Pressemeldung 2006 - Gesunder Mund, gesunder Körper
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Gesunder Mund, gesunder Körper

Die Gesundheitskolumne
des Deutschen Grünen Kreuzes e. V.
Thema vom 28.01.2006:

Gesunder Mund, gesunder Körper

Autor: Mirko Konrad

(dgk) Die Hälfte aller Bundesbürger leidet an einer Zahnbettentzündung (Parodontitis), 15 Prozent davon haben Zahnfleischtaschen tiefer als sechs Millimeter. Unbehandelt kann die Erkrankung nicht nur den Kieferknochen zerstören und zum Zahnverlust führen. Zahnfleischtaschen sind offene Wunden, in die Krankheitskeime (Bakterien) eindringen. Diese können auch in anderen Teilen des Körpers Entzündungen und Erkrankungen hervorrufen wie chronische Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen oder Diabetes. In der Schwangerschaft kann es zu niedergewichtigen Frühgeburten kommen.

Ein gesunder Mundraum ist daher von zentraler Bedeutung für den gesamten Organismus. Neben einer engeren Zusammenarbeit zahnmedizinischer und allgemeinmedizinischer Fachbereiche liegt der Schwerpunkt in der modernen Zahnmedizin daher auf Vorbeugung, Früherkennung und rechtzeitiger, schonender Behandlung von Zahn- und Munderkrankungen.

Dies funktioniert aber nur, wenn die Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt zweimal im Jahr wahrgenommen werden und regelmäßig – je nach individuellem Risiko – professionelle Zahnreinigungen erfolgen. Dabei entfernt der Zahnarzt oder die Prophylaxeassistentin alle bakteriellen Zahnbeläge (Plaque, Biofilm), die Hauptursache für Zahn- und Zahnfleischerkrankungen. Genau so wichtig ist die tägliche, gründliche Entfernung der Plaque zu Hause. Hier kommen neben Zahnbürste und fluoridhaltiger Zahnpaste Zahnseide und Interdentalbürsten zur Reinigung der Zahnzwischenräume zum Einsatz. Auch elektrische Zahnbürsten zeigen sehr gute Reinigungs-Ergebnisse. Über Auswahl und Handhabung der Prophylaxehilfsmittel informiert das zahnärztliche Behandlungsteam.

Früherkennung und eine schonende Behandlung von Zahn- und Zahnfleischerkrankungen werden auch durch neue Behandlungs- und Diagnoseverfahren unterstützt. Dazu zählen etwa neben der Einführung des Parodontalen Screening Index (PSI) zur Früherkennung einer Parodontitis, moderne Behandlungsverfahren mit Schall- und Ultraschallinstrumenten oder Pulverstrahl.

Moderne Laser erkennen beispielsweise Karies, vor allem wenn diese für das Auge nicht sichtbar unter der Zahnsubstanz liegt. Wird eine Karies im Anfangsstadium festgestellt, kann sie heute ohne Bohrer schmerzfrei mit Ozon behandelt werden. Auch antibakteriell wirkende Materialien ergänzen das Behandlungsspektrum in der Praxis. Der Gang zum Zahnarzt muss heute nicht mit Schmerzen verbunden sein.

Eine sorgfältige Zahn- und Mundpflege und die regelmäßige Kontrolle durch den Zahnarzt halten nicht nur Zähne- und Zahnfleisch gesund, sondern tragen auch zur Gesundheit des ganzen Körpers bei!

 


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