Pressemeldung 2005 - Gesund beginnt im Mund
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Gesund beginnt im Mund

Häusliche und zahnärztliche Prophylaxe sind Basis für die Mundgesundheit

Autor: Mirko Konrad

(dgk, Marburg, 29. Januar 2005) Wenn es ums Wohlfühlen und um Lebensqualität geht, steht die Gesundheitsvorsorge laut einer repräsentativen Emnid-Umfrage bei den Deutschen hoch im Kurs. Für das persönliche Wohlergehen sind gesunde Zähne von zentraler Bedeutung. Und das nicht ohne Grund: Häufig stehen Mundgesundheit und Allgemeinerkrankungen in einer Wechselbeziehung.

Das Bewusstsein für die Wichtigkeit von Prophylaxe und Mundgesundheit ist bei den meisten Menschen zwar vorhanden, an der Umsetzung hapert es jedoch erheblich. Karies ist wieder auf dem Vormarsch und Parodontitis immer noch eine Volkskrankheit. Neuere Studien belegen, dass Karies gerade bei Jugendlichen wieder zunimmt. Und rund 25 Millionen Deutsche leiden an mittleren und schweren Formen der Parodontitis, einer Entzündung des Zahnbetts, die unbehandelt zum Zahnverlust führt.

Die Ursache für Karies und Parodontitis sind Bakterien. Während die meisten Bakterien in unserer Mundhöhle äußerst nützlich sind, können bestimmte Arten in kurzer Zeit einen fest anhaftenden Zahnbelag (Plaque, Biofilm) bilden und aus Zucker für die Zähne schädliche Säuren produzieren. Wirken diese Säuren lange genug auf die Zahnhartsubstanzen ein, kann Karies entstehen. Die Bakterien können auch Entzündungen am Zahnfleisch verursachen, vor allem, wenn sich der Zahnbelag in den Zahnzwischenräumen und am Zahnfleischsaum ansiedelt – beste Voraussetzungen für die Entstehung einer Parodontitis!

Deshalb ist die gründliche Entfernung des Zahnbelags besonders wichtig. Denn: Ein sauberer Zahn wird nicht krank und kann auch keine Parodontitis verursachen! Nur ist dieses Ziel für den Patienten nicht immer erreichbar. Oft entstehen durch Zahnfehlstellungen, Zahnengstände oder Zahnersatz Nischen für Bakterien, die der Patient alleine nicht sauber halten kann. Hier ist der Zahnarzt mit seinem Prophylaxeteam gefragt. Gehen Sie daher zweimal im Jahr zur zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung und lassen Sie, falls notwendig, eine professionelle Zahnreinigung durchführen. Folgendes sollten Sie für die häusliche Prophylaxe beachten:

  • Putzen Sie ihre Zähne morgens und abends mit einer fluoridhaltigen Zahnpaste. Verwenden Sie zusätzlich fluoridhaltige Mundspüllösungen, Gel oder Lack, wenn sie anfällig für Karies und Zahnfleischentzündungen sind.
  • Achten Sie auf eine zahngesunde Ernährung: Sie sollte kauaktiv, abwechslungs- und vitaminreich sowie vollwertig sein. Süßigkeiten und zuckerhaltige Getränke sollten die Ausnahmen bleiben.
  • Wenn Zähneputzen nach der Mahlzeit nicht möglich ist, benutzen Sie zwischendurch zuckerfreie Zahnpflegekaugummis (Xylitol-Kaugummis).
  • Sollten Sie sehr saure Nahrungsmittel zu sich genommen haben, bürsten Sie Ihre Zähne nicht unmittelbar, sondern am besten erst 30 bis 60 Minuten nach dem Säurekontakt, um den durch die Säure erweichten Zahnschmelz zu schonen.


Besonders wichtig ist die Reinigung der schwer zugänglichen Zahnzwischenräume. Dafür eignen sich Zahnseide oder je nach Größe der Zwischenräume Interdentalbürsten besonders. Gute Ergebnisse bei der Plaque-Entfernung auch in den Zahnzwischenräumen erzielen elektrische Zahnbürsten. Sie erleichtern die Mundhygiene auch für Menschen mit Zahnersatz oder Zahnkorrektur-Apparaturen, z. B. Zahnspangen. Ihr Zahnarzt wird Sie im Umgang mit diesen Zahnpflegehilfsmitteln aufklären und Ihnen auch das für Ihren Zahnbefund geeignete Hilfsmittel empfehlen.

Mundhygiene ist bereits im Kindesalter wichtig
Mundhygiene ist bereits im Kindesalter wichtig. Wird der Zahnbelag gründlich entfernt, haben Karies und Parodontitis keine Chance.
Foto: Imagesource

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