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Hohe Ästhetik für Front- und Seitenzähne


Hohe Ästhetik für Front- und Seitenzähne
Qualität moderner Füllungsmaterialien hat sich deutlich verbessert

(rz, Marburg, 19.11.2007) Schäden an den sichtbaren Front- und Seitenzähnen sind für viele Menschen ein Albtraum. Das strahlende, makellose Lachen ist dahin, aufwändige und teure Behandlungsverfahren stehen an. Und zu allem Übel geht auch noch gesunde Zahnsubstanz verloren, weil der Zahn für die Füllung präpariert werden muss. Dank erheblicher Fortschritte in der modernen Zahnmedizin gehören solche Szenarien heutzutage weitgehend der Vergangenheit an.

Die beste Möglichkeit, Zahnschäden zu verhindern, ist eine regelmäßige und sorgfältige Zahnpfle-ge und Mundhygiene sowie die Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt zweimal jährlich. Treten dennoch Zahnschäden auf, etwa infolge einer Karies oder auch durch Unfälle, stehen schonende Behandlungsverfahren im Vordergrund. Zudem legen immer mehr Menschen bei Zahnbehandlungen Wert auf ästhetisch ansprechende, zahnfarbene Versorgungen. Moderne Füllungsmaterialien tragen diesen Ansprüchen zunehmend Rechnung. „Welches Füllungsmaterial in Frage kommt, hängt unter anderem von der Gebiss-Situation, der Lage und Größe der Zahnschäden oder möglichen Allergien gegen Inhaltsstoffe der Materialien ab. Über den Einsatz geeigneter Füllungsmaterialien muss der Zahnarzt individuell entscheiden“, erklärt Professor Thomas Attin, Direktor der Klinik für Präventivzahnmedizin, Parodontologie und Kariologie der Universität Zürich.

Für die direkte Versorgung stehen für den Front- und Seitenzahnbereich hochwertige Kompositkunststoffe zur Verfügung, mit denen die überwiegende Anzahl der Defekte versorgt werden kann. Bei ausgedehnten Defekten der kaubelasteten Backenzähne kommen auch Inlays oder Teilkronen etwa aus Keramik oder goldhaltigen Legierungen zum Einsatz. Bei schwerzugänglichen Bereichen ist gegebenenfalls die Verwendung vom Amalgam angezeigt. Im Vergleich zu Inlays und Teilkronen sind die plastischen Kompositmaterialien zum Teil zeit- und kostengünstiger anzuwenden, da keine Laborarbeiten zum Anfertigen des Werkstücks anfallen. Die Anwendung von Kompositkunststoffen setzt eine sorgfältige Verarbeitung durch den Zahnarzt voraus, um die Schrumpfung auszugleichen, die bei der Aushärtung des Materials entsteht. Die Schrumpfung kann zum Auftreten von Randspalten führen und den Klebeverbund des Materials zum Zahn lösen. Bei unzureichender Mundhygiene können durch diese Spalten Bakterien eindringen und erneut Karies auslösen (Sekundärkaries). Durch Weiterentwicklungen ist es gelungen, die Schrumpfung beständig zu verringern und die Festigkeit noch weiter zur erhöhen. Moderne Komposite haben außerdem eine hohe ästhetische Qualität. Die neueste Generation enthält beispielsweise spezielle Füllkörper, die das Licht ähnlich streuen wie die natürlichen Zähne. Dadurch ist die Herstellung naturidentischer Füllungen möglich, die von der natürlichen Zahnsubstanz fast nicht mehr zu unterscheiden sind.

Die Haftung der Komposite am Zahn erfolgt durch spezielle Kleber, so genannte Adhäsive. Darauf wird schichtweise der Kompositkunststoff aufgetragen und mit speziellem Licht gehärtet. „Moderne Adhäsive erlauben bei sachgerechter Anwendung einen dichten und stabilen Verbund zum Zahn. Somit sind sowohl im Front- als auch Seitenzahnbereich Füllungen möglich, die eine hohe Sicherheit bieten“, so Attin. Eine zurzeit verfolgte Idee ist es, so genannte bioaktive Adhäsive zu verwenden, die zusätzlich antibakteriell sind und einen Großteil der unter Umständen noch verbliebenen Kariesbakterien abtöten können. Langzeitstudien müssen zeigen, ob dadurch die Lebensdauer von Füllungen erhöht werden kann.

Individuelle Informationen zu den Möglichkeiten der modernen Füllungstherapie geben der Zahnarzt und sein Team.


Service:

Qualität moderner Füllungsmaterialien hat sich deutlich verbessert

Neue Kompositkunststoffe erlauben die Herstellung naturidentischer Zahnfüllungen insbesondere im Front- und Seitenzahnbereich.
Foto: Kuraray

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