualitätssicherung sollte weiterhin bei den nationalen Gesundheitssystemen und in der Kompetenz der beruflichen Selbstverwaltung angesiedelt bleiben. Die BZÄK warnt vor der europaweiten Anwendung von rechtlichen Regelungen der Gefährdungshaftung oder der Einführung der Beweislastumkehr im medizinischen Behandlungsbereich, weil sie die Gefahr einer Defensivmedizin heraufbeschwört. Darüber hinaus sollte sowohl eine bessere Aufklärung der Patienten bei Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen im Ausland als auch der grenzüberschreitende Informationsaustausch, bei Patienten, die ihren Wohnsitz wechseln, ermöglicht werden. Bei allen Maßnahmen ist auf die bestehenden Rechtsvorschriften zum Datenschutz zu achten, Vertreter der Heilberufe sollten deshalb bei der Ausgestaltung immer einbezogen werden.[Foto: Professor Dr. Wolfgang Sprekels, Vize-Präsident der Bundeszahnärztekammer / Quelle: Axentis]
Pressekontakt:
Jette Krämer
Telefon 030/ 40005-150
presse(à)bzaek.de
BZÄK begrüßt die Thematisierung der Mundgesundheit im Rahmen der WHO
60. Weltgesundheitsversammlung in Genf:
Verbindung von oralen und allgemeinen Erkrankungen
stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rücken
(bzäk, Berlin, 14. Mai 2007) Das Bewusstsein für die Bedeutung der Mundgesundheit weltweit zu steigern, ist eines der zentralen Anliegen der 60. Geltgesundheitsversammlung (World Health Assembly - höchstes Entscheidungsorgan der WHO), die vom 14. bis 18. Mai 2007 in Genf tagt. Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) sieht darin eine willkommene Unterstützung für das Anliegen der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde in Deutschland.
"Wir begrüßen es als wichtigen Schritt, dass die World Health Organization (WHO) für ihre Generalversammlung zu diesem Thema eine Resolution sowie einen Aktionsplan vorbereitet hat", erklärt der Präsident der BZÄK, Dr. Dr. Jürgen Weitkamp. "Dabei werden auch die von uns immer wieder aufgezeigten und wissenschaftlich belegten Zusammenhänge zwischen Erkrankungen des Mundraums und denen des gesamten Organismus stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt." Resolution und Aktionsplan erhalten auch deshalb besondere Bedeutung, weil das Thema Mundgesundheit sich erstmals seit 25 Jahren wieder auf der Agenda der WHA findet.
Nach dem Willen des vorbereitenden Exekutivkomitees der WHO soll die gemeinsame Resolution die Arbeit der nationalen Gesundheitsbehörden und der Zahnärzte-Organisationen erleichtern. Unter dem Titel "Orale Gesundheit: Aktionsplan zur Förderung und integrierter Krankheitsprävention" soll gleichzeitig ein Maßnahmenpaket verabschiedet werden, das die innere Verbindung von oraler und allgemeiner Gesundheit mit der Lebensqualität im allgemeinen Bewusstsein verankert. Verstärkt wird auch die Notwendigkeit der Integration von oralen Präventionsprogrammen in die allgemeine Prävention sowie in die Behandlungsprogramme chronischer Erkrankungen betont. Dies wird seit langem von der Deutschen Zahnärzteschaft auch bei den politisch Verantwortlichen angemahnt.
BZÄK-Präsident Weitkamp hat die deutsche Delegation aufgefordert, die vom nationalen zahnärztlichen Berufsstand erfolgreich aufgegriffenen Mittel zu einer nachhaltigen Verbesserung der Mundgesundheit in die Beratungen einzubringen. Gleichzeitig erwartet Weitkamp hier auch mehr Unterstützung auf nationaler Ebene. Die Erfolge der zahnmedizinischen Prävention, dokumentiert in der vierten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS IV), zeigten beispielgebend die Richtigkeit der seit Jahren verfolgten nationalen oralen Präventionsstrategie der deutschen Zahnärzteschaft.
Pressekontakt:
Jette Krämer
Telefon 030/ 40005-150
presse(à)bzaek.de

