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4. Dental Excellence Congress in Dresden
Wege in eine langfristige, hochwertige und wirtschaftliche Zahnmedizin

Mehr als 200 Teilnehmer und Gäste verzeichnete 4. Dental Excellence Congress am 18. und 19. November 2005 in Dresden. Der Mix an hochkarätigen Vorträgen aus Wissenschaft, Praxis, Technik und Marketing unter dem Kongress-Motto „Gesunde Zähne – ein Leben lang.“ traf spürbar den aktuellen Zeitgeist.

Durch die Zunahme von Eigenverantwortung und finanzieller Eigenbeteiligung der Patienten sehen sich Zahnarztpraxen zunehmend mit Marktmechanismen konfrontiert. Gleichzeitig fördert diese Situation die Motivation des Patienten zur Zahnerhaltung und schafft damit einen Einstieg in die langfristige und hochwertige Zahnmedizin.

Der 4. Dental Excellence Congress lieferte über Vorträge renommierter Praktiker und Wissenschaftler Antworten auf die Kernfragen der Zukunft: „Wie können wir die Lebensqualität der Patienten erhöhen?“ und „Wie können wir die Zähne der Patienten ein Leben lang erhalten?“. Ausschlaggebend für den langfristigen Erfolg einer Praxis werden künftig Konzepte und Behandlungsmethoden sein, die eine optimale Betreuung des Patienten in verschiedenen Lebensphasen ermöglichen.

Getreu dem Motto deckte der Kongress das breite dentale Spektrum von der Kinder- bis zur Alterszahnheilkunde ab, denn: Je länger die Patienten ihre natürlichen Zähne behalten, desto besser geht es der Praxis wirtschaftlich. Unter dieser Prämisse hatten die gewählten Vortragsthemen des 4. Dental Excellence Congresses das Ziel, den Blick der Teilnehmer für die speziellen Kinder-/ Erwachsenen- und Seniorenbedürfnisse zu schärfen und stellten die Bedeutung der Kinderzahnheilkunde heraus. Der Congress machte unter Bezugnahme auf die aktuelle demografische Entwicklung deutlich, wie wichtig die zielgruppenspezifische Ansprache des Patienten für eine bestmögliche zahnmedizinische Betreuung ist. Die resultierenden Themen Erwachsenenprophylaxe, Kariesdiagnostik, Endodontie, Parodontologie und Prothetik wurden anschaulich und praxisnah aufbereitet.

Prof. Dr. Norbert Krämer griff in seinem einleitenden Vortrag das Thema Karies bei Kindern auf, die erfreulicherweise in den letzten Jahren deutlich rückläufig sei. Trotzdem bedürften Kinder und Jugendliche dennoch einer entsprechenden zahnärztlichen Betreuung.

Anschließend erörterte Dr. Lutz Laurisch die notwendige Umorientierung der zahnärztlichen Tätigkeit hin zu mehr präventiv orientierten Leistungsangeboten und zeigte auf, wie Erwachsenenprophylaxe wirtschaftlich erfolgreich in der Praxis etabliert werden könne. Mit den speziellen Bedürfnissen älterer Menschen beschäftigte sich Prof. Dr. Frauke Müller: Aufgrund der zunehmenden Überalterung der Bevölkerung rücke die zahnmedizinische Versorgung der Senioren weiter in den Vordergrund. Gleichzeitig aber verliere die Mundgesundheit aufgrund von Multimorbidität und eingeschränkter Mobilität gerade in dieser Altersgruppe an Priorität. Prof. Dr. Gerhard Riegl beendete die Vorträge am ersten Kongresstag mit dem Thema „Wie werde ich als Zahnarzt zum Geheim-Tipp?“. Dabei präsentierte Riegl einen theoretischen Ansatz für den Bedarf an zielgruppenbezogenen Praxiskonzepten. Um als Geheim-Tipp zu gelten, könne es laut Riegl u. a. durchaus zweckmäßig für einen Zahnarzt sein, seinen Patienten in gewissem Sinne als merkwürdig zu erscheinen.

Der zweite Kongresstag startete mit einem Referat von Prof. Dr. Hans-Jürgen Gülzow über die Mundgesundheit in Deutschland und den Beitrag des Doppelschutzkonzeptes. Dabei erörterte er auch Veränderungen im Mundgesundheitsverhalten seit dem Jahre 1980.

Als Highlight des 4. Dental Excellence Congresses betrachteten viele Teilnehmer den Vortrag von Dr. Klaus-Dieter Bastendorf, der mit seiner Prophylaxepraxis Maßstäbe setzt. Bastendorf bot anhand seiner eigenen Praxis ein authentisches Beispiel für ein gut funktionierendes Prophylaxekonzept mit Patientenkommunikation, Patientenlenkung, Patientenbindung, Profitcenterstruktur, Qualitätssicherung, eigenverantwortlichen Teams und Vielem mehr. Über 90 Prozent seiner Patienten befänden sich nach Aussage von Bastendorf im Recall.

Ergänzend zu diesen Ausführungen sind die Ansätze von Dr. Lutz Laurisch zu sehen, der am ersten Kongresstag mit dem Thema „Erwachsenenprophylaxe“ u. a. die Profitabilität der Prophylaxebehandlung im Vergleich zum klassischen Bohren herausgestellt hatte.

Prof. Dr. Adrian Lussi stellte in seinem Beitrag über moderne Kariesdiagnostik neue Diagnosemöglichkeiten vor und ging gleichzeitig auf deren Vor- und Nachteile ein. Die erfolgreiche Behandlung von Parodontitis thematisierte Dr. Thorsten Kleinert. Im Rahmen dessen stellte der Referent eine Studie zum klinischen Einsatz des Er:YAG Lasers in Zusammenhang mit modernen Diagnoseverfahren vor.

Die Frage „Endodontie in einer Sitzung?“ beschäftigte Prof. Andrej Kielbassa in seinen Ausführungen am zweiten Kongresstag.

Anschließend machte Dr. Diether Reusch in seinem Vortrag „Rekonstruktion: Ästhetisch? Funktionell? Minimalinvasiv?“ deutlich, dass funktionsgerechte Zähne das Fundament seien, auf dem Ästhetik aufbaue. Er sprach in diesem Zusammenhang auch über moderne Materialien, die es bei minimalem Zahnhartsubstanzabtrag ermöglichten, Zähne funktionell-ästhetisch unter Erreichung ursprünglich vorhandener Stabilitäts- und Elastizitätswerte wiederherzustellen.

Auf die Stellung der Implantologie in der modernen Prothetik ging Dr. German Gomez ein. Dabei zeigte er auch die Entwicklung der Implantatprothetik seit den frühen 80er Jahren des 20. Jahrhunderts auf.

Mit dem Thema „Zirkonoxid – die prothetische Herausforderung?“ bildeten Dr. Thomas Martini und ZTM Thomas Konietzny den Abschluss des zweitätigen Dental Excellence Congresses. Dabei beschäftigten sich die beiden Referenten u. a. damit, ob Zirkonoxid die Edelmetalllegierungen in der Zahnmedizin auf Dauer ersetzen könne. Der Vortrag zeigte auf, wie es gelingen könne, durch intensive Zusammenarbeit neue Materialien in die alltägliche Prothetik einer „Landzahnarztpraxis“ zu integrieren.


Fazit
Der 4. Dental Excellence Congress entsprach mit seinem Motto „Gesunde Zähne – ein Leben lang.“ dem aktuellen Zeitgeist. Dies zeigten die regen Diskussionen, die einen Wandel hin zu mehr Prävention und Zahnerhaltung spürbar machten. Die Erkenntnis und Akzeptanz des Paradigmenwechsels ist in der Zahnärzteschaft durchwegs vorhanden, es fehlt in vielen Praxen lediglich noch an der Umsetzung.


Weitere Informationen zum 4. Dental Excellence Congress


Dentin / Pulp Complex Meeting
vom 18. bis 20. September 2005 in Düsseldorf

Vom 18. bis 20. September 2005 laden die IDAR Pulp Biology Group und die Heinrich Heine Universität Düsseldorf zum Dentin / Pulp Complex Meeting ein. Detaillierte Informationen und das aktuelle Programm finden Sie unter www.uni-duesseldorf.de/zahnerhaltung/dpc


52. Winterfortbildungskongress der ZKN in Braunlage
Schwerpunktthemen Parodontologie und Implantologie

(Marburg/Braunlage, 26.01.05) Der diesjährige Fortbildungskongress in Braunlage punktete mit Spitzenwerten: Mehr als 480 Zahnärzte nahmen an der hochkarätigen Fortbildung für Zahnärzte und Praxismitarbeiter mit namhaften Fachreferenten aus dem In- und Ausland teil. Tagungspräsident und wissenschaftlicher Leiter des Fachkongresses war Professor Dr. Thomas Attin, Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Georg-August-Universität Göttingen und Beiratsmitglied der Sektion Zahngesundheit im Deutschen Grünen Kreuz e. V. Durch das familienfreundliche Angebot einer Kinderbetreuung nahmen so viele Zahnärzte mit ihren Familien die Veranstaltung im Harz wahr, dass insgesamt mehr als 750 Gäste aus dem zahnärztlichen Umfeld begrüßt werden konnten - eine Rekordzahl für die Landeszahnärztekammer Niedersachsen!

Ministerin Dr. Ursula von der Leyen
Ministerin Dr. Ursula von der Leyen sprach zur Eröffnung des Kongresses. Foto: Rüdiger Thiel

Zur Eröffnung sprachen der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Dr. Jürgen Weitkamp sowie Dr. Dr. Henning Borchers, Präsident der Landeszahnärztekammer Niedersachsen. Nach launigen Worten des Bürgermeisters der Stadt Braunlage referierte Dr. med. Ursula von der Leyen, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, über die aktuellen Diskussionen der Gesundheitspolitik zwischen Kopfpauschale und Bürgerversicherung.

Stand der Sektion Zahngesundheit
Tagungspräsident Prof. Dr. Thomas Attin (links) im Gespräch mit Sigrid Fehl, Leiterin der Sektion Zahngesundheit im DGK, und Mirko Konrad, Redakteur der Sektion Zahngesundheit. Foto: Rüdiger Thiel

Die Sektion Zahngesundheit im Deutschen Grünen Kreuz e. V. präsentierte sich mit einem Stand während des Kongresses von Mittwoch bis Samstag, 19. bis 22. Januar 2005, auf der angeschlossenen Fachausstellung und informierte in zahlreichen Einzelgesprächen die interessierten Zahnärztinnen und Zahnärzte über Ziele und Aktivitäten ihrer Öffentlichkeitsarbeit für Mundgesundheit und Prophylaxe. Im Fokus stand dabei die -kürzlich von Dent-online mit gut bewertete (dent-online 4/2004) - Internetseite www.rundum-zahngesund.de. Die Website verbindet Verbraucherinformationen und Fachseiten für den Zahnarzt und kann als ergänzendes Informationsmedium für die Patientenaufklärung eingesetzt werden. Sie dient als sinnvolle Ergänzung der zahnärztlichen Beratung und Information über die wesentlichen zahnheilkundlichen Themen und neuen Trends.

Stand der Sektion Zahngesundheit
Am Stand der Sektion Zahngesundheit informierten sich Zahnärztinnen und Zahnärzte über deren Ziele und Aktivitäten für Mundgesundheit und Prophylaxe. Foto: DGK

Gleichzeitig wurde die Verbindung mit anderen Sektionen des Deutschen Grünen Kreuzes e.V. (DGK), z. B. dem Forum Schmerz, thematisiert.

Die diesjährigen Schwerpunktthemen des Fortbildungskongresses Parodontologie und Implantologie wurden durch Vorträge im Plenum mit anschließender Diskussion sowie Intensivseminare an den Nachmittagen fortgeführt. Parallel zum wissenschaftlichen Programm wurden Fortbildungsveranstaltungen und Seminare für das zahnärztliche Fachpersonal angeboten.


Die zentralen Themen der wissenschaftlichen Vorträge:

Parodontologie

PD Dr. Michael Stelzel, Marburg: „Einsatz moderner Nachweisverfahren in der Diagnostik parodontaler Erkrankungen“
In den vergangenen Jahren haben sich neue Nachweismethoden in der parodontalen Diagnostik etabliert. Methoden, die die DNS bzw. RNS der Mikroorganismen nachweisen, lösen zunehmend Mikroskopie und Kulturverfahren ab. Eine zentrale Rolle spielt die Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR). Nachweisverfahren parodontopathogener Erreger liefern wichtige Informationen zur Erkennung von Patienten mit aggressiver Parodontitis und ermöglichen eine Optimierung der Therapie.

Prof. Dr. Andrea Mombelli, Genf/CH: „Antibiotika in der Parodontologie“
Im Umgang mit Parodontalerkrankungen bestehen nach wie vor viele Unsicherheiten. Immer wieder werden Zähne gezogen statt behandelt. Neue Möglichkeiten für den Einsatz antimikrobiell wirksamer Subtanzen haben in den vergangenen Jahren das Spektrum der Parodontaltherapie entscheidend verbreitert. Der sinnvolle und erfolgreiche Einsatz dieser Behandlungsmethoden bedingt aber ein vertieftes Verständnis biologischer Vorgänge und pharmakodynamischer Prinzipien.

Prof. Dr. Peter Eickholz, Heidelberg: „Parodontale Regeneration: Worauf sollte man achten?“
Durch die Anwendung des biologischen Prinzips der gesteuerten Geweberegeneration (GTR) ist es möglich, durch Parodontitis zerstörtes Gewebe zumindest partiell zu regenerieren. Es existiert eine große Zahl verschiedener Membranen und Wirkstoffe, die für eine regenerative Therapie angeboten werden.

PD. Dr. Gregor Petersilka, Münster: „Nachsorgebehandlung in der Parodontologie: Wer braucht wann welche Therapie?“
Eine „lebenslange“ Betreuung parodontal erkrankter Patienten läst sich erfolgreich durchführen. Grundlage sind die sinnvolle Ausnutzung moderner Techniken zur mechanischen antiinfektiösen Therapie sowie die Beachtung neuer Erkenntnisse über die parodontale Infektion und die resultierende Immunantwort des Patienten. Die Etablierung einer zielgerichteten Therapie gewinnt bei stetig wachsendem Kostendruck immer mehr an Relevanz. Zunehmend steht eine effiziente und bedarfsorientierte Behandlung im Interesse.


Implantologie

Prof. Dr. Christian Besimo, Brunnen/CH: „Synopsis der rekonstruktiven Planung mit Implantaten“
Die rekonstruktive Definition des Behandlungsziels ist bestimmend für die Festlegung der Zahl und Lage der Implantate sowie möglicherweise notwendig werdender augmentativer bzw. weichteilchirurgischer Maßnahmen. Im Artikulator montierte Studienmodelle mit diagnostischer Zahnmodellation oder -aufstellung bilden, unter Berücksichtigung der aus Anamnese und Befundaufnahme hervorgehenden biologischen Grundlagen, die Basis für die rekonstruktive Planung. Vor- und Nachteile zu alternativen Behandlungsmethoden sollten im Rahmen der Diagnose abgewogen werden. Bildgebende Verfahren dienen der Beurteilung des Knochenangebotes in Relation zum angestrebten implantatprothetischen Behandlungsziel. Die Auswahl der für den einzelnen Patienten geeigneten Aufnahmetechniken wird durch die anatomischen und rekonstruktiven Problemstellungen sowie der Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden bestimmt. Strahlenbelatsung, diagnostischer und finanzieller Aufwand des anzuwendenden bildgebenden Verfahrens müssen in einem vertretbaren Verhältnis zu dem für die rekonstruktive Planung notwendigen Informationsbedarf stehen.

Prof. Dr. Dr. Henning Schliephake, Göttingen: „Augmentationen in Kombination mit Implantaten“
Die zunehmende Nachfrage nach Implantaten beinhaltet eine zunehmende Zahl schwieriger Ausgangssituationen für die Implantation. Der steigende ästhetische Anspruch der Patienten an eine implantatgetragene Versorgung stellt zudem hohe Anforderungen an die Qualität der Implantatbehandlungen. Beide Effekte erfordern in zunehmendem Maß den Einsatz augmentativer Verfahren, um einerseits eine anatomisch korrekte Positionierung der Implantate zu ermöglichen, und andererseits ein natürliches Aussehen zu erreichen und langfristig gesunde, periimplantäre Verhältnisse zu erzielen.

Dr. Karl-Ludwig Ackermann, Filderstadt: „Moderne Konzepte der Implantatprothetik – spezielle Aspekte zur Planung und Ausführung des Zahnersatzes“
Zur Planung und Ausführung des implantatgetragenen Zahnersatzes sind eine Vielzahl von Parametern zu beachten. An erster Stelle steht die implantologisch-prothetische (Gesamt-) Planung hinsichtlich der Anzahl und der Verteilung der Implantate. Des Weiteren ist - im teilbezahnten Gebiss – auch der Zustand und die Lokalisation der restlichen Zähne zu berücksichtigen, insbesondere unter dem Aspekt der Ausführung der Zahnersatzkonstruktion. Häufig ergeben sich komplizierte Ausgangsverhältnisse, für die bis heute hinsichtlich der Ausführung des Zahnersatzes keine allgemein gültigen Regeln vorliegen.

PD Dr. Petra Ratka-Krüger, Freiburg: „Periimplantitis – Was nun?“
Periimplantäre Erkrankungen können den dauerhaften Erhalt eines Implantats gefährden. Während es sich bei einer Mukositis um eine reversible Entzündung der das Implantat umgebenden Weichgewebe handelt, ist bei einer Periimplantitis bereits ein progressiver Knochenabbau um das osseointegrierte Implantat eingetreten. Wichtig ist es, im Rahmen der Erhaltungstherapie eine genaue Dokumentation der jeweils aktuellen Implantatsituation unter Beachtung festgelegter Untersuchungsparameter durchzuführen. Nur so können pathologische Veränderungen frühzeitig erkannt und therapiert werden.

Synoptische Darstellung Parodontologie/Implantologie

Prof. Dr. Markus Hürzeler, München; Dr. Otto Zuhr, München; Uli Schoberer, Starnberg: „Fokus Mensch – diagnostische Prinzipien im Licht moderner Behandlungsstrategien“
Für den Allgemeinzahnarzt wird es immer schwieriger, das komplette Spektrum der Zahnheilkunde wissenschaftlich fundiert auf dem neuesten Stand der Entwicklung an den Patienten weitergeben zu können. Je komplizierter sich die Behandlungstechniken und je komplexer sich die Behandlungskonzepte darstellen, desto vorteilhafter wird es, aus einer „one man show“ einen „team approach“ zu machen. Unter dem Aspekt eines erfolgreichen Behandlungsabschlusses wird es auf dieser Basis auch immer bedeutsamer, die Erwartungen des Patienten genau zu kennen. Je aufwendiger und je höher die Ansprüche von Seiten der Patienten, desto bedeutsamer wird es, ein realistisch zu erreichendes Behandlungsergebnis abzuschätzen und auch an den Patienten zu kommunizieren. Limitierende Faktoren können in der Komplexität des Falles, aber auch in der Individualität des betreffenden Patienten begründet sein.


Ausführliche Informationen zu den einzelnen Vorträgen finden Sie unter:
www.zkn.de und www.zm-online.de


Impulse im Kampf gegen Pfunde und Zahnerkrankungen

Wissenschaftliche Tagung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Jedes fünfte Kind und jeder dritte Jugendliche in Deutschland sind übergewichtig. Fast sieben Prozent leiden an Fettleibigkeit und die Zahl der Kinder mit Diabetes nimmt zu. Vor dem Hintergrund dieser Angaben von Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) wurde die Brisanz der gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde DGK (Ort) und der Aktion zahnfreundlich e.V. (Berlin) am 08. und 09. Oktober 2004 im Philosophicum der Johannes Gutenberg Universität Mainz auch für eine breite Öffentlichkeit deutlich.

Fachübergreifend setzte sich das wissenschaftliche Programm der 11. DGK-Jahrestagung mit den Zusammenhängen zwischen Ernährung, Allgemeinerkrankungen und Mundgesundheit unter dem Tagungspräsidium von Prof. Dr. B. Willershausen (Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie) auseinander. „Die Bedeutung einer gesunden ausgewogenen Ernährung steht im Brennpunkt des öffentlichen Interesses und Themen wie Adipositas, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes oder Zahnhartsubstanzdefekte, wie z. B. Schmelzerosionen durch Softdrinks, müssen als mögliche Folgekomplikationen interdisziplinär diskutiert werden“, betonte Prof. Willershausen.

Den hohen Fortbildungswert für Zahnmediziner und Prophylaxefachkräfte unterstrich der damalige DGK-Präsident Prof. Dr. Norbert Krämer: „In der Öffentlichkeit wächst die Nachfrage nach kinderzahnheilkundlichen Themen. Es wird eine angemessene Betreuung der Kinder erwartet. Die deutlich steigende Prävalenz frühkindlicher Karies sowie Erkrankungen in der Mundhöhle in Kombination mit komplexen Krankheitsbildern bei Kindern verlangen spezifisches Wissen sowohl in der Kinderheilkunde als auch in der Zahnheilkunde. Diesen Anforderungen stellen wir uns.“

„Wir können nicht nur auf globale Strategien der Weltgesundheitsorganisation gegen zu viel Fett, zu viel Zucker und zu viele Kalorien warten oder auf neue Rechtsvorschriften über gesundheits- und nährwertbezogene Aussagen bei Lebensmitteln hoffen, sondern müssen Kindern und ihren Eltern heute aufzeigen, wie sie Übergewicht und Zahnkaries vermeiden können“, so Priv.-Doz. Dr. Stefan Zimmer, Vorsitzender der Aktion zahnfreundlich e.V.


Aus dem Programm:

„Fehlernährung im Kindesalter“

    • Prof. Dr. C. Barth (Potsdam): Das Ernährungsverhalten der Deutschen – Ist-Zustand und Probleme
    • Dr. S. Danielczik (Kiel): Einfluss sozio-ökonomischer Faktoren auf frühe Manifestationen des Übergewichts
    • Dipl. Chem. Christof Krüger (Hamburg): Zuckeraustauschstoffe für kalorienreduzierte und reduziert glykämische Süßwaren
    • Prof. Dr. W.-E.Wetzel (Gießen) Prof. Dr. Dipl.-Chem. B. Willershausen (Mainz): Ernährungsbedingte Defekte der Zahnhartsubstanzen
    • Priv.-Doz. Dr. Stefan Zimmer (Düsseldorf): Bedeutung der Ernährung in der Kariesprophylaxe
    • Prof. Dr. Dr. Lutz Stößer (Erfurt/Jena): Erosivität von Getränken und Lebensmitteln „System- / Allgemeinerkrankungen und Mundgesundheit bei Kindern“
    • Prof. Dr. F. Zepp (Mainz): Typische orale Manifestationen bei pädiatrischen Allgemeinerkrankungen
    • Prof. Dr. M. M. Weber (Mainz): Diabetes in Deutschland. Ist-Zustand und Folgen



Für Rückfragen:
Prof. Dr. B. Willershausen, Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie, Johannes Gutenberg Universität Mainz, Tel. 06131 – 17 Fax 061 3 17 34 06
E-Mail: willersh(à)uni-mainz.de

Deutsche Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde e.V. / Aktion zahnfreundlich e.V.
Tagungs-Pressestelle: Hedi Peters
Tel. 030 – 30 12 78 81 Fax: 030 – 30 12 78 82 E-Mail:hp(à)basic-dent.de

Das komplette Programm und weitere Informationen unter
www.kinderzahnheilkunde-online.de und www.zahnmaennchen.de

 


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