Pressemeldung 2006 - Zahnärztliche Behandlung von Obdachlosen
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Zahnärztliche Behandlung von Obdachlosen

Zahnärztin Kirsten Falk erhält Preis der Apollonia-Stiftung

Münster/Berlin Die „Apollonia zu Münster – Stiftung der Zahnärzte in Westfalen-Lippe“ hat am 22.09.2006 ihren diesjährigen Preis der Berliner Zahnärztin Kirsten Falk verliehen. Im Rahmen eines feierlichen Festaktes am Sitz der Bundeszahnärztekammer in Berlin erhielt die 39-Jährige den mit 10.000 Euro dotierten Preis für ihr großes Engagement im Rahmen der zahnmedizinischen Behandlung und Betreuung von Obdachlosen in der Einrichtung der MUT gGesellschaft für Gesundheit. Der Preis wurde in diesem Jahr ausnahmsweise in Berlin überreicht, um die Arbeit der Preisträgerin vor Ort zu würdigen.

An dem Festakt nahmen bekannte Vertreter aus Politik und Öffentlichkeit teil, so die Berliner Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz, Dr. Heidi Knake-Werner, die Erste Bürgermeisterin der Stadt Münster (dem Sitz der Stiftung), Karin Reismann, der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Dr. Jürgen Weitkamp, sowie der Präsident der Zahnärztekammer Berlin, Dr. Wolfgang Schmiedel.

Dr. Weitkamp wies auf die soziale und ethische Verantwortung des zahnärztlichen Berufsstandes hin und erläuterte, dass die diesjährige Preisträgerin mit ihrem Engagement eine würdige Vertreterin des Gründungsgedankens der Apollonia-Stiftung sei. Er betrachte die Auszeichnung als eine Aufforderung an alle Zahnärzte, für ihre Patienten auch weiterhin eine hohe gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

Für die Zahnärztekammer Berlin übermittelte der Präsident Dr. Schmiedel anstelle eines Grußwortes ein Dankeschön an die Preisträgerin Kirsten Falk. Ihr Einsatz und ihre Fähigkeit, Menschen am Rande der Gesellschaft zu helfen, stellten eine Vorbildfunktion für den zahnärztlichen Berufsstand dar.

Die Erste Bürgermeisterin der Stadt Münster, Reismann, hob die Bedeutung der rund 2500 Stiftungen in Nordrhein-Westfalen hervor. Sie leisteten einen Beitrag zu einer lebendigen und lebenswerten Gesellschaft. Die Apollonia-Stiftung verfolge ihre Ziele bundesweit und zeichne mit dem diesjährigen Preis großes menschliches und fachliches Engagement aus.

In ihrer Laudatio auf die Preisträgerin wies die Berliner Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz, Dr. Knake-Werner, darauf hin, dass durch die Arbeit von Kirsten Falk in vielen Fällen schwerwiegende Folgeerkrankungen vermieden werden konnten.

In der anschließenden feierlichen Preisverleihung erinnerte der Präsident der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe und Stiftungsvorsitzende Dr. Walter Dieckhoff daran, dass Mut bereits die Heilige Apollonia ausgezeichnet habe. Auch die Preisträgerin beweise viel Mut und Verantwortung.

Kirsten Falk ermahnte in ihrer Rede die Gesellschaft, auch den Schwachen und Erfolglosen einen Platz einzuräumen. Sie nehme den Apollonia-Preis gemeinsam mit ihrem gesamten Team der MUT gerne an, biete er doch die Chance, auf die Obdachlosen aufmerksam zu machen. Ihr ehrenamtliches Engagement nehme einen wichtigen Platz in ihrem Leben ein. Die Dankbarkeit vieler Patienten sei für sie eine große Bestätigung.

 


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