Ausschreibung - Wrigley Prophylaxe Preis 2007 - Gesunde Zähne mit der richtigen Prophylaxe
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Wrigley Prophylaxe Preis
Preisträger und Jury Wrigley Prophylaxe Preis 2009
Preisträger und Jury des Wrigley Prophylaxe Preises 2009 (von links): Prof. Klaus König (Jury), Prof. Lutz Stößer (Jury), PD Dr. Alexander Hassel (1. Preis), Jutta Reitmeier (Wrigley), Dr. Imke Kaschke (Sonderpreis), Prof. Joachim Klimek (Jury), Dr. Claus Reinhardt (2. Preis), Prof. Werner Geurtsen (Jury), Dr. Reinhard Schilke (3. Preis). Nicht im Bild: Dr. Helmut Platzer (AOK /Jury). Foto: Wrigley Oral Healthcare Programs

Präventionskonzepte für Senioren, Schulkinder und Menschen mit Behinderungen ausgezeichnet

(Hannover, 15. Mai 2009) Die Verleihung des Wrigley Prophylaxe Preises 2009 fand am 15. Mai in Hannover traditionell unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) im Rahmen der DGZ-Jahrestagung statt. 2009 gab es mit der bislang höchsten Zahl an eingereichten Arbeiten eine außergewöhnliche Resonanz: 27 Forschergruppen bewarben sich um den mit 10.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis, der die präventive Zahnmedizin fördert.

Der Schwerpunkt der ausgezeichneten Arbeiten lag bei Konzepten, die sich mit der Verbesserung der Mundgesundheit gerade bei Gruppen, in denen Karies ein besonderes Problem darstellt, befassten. Prämiert wurden direkt und kostengünstig realisierbare Prophylaxeprogramme. So entwickelten drei der vier prämierten Arbeiten Strategien zur Schulung von Pflegepersonal bzw. Schülern, um die oft vernachlässigte Zahnpflege von Senioren in Altenheimen, Menschen mit Behinderungen sowie sozial benachteiligten Kindern nachhaltig zu verbessern. Eine weitere Arbeit untersuchte das kariogene Potenzial probiotischer und kariogener Laktobazillen.

Erster Platz: Prophylaxe-Intervention in Altenheimen
Den ersten Platz (Dotierung: 4.000 Euro) belegte das Team um Dr. Alexander Hassel, Heidelberg. Eine dreimonatige kontrollierte Interventionsstudie an acht Altenheimen ergab: Durch regelmäßige professionelle Zahn- und Prothesenreinigungen sowie Mundhygiene-Instruktionen durch das Pflegepersonal ließ sich die Mundgesundheit der Heimsenioren deutlich verbessern, was positive Effekte auf den Ernährungszustand und auch das Allgemeinbefinden der Betreuten erwarten lässt. Die Forderung der Studie: alle drei Monate professionelle Zahn- bzw. Prothesenreinigungen.

Zweiter Platz: Tutorenprogramm für Grundschulkinder
Neue Wege geht das Team um Dr. Claus Reinhardt aus Köln, das den zweiten Platz (Dotierung: 3.000 Euro) belegte. Entwickelt wurde ein innovatives, fächerübergreifendes Konzept zur Kariesprävention bei Grundschulkindern mit hohem Migrationsanteil. Bei Kindern aus dieser Perso-nengruppe wird nach wie vor überproportional viel Karies festgestellt. Im Rahmen der Studie wurden Viertklässler als Tutoren in Kariesentstehung und Mundhygienemaßnahmen unterrichtet. Anschließend wurden sie in muttersprachlich homogene Gruppen aufgeteilt und gaben ihr neu erworbenes Wissen an gleichsprachige Erstklässler weiter. Erzielt wurde damit ein signifikant verbessertes Zahnputzverhalten sowohl bei den Tutoren als auch bei den unterrichteten Erstklässlern. Dieses lehrplankonforme und kostengünstige Konzept fördert neben der Mundhygiene auch die soziale Kompetenz der Kinder.

Dritter Platz: Säurebildung durch probiotische Laktobazillen
Der dritte Platz (Dotierung: 2.000 Euro) ging an Dr. Reinhard Schilke, Hannover. Untersucht wurde, ob probiotische Laktobazillen den pH-Wert einer kohlenhydrathaltigen Lösung weniger als kariogene Laktobazillen senken. Das Resultat zeigt, dass bestimmte Kombinationen von Laktobazillen und Kohlenhydraten den pH-Wert genauso deutlich senken können. So gesundheitsfördernd probiotische Laktobazillen in anderer Hinsicht auch sein können, ihr kariogenes Potenzial sollte bei längerem Verbleib in der Mundhöhle daher nicht unterschätzt werden.

Sonderpreis: Mundgesundheitsförderung bei Menschen mit Behinderungen
Einen Sonderpreis (Dotierung: 1.000 Euro) vergab die Jury an Dr. Imke Kaschke, Berlin, für ihre förderungswürdige Initiative zur Verbesserung der Mundgesundheitssituation von Menschen mit Behinderungen. Die engagierte Unterstützerin der „Special Olympics“, einer internationalen Sportbewegung für Menschen mit geistiger Behinderung, wies im Rahmen eines vom Berliner Senat mit 60.000 Euro finanzierten Modellprojektes nach, dass sich durch Schulung des Betreuungspersonals die oft unzureichenden Zahn- und Mundhygienemaßnahmen in Behinderten-Einrichtungen signifikant verbessern lassen. Unter Anleitung des Personals putzte sich bei Studienende fast die Hälfte aller Teilnehmer die Zähne mit einer behindertengerechten Zahnbürste (49% statt anfänglich 6%), und fast drei Viertel benutzten dabei eine Zahnpasta mit plaquereduzierenden Wirkstoffen (70% statt anfänglich 6%). Mit Bezug auf das Grundgesetz – „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden!“ (Art. 3, Abs. 3) – fordert die Autorin: Ziel und gesamtgesellschaftliche Aufgabe muss ein Konzept sein, das die konsequente Fortsetzung der zahnmedizinischen Gruppen- und Individualprophylaxe bei Erwachsenen mit Behinderungen kostenfrei und lebenslang garantiert.

Die Jury: Vier Wissenschaftler und ein Vertreter der Krankenkassen
Beurteilt wurden die Arbeiten von der Jury um den amtierenden DGZ-Präsidenten Prof. Dr. Werner Geurtsen, Heidelberg, Prof. Dr. Joachim   Klimek, Gießen, Prof. em. Dr. Klaus König, Nijmegen (Niederlande), Prof. em. Dr. Dr. Lutz Stößer, Jena sowie als Vertreter der gesetzlichen Krankenversicherung Dr. Helmut Platzer, Vorstandsvorsitzender AOK Bayern.

Jutta Reitmeier, Leiterin Wrigley Oral Healthcare Programs Deutschland, zeigte sich beim Empfang zu Ehren der Preisträger auf der DGZ-Jahrestagung in Hannover beeindruckt: „Die prämierten Arbeiten weisen höchst interessante, direkt praktikable Wege zur Prävention bei Karies gefährdeten Bevölkerungsgruppen wie Senioren, Kindern aus Migrantenfamilien und Menschen mit Behinderungen auf. Wir freuen uns sehr, dass Wrigley mit dem Prophylaxe Preis zur Förderung solcher Projekte beitragen kann.“
 
Teilnahmeunterlagen für den Wrigley Prophylaxe Preis 2010 können Sie anfordern bei kommed, Dr. Bethcke, München (Fax: 089 / 33 03 64 03), oder im Internet unter www.wrigley-dental.de abrufen. Einsendeschluss ist der 1. März 2010.




Dr. Michael Kleinebrinker (von links), Berlin (Jury); Jeremias Hey, Halle (2. Preis); Prof. Joachim Klimek, Gießen (Jury); Dr. Christian Hannig, Freiburg (1. Preis); Prof. Hans Jörg Staehle, Heidelberg (Jury); Jutta Reitmeier, Leiterin Wrigley Oral Healthcare Programs Deutschland; Dr. Nadine Schlüter, Gießen (2.Preis); Prof. Klaus König, Nijmegen( Jury); Careen Springmann i.V. Dr. Anja Treuner, Greifswald (2.Preis); Prof. Lutz Stößer, Jena (Jury). Foto: Wrigley Oral Healthcare Propgrams

15 Jahre im Dienste der Kariesforschung –  Wrigley Prophylaxe Preis
Auszeichnungen 2008 in Würzburg verliehen

(Unterhaching, 6. Juni 2008) Gesunde Zähne bis ins hohe Alter – dazu beizutragen ist das Ziel des Wrigley Prophylaxe Preises, der bereits seit 15 Jahren ausgeschrieben wird. Auch in diesem Jahr fand die Preisverleihung anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) statt und zwar am Freitag, 6. Juni 2008, in Würzburg. Wrigley unterstützt mit dem mit 10.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis die Prophylaxeforschung deutscher und internationaler Zahnmediziner. Schirmherr des Preises ist die Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung.

Die Gewinner 2008
Gewinner des Wrigley Prophylaxe Preises 2008 sind:

  • 1. Platz (Bereich: Wissenschaft): PD Dr. Christian Hannig, Universität Freiburg, Thema der ausgezeichneten Arbeit: Initiates file download„Peroxidase in der In-situ-Pellikel“ (Arbeitsgruppe PD Dr. Christian Hannig, Bettina Spitzmüller, Stefan Knausenberger, Wiebke Hoth-Hannig, Prof. Dr. Elmar Hellwig, Prof. Dr. Matthias Hannig)

Wrigley Prophylaxe Preis 1993 - 2008

Der von Wrigley Oral Healthcare Programs – dem wissenschaftlichen Forschungs- und Informationsprogramm des Süßwarenherstellers Wrigley – 1993 erstmals ausgeschriebene Preis hat bisher den Anstoß für insgesamt über 200 Studien gegeben. In vielen Bereichen der Kariesforschung konnten hierdurch neue Erkenntnisse gewonnen werden. Alle Einreichungen werden von einer unabhängigen Jury aus zahnmedizinischen Wissenschaftlern, dem Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung und einem Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen bewertet.

Aufgrund der hervorragenden Resonanz hat sich der Preis in den letzten 15 Jahren zu einem der renommiertesten Auszeichnungen im Bereich der Prophylaxeforschung entwickelt – ein Grund mehr, die Forschung auch zukünftig zu unterstützen. „Die Forschungsförderung im Rahmen von Wrigley Oral Healthcare Programs leistet einen wichtigen Beitrag dazu, den Prophylaxegedanken aktiv und nachhaltig in einer immer breiteren Öffentlichkeit zu verankern“, so Professor Hans Jörg Staehle, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung und Jurymitglied, der anlässlich der diesjährigen Preisverleihung eine positive Bilanz zog. „Es gibt nur wenige Preise, die einen so langen Atem haben, und es ist überaus erfreulich, dass wir auch in Zukunft herausragende Forschungsarbeiten mit diesem Preis belohnen können.“


Wrigley Prophylaxe Preis 2007
auf dem Deutschen Zahnärztetag verliehen

Preisträger präsentieren neue Zahnputzempfehlungen für erosionsgefährdete
Patienten und entdecken Magenbakterium Helicobacter pylori in der Mundhöhle

Die diesjährigen Preisträger des Wrigley Prophylaxe Preis 2007(Düsseldorf, 22. November 2007) Spezielle Zahnputzregeln für erosionsgefährdete Patienten sowie ein früher Nachweis des Magenbakteriums Helicobacter pylori in der Mundhöhle noch vor seinem Auftreten im Magen - das sind die prämierten Themen der diesjährigen Wrigley-Prophylaxe-Preis-Verleihung. Der seit diesem Jahr mit 10.000 Euro dotierte, weithin anerkannte Wissenschaftspreis wurde zum 14. Mal verliehen. Gestiftet wird der Preis von Wrigley Oral Healthcare Programs und steht traditionell unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ).

Ausgezeichnet wurden zu gleichen Teilen Dr. Annette Wiegand aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Thomas Attin (Zürich) für ihre Studie zur Reduktion des Zahnhartsubstanzverlustes durch Zähnebürsten vor, anstatt nach erosiver Demineralisation sowie Dr. Ralf Bürgers aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Stefan Ruhl (vormals Regensburg, jetzt Buffalo, USA), der an der Klinik für Zahnerhaltungskunde der Universität Regensburg erstmals das Bakterium Helicobacter pylori in der Mundhöhle nachweisen konnte, ohne dass gleichzeitig der Magen besiedelt war.

Zähneputzen besser vor dem Säurekontakt?

Immer mehr Menschen in Deutschland haben Erosionsschäden am Zahnschmelz, wie Zahnärzte feststellen. Die Zunahme an säurehaltigen Nahrungsmitteln und damit verbundene langdauernde Säureattacken auf die Zähne dürften hierbei eine kausale Rolle spielen. Dr. Annette Wiegand ging in ihrer Studie der Frage nach, ob das Zähnebürsten bei Menschen mit Zahnschmelzschäden besser vor, anstatt direkt nach einem Säurekontakt durchgeführt werden sollte. Zwar wird nach wie vor den meisten Patienten aus kariesprophylaktischer Sicht empfohlen, die Zähne unmittelbar nach den Mahlzeiten zu putzen, um die Plaque und das kariogene Substrat möglichst vollständig zu entfernen. Für Patienten mit Erosionen wird diese Empfehlung allerdings zunehmend in Frage gestellt. Frau Dr. Wiegand konnte in ihrer Untersuchung bestätigen, dass der Zahnhartsubstanzverlust signifikant geringer war, wenn das Zähnebürsten vor, anstatt nach dem Säurekontakt durchgeführt wurde. Damit wurde eine weitere, wissenschaftlich begründete Empfehlung für ein verändertes Putzverhalten bei Risikopatienten ausgesprochen.

Die Mundhöhle als potenzielle Startbasis für Magengeschwüre?

Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung ist mit dem Magenbakterium Helicobacter pylori infiziert, das für die Entstehung von Gastritis, peptischen Ulzera und auch für das Magenkarzinom verantwortlich ist. Die genauen Infektions- und Übertragungswege sind bislang jedoch noch weitgehend unbekannt. Dr. Ralf Bürgers gelang in seiner Studie bei magenkranken Patienten erstmals der Nachweis, dass Helicobacter pylori unabhängig von der Besiedelung des Magens in der Mundhöhle vorkommen kann. Die Mundhöhle könnte demnach als potenzielles Reservoir und Übertragungsort für Helicobacter pylori in zukünftigen Therapie- und Infektionsprophylaxe-Strategien eine wichtige Rolle spielen. Vielleicht sind diese Untersuchungsergebnisse ein erster Schritt, um künftig Personen mit einem erhöhten Risiko für Magengeschwüre durch einen Speicheltest frühzeitig zu identifizieren.

Die wissenschaftliche unabhängige Jury um den amtierenden DGZ-Präsidenten Prof. Dr. Dr. Hans-Jörg Staehle (Heidelberg) sowie Prof. Dr. Joachim Klimek (Gießen), Prof. Dr. Klaus König (Nijmegen, Niederlande), Prof. Dr. Dr. Lutz Stößer (Jena) und als Vertreter der Krankenkassen Dr. Michael Kleinebrinker vom IKK-Bundesverband (Bergisch-Gladbach) zeigte sich vor allem von der Themenvielfalt und den plausiblen Konzepten der eingereichten Arbeiten beeindruckt. Prof. Dr. Dr. Hans-Jörg Staehle unterstrich bei der abschließenden Jury-Sitzung noch einmal die Bedeutung des Wrigley Prophylaxe Preises: „Es gibt in der Zahnmedizin nur wenige Initiativen, die sich mit einem so langen Atem voll und ganz dem wichtigen Thema Prophylaxe verschrieben haben. Die Anstrengungen auf dem Gebiet der Zahnerhaltung können meiner Meinung nach gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.“

Jutta Reitmeier, Leiterin Wrigley Oral Healthcare Programs Deutschland, würdigte die prämierten Studien anlässlich des offiziellen Wrigley-Empfanges zu Ehren der diesjährigen Preisträger auf der DGZ-Jahrestagung in Düsseldorf: „Die Bandbreite der eingereichten Arbeiten macht deutlich, dass sich auch in Zukunft auf dem Gebiet der Prophylaxeforschung noch viele neue Möglichkeiten eröffnen. Wir werden im Sinne einer kontinuierlichen Förderung des Prophylaxegedankens in Wissenschaft und Praxis auch 2008 wieder gerne die Tradition des Wrigley Prophylaxe Preises fortsetzen.“

Teilnahmeunterlagen für den Wrigley Prophylaxe Preis 2008 können Sie anfordern bei: kommed, Dr. Bethcke, Ainmillerstr. 34, 80801 München
(Fax: 089 / 33 03 64 03). Auch einsehbar unter www.wrigley-dental.de . Einsendeschluss ist der 01. März 2008.


Service:

Startet den Datei-DownloadDie diesjährigen Preisträger des Wrigley Prophylaxe Preis 2007
Die diesjährigen Preisträger Dr. Ralf Bürgers und Dr. Annette Wiegand (vorn) im Kreis der Jury und Jutta Reitmeier (rechts), Leiterin Wrigley Oral Healthcare Programs Deutschland. Foto: Wrigley Oral Healthcare Programs

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Weitere Informationen:

kommed
Dr. Barbara Bethcke
Ainmillerstraße 34
80801 München
Tel. 089 / 38 85 99 48
Fax 089 / 33 03 64 03
E-Mail: bb(à)kommed-bethcke.de
www.wrigley-dental.de
www.wrigley-pressestelle.de


Wrigley Prophylaxe Preis 2006
Verleihung auf der 20. Jahrestagung der DGZ in Mainz

(Mainz, 12. Mai 2006) Der mit 8.000 Euro dotierte Wrigley Prophylaxe Preis wurde am Freitag, 12. Mai 2006, zum 13. Mal im Rahmen der 20. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) vom 11. bis 13. Mai 2006 in Mainz verliehen. Wrigley Oral Healthcare Programs fördert mit dem renommierten Wissenschaftspreis die Forschung und Umsetzung innovativer Programme in der präventiven Zahnmedizin.

Nach dem übereinstimmenden Urteil der Jury gingen dieses Jahr 13 hochwertige Bewerbungen ein. Die langjährig etablierte wissenschaftliche Jury bestehend aus dem amtierenden DGZ-Präsidenten Prof. Dr. Dr. Hans-Jörg Staehle (Heidelberg), Prof. Dr. Joachim Klimek (Gießen), Prof. Dr. Klaus König (Nijmegen, Niederlande), Prof. Dr. Dr. Lutz Stößer (Jena) und als Vertreter der Krankenkassen Dietmar Knappe (Siegburg) lobten vor allem die vielen innovativen Konzepte und die gute Darstellung der in diesem Jahr eingereichten Arbeiten.

Die Wahl der Juroren fiel auf zwei Bewerber, die sich die Auszeichnung und das Preisgeld von 8.000 Euro teilen: Dr. Nadine Schlüter aus der Arbeitsgruppe von Privat-Dozentin Dr. Carolina Ganß (Poliklinik für Zahnerhaltungskunde und Präventive Zahnheilkunde der Universität Gießen) für ihre Studie über den Einfluss von Pepsin auf das Fortschreiten von Dentinerosionen und die Wirksamkeit von Fluoridierungsmaßnahmen sowie Dr. Andreas Lamanda aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Adrian Lussi, der an der Klinik für Zahnerhaltung der Universität Bern das menschliche Protein-Puffersystem im Speichel untersuchte.

Magenenzyme können Einfluss auf Zahnerosionen haben

Patienten, die an Reflux oder Bulimie leiden, haben oft sehr ausgeprägte erosive Schäden an den Zähnen, die zum Teil weit bis in das Dentin reichen und schnell voranschreiten. Erosive Mineralverluste führen im Dentin zur Exponation der organischen Matrix, die eine wichtige Rolle bei De- und Remineralisierungsvorgängen spielt. Enzyme, die diese Matrix degradieren können, wie Pepsin, gelangen bei Patienten mit chronischem Erbrechen regelmäßig in die Mundhöhle. Dr. Nadine Schlüter konnte in ihrer Studie zeigen, dass Pepsin tatsächlich in der Lage ist, die organische Matrix im Dentin zu degradieren. Diese Degradation hatte im vorliegenden Versuch zwar keinen Einfluss auf die Progression eines säurebedingten Mineralverlustes, jedoch waren Fluoride nach der Einwirkung von Pepsin nicht mehr wirksam. Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse wäre es wünschenswert, zusätzliche präventive Strategien zu entwickeln, die die Wirkung von Pepsin im Mund hemmen.

Erster Schritt in Richtung naturidentischer Speichelersatz

Dr. Andreas Lamanda hat sich in seiner Forschungsarbeit der Entwicklung eines synthetischen Protein-Puffer-Systems und einer neuen Titrations-Analyse-Methode gewidmet. Speichel puffert den pH-Wert in der Mund-höhle und schützt die Zähne vor Säure. Patienten, die an reduziertem Speichelfluss (Xerostomie) leiden - beispielsweise infolge einer Strahlen-therapie oder aufgrund von Arzneimittelnebenwirkungen -, entwickeln innerhalb kürzester Zeit Karies. Zwei der drei Puffersysteme, die es in der Mundhöhle gibt – das Carbonat- und das Phosphat-System – sind gut erforscht - nicht jedoch das dritte – das Protein-Puffer-System. Die von Dr. Lamanda in seiner Studie ausgewählten Proteine puffern genau in dem Bereich, in dem das Phosphat- und Carbonat-System keine Wirkung mehr zeigt. Durch die Identifizierung dieses dritten hochpotenten Protein-Puffers sei ein bahnbrechender erster Schritt in Richtung eines synthetischen Speichels gemacht, betonte Lamanda. Denn durch eine wirksame Speichelsubstitutionstherapie könnte künftig bei Patienten mit Xerostomie eine Kariesentwicklung erfolgreich verhindert werden.

Anhebung der Preisdotierung für 2007 auf 10.000 Euro

Der Wrigley Prophylaxe Preis zählt nicht zuletzt aufgrund seiner langen Tradition zu den wichtigsten Prophylaxeauszeichnungen in Deutschland.
„Das Interesse an unserer Ausschreibung ist ungebrochen hoch. Jahr für Jahr wird eine große Zahl an hervorragenden Arbeiten eingereicht, die den Gedanken der Prophylaxe in Wissenschaft und Praxis voranbringen“, freute sich Jutta Reitmeier, Leiterin Wrigley Oral Healthcare Programs Deutschland, auf dem Empfang zu Ehren der diesjährigen Preisträger auf der DGZ-Jahrestagung in Mainz. „Um die Bedeutung des Preises weiter zu stärken, haben wir uns entschlossen, die Gesamtprämie ab dem kommenden Jahr auf 10.000 Euro anzuheben.“

Teilnahmebedingungen für den Wrigley Prophylaxe Preis 2007 können Sie anfordern bei:
kommed
Dr. Bethcke
Ainmillerstraße 34
80801 München
Fax: 089 33036403
und sind unter www.wrigley-dental.de einsehbar.
Einsendeschluss ist der 01. März 2007.


Service:

Startet den Datei-DownloadPreisträger und Jury der Prophylaxe Preis-Verleihung 2006
Preisträger und Jury der Prophylaxe Preis-Verleihung 2006:
von links: Preisträgerin Dr. Nadine Schlüter (Gießen), die Juroren Prof. Klaus König (Nijmegen), Prof. Hans-Jörg Staehle (Heidelberg), Prof. Joachim Klimek (Gießen), Prof. Lutz Stößer (Jena), Jutta Reitmeier, Leiterin der Wrigley Oral Healthcare Programs, und Preisträger Dr. Andreas Lamanda (Bern).
Foto: Wrigley Oral Healthcare Programs

Startet den Datei-DownloadPreisträgerin Dr. Nadine Schlüter, Prof. Joachim Klimek und PD Dr. Carolina Ganß
von links: Preisträgerin Dr. Nadine Schlüter, Prof. Joachim Klimek und PD Dr. Carolina Ganß von der Universität Gießen. Foto: DGK

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Weitere Informationen:

Dr. Nadine Schlüter, PD Dr. Carolina Ganß: Startet den Datei-DownloadEinfluss der Degradation der organischen Dentinmatrix durch Pepsin auf die Progression von Dentinreosionen und auf die Wirksamkeit von Fluoriden bei säurebedingten Zahnhartsubstanzverlusten in vitro

Dr. phil. nat. Andreas Lamanda, Dr. phil. nat. Vinzent Bieri, Prof. Dr. med. dent. Adrian Lussi: Startet den Datei-DownloadA Formulation to Mimic the Human Salivary Protein Buffer System

Prof. Dr. Dr. Hans Jörg Staehle: Startet den Datei-DownloadNeue Möglichkeiten des Lückenschlusses durch Zahnverbreiterung

Prof. Dr. Dipl-Chem. Brita Willershausen: Startet den Datei-DownloadLebensstil und Mundgesundheit: Die Rolle der modernen Ernährung für die Mundgesundheit

PD Dr. Christof E. Dörfer: Startet den Datei-DownloadMundhygienehilfsmittel als wesentlicher Pfeiler der häuslichen Plaquekontrolle

Stefan Ruhl: Startet den Datei-DownloadSpeichel - ein ganz besonderer Saft. Wissenwertes für den Zahnarzt über Speichel

 


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