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Veröffentlichungen / Studien

Implantologie
Verkürzung der Einheilzeit: Alternative zum Branemark-Protokoll

Eine Verkürzung der Einheilzeit bei Insertion von Implantaten mit SLA (Straumann)- bzw. Promote-beschichteter Oberfläche auf zwölf Wochen wirkt sich - im Vergleich zu historischen Kollektiven - nicht negativ auf den Erfolg der Implantate aus. Dies scheint somit als Alternative zu dem von BRANEMARK ET AL. formulierten Protokoll aus dem Jahr 1977 angesehen werden zu können.

Untersucht wurden 448 maxillär insertierte Implantate mit sandgestrahlter und geätzter Oberfläche bei 104 Patienten, die über einen Zeitraum von drei Monaten post insertionem unbelastet einheilten [1]. Das Durchschittsalter der Patienten lag bei 61 Jahren.

Es konnte eine Fünf-Jahres-Überlebensrate der untersuchten Implantate von 99,8 Prozent ermittelt werden. Die Erfolgskriterien nach BUSER wurden von allen nachuntersuchten Implanaten (n = 447) erfüllt [2].

[1] W Semper, D Hildebrand, H Özyuvcaci, K Nelson: Erfolgsrate von Implataten mit sandgestrahlter und geätzter Oberfläche im Oberkiefer nach einer Einheilzeit von zwölf Wochen - Eine retrospektive Analyse; Z Zahnärztl Impl (2007) 23: 176-181

[2] Eine Checkliste der Erfolgskriterien nach BUSER finden Sie unter www.iww.de im Online-Service in der Rubrik "Checklisten".


Quelle: Zahnmedizin Report 11 / 2007

Weitere Informationen

 


Startet den Datei-DownloadEfficacy of a noval brush head in the comparison of two power toothbrushes on removal of plaque an naturally occurring extrinsic stain

C.R. Goyala, N.C. Sharmaa, J.G. Qapisha, M.A. Cuginib, M.C. Thompsonb, P.R. Warrenb

a BioSci Research Canada Ltd., 6245 Mississauga Road, Ontario L5N 1A4, Canada
b Oral-B Laboratories, a division of The Gilette Company, Prudential Tower, 800 Boylston Street, Boston, MA, USA


Zinn-II-Fluorid effektiver gegen Erosion

An der Universität Gießen wurde untersucht, inwiefern die Effizienz einer Fluoridbehandlung durch die Fluoridverbindungen bestimmt wird.

Die Ergebnisse weisen auf einen beträchtlichen Unterschied der verschiedenen getesteten Fluoridverbindungen bezüglich ihres Effekts auf die Erosionsprogression hin. Dabei erwiesen sich Lösungen, die SnF2 (Zinn-II-Fluorid) enthielten, als effektivste Behandlung.

Die Testlösungen waren: SnF2 (Zinn-II-Fluorid, 250 ppm F, 818 ppm Sn; pH 3,5), NaF (250 ppm F, pH 3,5), Sn Cl2 (814 ppm Sn, pH 2,6), Aminofluorid (AmF, 250 ppm F; pH 3,6), AmF/SnF2 (Meridol® , 250 ppm F, 409 ppm Sn; pH 4,2), AmF/NaF (Elmex® , 250 ppm F; pH 4,3). In der Kontrollgruppe wurde keine Fluoridierung durchgeführt.

Der höchtste erosive Minralverlust wurde in der Kontollgruppe nachgewiesen. Durch die Behandlung mit AmF/SnF2 (5,7+/- 25,1µm) und SnF2 (3,8 +/-14,4 µm) konnte der Erosionsverlust nahezu vollständig inhibiert werden. Proben, die man mit SnCl2 (17,6 +/- 19,5µm) und NaF (13,2 +/- 21,7 µm) inkubierte, zeigten ebenfalls eine Abnahme des erosionsbedingten Verlustes. Im Gegenstz dazu hatte die Behandlung mit AmF (41,6 +/- 16,0 µm) oder AmF/NaF (27,7 +/-28,4 µm) keinen Effekt auf die Erosionsprogression.

C Ganss, N Schlüter, P Schattenberg, J Klimek: Effect of different fluoride compounds on erosion progression in enamel in vitro; 53. ORCA Congress, Glasgow vom 5. bis 8. Juli 2006.


In-situ-Studie zum Einfluss von Milch, Wasser und 250 ppm Fluorid auf die Wiedererhärtung von erodiertem Schmelz

A. Wiegand1,2, I. Müller 1, J.D. Schnapp 3, C. Werner 4, T. Attin 1,2

1 Abteilung Zahnerhaltung, Präventive Zahnheilkunde und Parodontologie, Georg-August-Universität Göttingen
2 Klinik für Präventivzahnmedizin, Parodontologie und Kariologie, Universität Zürich
3 Abteilung Medizinische Statistik, Georg-August-Universität Göttingen
4 Institut für Materialwissenschaft und Werkstofftechnologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Die erosive Deminerlisation von Zahnhartsubstanzen geht mit einer Reduktion der Mikrohärte und einer verringerten Abrasionsresistenz einher. Während das reminralisierende Potenzial von Speichel oder fluoridhaltigen Mundhygieneprodukten bereits nachgewiesen werden konnte, ist bislang noch nicht untersucht, ob auch Milch oder Wasser zur Wiedererhärtung von erodiertem Schmelz beitragen. Ziel der vorliegenden In-situ-Studie war es daher, den Einfluss einer intraoralen Spülung mit Milch, Wasser oder 250 ppm Fluorid auf die Mikrohärte von erodiertem Schmelz zu untersuchen. Je drei erodierte Schmelzproben wurden in sechs Versuchen von zehn gesunden Probanden für vier Stunden intraoral in herausnehmbaren Apparaturen getragen. Die Schmelzproben wurden zuvor extraoral für 120 Sekunden in Sprite light demineralisiert und anschließend für 5 (Versuch 1-3) oder 30 Minuten (Versuch 4-6) intraoral appliziert. Nach 5 bzw. 30 Minuten wurde die Mundhöhle für 60 Sekunden mit 250 ppm Fluorid (Meridol, Versuch 1 und 4), Milch (Versuch 2 und 5) und Wasser (Versuch 3 und 6) ausgespült. Je eine Schmelzprobe diente hierbei als Kontrolle und wurde während der Spülung abgedeckt. Anschließend wurden die Test- und Kontrollproben bis vier Stunden nach der Deminralisation der Mundhöhle exponiert. Die Mikrohärte der Proben wurde unmittelbar vor und nach Erosion sowie nach der 4 Stunden intraoralen Exposition ermittelt. Ferner wurde bei jedem Probanden die Fließrate, Pufferkapazität, Kalzium- und Phosphatkonzentrationen und der pH-Wert des Speichels ermittelt. Die statistische Auswertung erfolgte durch eine Bonferroni-adjustierte Varianzanalyse (ANCOVA). Bei allen Versuchen konnte die Mikrohärte der Testproben im Vergleich zu den Kontrollproben durch das Spülen mit Milch, Wasser oder 250 ppm Fluorid signifikant gesteigert werden. Insgesamt führte die Anwendung von 250 ppm Fluorid-Lösung zur größten Härtezunahme gefolgt von Milch und Wasser. Die Basismikrohärte des Schmelzes vor Erosion konnte allerdings in keiner Gruppe wieder erreicht werden. Das Ausspülen des Mundes mit 250 ppm Fluorid, Milch oder Wasser nach Erosion fördert die Wiedererhärtung von erodiertem Schmelz und könnte somit zur Reduktion der Abrasionsanfälligkeit beitragen.

Korrespondenzadresse:
Klinik für Präventivzahnmedizin, Parodontologie und Kariologie
Dr. Annette Wiegand
Plattenstraße 11
CH-8032 Zürich
Telefon: +41 44 634 3284
Fax: +41 44 634 4308
E-Mail: annette.wiegand(à)zzmk.unizh.ch


Startet den Datei-DownloadEffects of Two Fluoridation Measures on Erosion Progression in Human Enamel and Dentine in situ
C. Ganss, J. Klimek, V. Brune, A. Schürmann
Universität Gießen


Poul Erik Petersen and Hiroshi Ogawa,
Global Oral Health Program, World Health Organization, Geneva, Switzerland:
Startet den Datei-DownloadStrengthening the Prevention of Periodontal Disease: The WHO Approach,
J. Periodontal, 2005 76:2187-2193


S. Wurth, G. Wahl
Startet den Datei-DownloadBeeinflussung der psychisch-funktionalen Leistungsfähigkeit durch Lokalanästhetika und ihre Auswirkungen auf die Fahrtauglichkeit

Korrespondenzadresse:

Univ.-Prof. Dr. Gerhard Wahl
Poliklinik für Chirurgische Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Welschnonnenstraße 17
D-53111 Bonn
E-Mail: g.wahl(à)uni-bonn.de
www.pczmk.uni-bonn.de


Wissenschaftliche Stellungnahmen der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) unter Beteiligung der Poliklinik für Chirurgische Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde am Universitätsklinikum Bonn:

 


Oral Health – aspects of tooth brushing behaviours

The lecture addresses the question – „Which frequency and timing of toothbrushing is considered as useful in preventive dentistry?“ There is consensus in the literature that (meticulous) toothbrushing once per day ist sufficient to maintain oral health and to prevent caries an periodontal diseases. Toothbrushing is also regarded as an important vehicle for application of anti-caries agents, such as fluorides.

However, most patients are not able to achieve sufficient plaque removal by performing oral hygiene measures at home. Tooth brushing twice daily after meals is therefor recommended by most dentists in order to improve plaque control. This advice is followed by most of the patients taking care for their oral health and has shown to be effective in maintenance of oral health in numerous studies.

However, ist has to realise that the higher the frequency of toothbrushing , the higher is the prevalence of abrasively-induced, non-caries defects of the teeth. Therefore, patients should be instructed and advised in a way so that they are able to brush the teeth with consciousness and knowledge about the benefits and potential harm induced by tooth brushing to the dentition. Study of the literature gives no evidence as to the optimal time-point of toothbrushing (before or after meal). It is generally accepted to brush teeth after meal in order to get rid of food impaction and to shorten the duration of sucrose impact. Moreover toothbrushing at regular intervals, i.e. after meal has the benefit that toothbrushing is regarded by the patient as a kind of routine behaviour. Though, in this sense the question arises whether toothbrushing as a routine is performed with the thoroughness needed. Additionally, on the basis of the knowledge of potential harm due to brushing of erosively-altered and softened tooth surfaces, it is also recommendable to give advice to the patients on a more individual basis.

Autor:
Prof. Dr. Thomas Attin, Direktor der Klinik für Präventivzahnmedizin, Parodontologie und Kariologie, Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Universität Zürich


Die Entwicklung des oralen Gesundheitszustandes
von Patienten mit Behinderungen

Der Text von Peter Cichon und Silke Donay analysiert aus epidemiologischer Perspektive den Gesundheitszustand und den Zahnärztlichen Versorgungsgrad im statistischen Gesamtbild anhand eines umfangreichen Datensatzes von Patienten mit Behinderungen, die an der Universität Witten/Herdecke in den Zeiträumen 1995 bis 1999 und 2000 bis 2003 zahnärztlich behandelt worden waren. Zusätzlich wurde das so gewonnene Datenmaterial oralepidemiologischen Großstudien der „Durchschnittsbevölkerung“ der Bundesrepublik Deutschland der vergangenen Jahre gegenüber gestellt und im Hinblick auf Prävalenzunterschiede bewertet.

Im Ergebnis der Analyse zeigt sich, dass einerseits in den vergangenen 10 bis 15 Jahren bei behinderten Patienten ein Rückgang des Kariesbefalls registriert werden kann und andererseits, dass bei einem Abgleich der entsprechenden epidemiologischen Kennwerte der Kariesbefall, der Zahnverlust und der zahnärztliche Versorgungsbedarf in dieser speziellen Bevölkerungsgruppe nach wie vor deutlich über dem der nichtbehinderten Bevölkerungsgruppen liegen. Alles in allem scheint eine Vernetzung der Aktivitäten zur Verbesserung der Zahnärztlichen Versorgung von Menschen mit Behinderung mit anderen medizinischen Fachdisziplinen, Pflegeeinrichtungen und Sozialträgern von prioritärer Bedeutung zu sein. Auch wäre ein verstärkter Austausch über die Aktivitäten und Erfahrungen bei der prophylaktischen Betreuung und zahnärztlichen Versorgung spezieller Behindertengruppen im internationalen Rahmen äußerst wünschenswert.

Zu den Autoren:
Porf. Dr. med. dent. Peter Cichon ist Leiter der Abteilung für Spezielle Zahnärztliche Betreuung an der Universität Witten/Herdecke. Frau Dr. med. dent. Silke Donay ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Abteilung.

Der komplette Text liegt als pdf-File auf der Homepage des Instituts der deutschen Zahnärzte (IDZ) vor und kann dort heruntergeladen werden:
www.idz-koeln.de

 


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