- 1: Verbraucher.
- 2: Presse.
- 2.1: Publikumspresse.
- 2.1.1: Aktuelle Pressetexte.
- 2.1.1.1: Sondermeldungen .
- 2.1.1.2: Pressetexte.
- 2.1.1.3: rz-tipp.
- 2.1.2: Serie: Mund- und Allgemeingesundheit.
- 2.1.3: Serie: Zahngesunde Ernährung .
- 2.1.4: IDS 2007.
- 2.1.1: Aktuelle Pressetexte.
- 2.2: Fachpresse.
- 2.3: Pressearchiv.
- 2.1: Publikumspresse.
- 3: Informationszentrum Mundgesundheit & Prophylaxe (IM&P).
- 4: Fachkreise.
- 5: Buchtipp.
- 6: Wir über uns.
- 7: Aktuell.
- 8: Impressum.
Service-Content
Textanfang / Content
der Sektion Zahngesundheit im Deutschen Grünen Kreuz e. V.
Als wäre es ein Stück vom Zahn
Adhäsive Zahnrestauration
(rz, Marburg, 26.01.2009) Schöne Zähne symbolisieren Gesundheit, Vitalität und Lebensfreude, lassen Sie selbstsicher auftreten und sich wohl fühlen in Ihrer Haut. Verlorene oder beschädigte Zähne können heutzutage so ersetzt werden, dass sie sich optisch perfekt in das Bild der natürlichen Zähne einfügen.
Bei Zahnersatz spielt Keramik eine große Rolle: Vollkeramische Kronen oder Brücken bestehen sowohl aus einem keramischen Unterbau (Gerüst) als auch einer keramischen Verblendung. Daher kommt der Name Vollkeramik. Da dieses Material eine ähnliche Lichtdurchlässigkeit zeigt wie ein biologischer Zahn, wirkt jede Restauration aus Vollkeramik sehr natürlich. Ob Zahnersatz mit Kronen und Brücken oder auch bei Farbkorrekturen durch Verblendschalen (Veneers): Ein Zahnersatz aus Keramik ist biologisch besonders gut verträglich. So verändert Vollkeramik weder das Mundmilieu noch wird es selbst dadurch beeinflusst. Ihre chemische Widerstandsfähigkeit übertrifft selbst hochwertige Metalle. Keramik ist absolut farbbeständig und sehr abrasionsfest, das bedeutet sie „nutzt“ sich beim Kauen wenig ab. Hinzu kommt noch, dass die geringe Wärmeleitfähigkeit den Zahnnerv schont, der auf Temperaturwechsel (heiße Getränke oder Eis) schmerzhaft reagiert.
Inlays und Teilkronen sind allerdings nicht immer unbedingt nötig. Bei kleinen Zahndefekten an den Front- und Seitenzähnen wie z.B. nach einem Zahntrauma (Zahnunfall mit abgebrochenem Zahnstück) oder auch bei kleinen und mittleren Kariesschäden bestehen heutzutage auch andere Möglichkeiten die Zahndefekte, zahnschonend, direkt, schnell und ohne zeitaufwändige Laborarbeiten zu beheben.
„Bei solchen Schäden ist die direkte Restauration mit Kompositen die beste Versorgung, bei der Zahnsubstanz geschont und stabilisiert wird“, erklärt Professor Thomas Attin, Direktor der Klinik für Präventivzahnmedizin, Parodontologie und Kariologie der Universität Zürich. Bei vielen Zahnärzten sind Kompositmaterialien das bevorzugte Füllungsmaterial. Neu entwickelte Restaurationstechniken ermöglichen Ergebnisse, die meist von den natürlichen Zähnen nicht mehr zu unterscheiden sind und außerdem die gesunde Zahnsubstanz schonen. Kompositkunststoffe erfüllen zahnmedizinisch und ästhetisch die Anforderungen an eine perfekte Versorgung in vielen Situationen und können im Sinne einer minimalinvasiven bzw. zahnhartsubstanzschonenden Füllungstherapie angewendet werden. Kompositfüllungen werden im Gegensatz zu Amalgamfüllungen nicht gestopft, sondern geklebt und sollten schichtweise aufgetragen werden.
Nach jeder Schicht wird das Komposit, das in einem teigartigen Zustand in die Kavität (Loch/Defekt) eingebracht wird, mit einer Polymerisationslampe (spezielle Lichtquelle) ausgehärtet. Ein Kleber, ein so genanntes Adhäsiv, sorgt für die Haftung am Zahn. Der Vorteil: Es geht kaum gesunde Zahnsubstanz verloren und der Zahnarzt kann die Farbe durch die schichtweise Verwendung unterschiedlicher Farbtöne perfekt an die der natürlichen Zähne anpassen.
Moderne Komposite zeichnen sich durch eine extrem geringe Schrumpfung und eine hohe Festigkeit aus und erreichen eine Oberflächenhärte ähnlich der des natürlichen Zahnschmelzes. „Die Anwendung von Kompositen setzt jedoch eine sorgfältige Verarbeitung durch den Zahnarzt vor-
aus, um die Schrumpfung auszugleichen, die beim Härten des Materials entsteht“, betont Professor Attin. Adhäsive erlauben zudem bei sachgerechter Anwendung einen dichten und stabilen Verbund zum Zahn
„Letztendlich muss jedoch der Zahnarzt entscheiden, welches Füllungsmaterial im Einzelfall am besten geeignet ist“, so Attin. Wichtige Kriterien sind beispielsweise das individuelle Gebiss, Lage und Ausmaß der Zahnschäden oder mögliche Allergien gegen Inhaltsstoffe. Auch die Erwartungen des Patienten und Kosten spielen eine wichtige Rolle bei der Materialauswahl.
Eine individuelle Prophylaxe-Beratung und Informationen zu modernen Füllungsmaterialien geben der Zahnarzt und sein Team.
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Gesunde Zähne sind schön
Elektrische Zahnbürsten sorgen für ein strahlendes Lächeln
(rz Marburg, 28. November 2008) Strahlend weiße Zähne sind ein Zeichen von Gesundheit und Schönheit. Und wer möchte nicht gesund und schön sein? Wer jedoch die Zahnfarbe der Hollywood-Stars zum Maßstab für das eigene Gebiss macht, sollte wissen: da wurde kräftig nachgeholfen. Dahinter stecken meist Bleachingverfahren oder „Veneers“, aufgeklebte Verblendungen, die kosmetisch sowohl Zahnfarbe als auch Zahnform und -stellung korrigieren. Veneers sind nicht nur teuer, sondern verletzen bei gesunden Zähnen auch unnötig den intakten Zahnschmelz.
Auch natürlich gesunde Zähne sind schön und ein Grund für ein strahlendes Lächeln. Ein gesunder Mund verleiht nicht nur Selbstbewusstsein und damit einhergehend ein sicheres Auftreten. Mundgesundheit ist in erheblichem Maß für die Allgemeingesundheit von Bedeutung. Eine Parodontitis zum Beispiel steht in enger Wechselbeziehung zu systemischen Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall, Diabetes oder Atemwegserkrankungen. Deshalb sind sorgfältige Zahnpflege und Mundhygiene so wichtig.
Die regelmäßige Reinigung der Zähne ist die wichtigste Vorsorge zur Vermeidung von Erkrankungen und zum Erhalt der Schönheit der Zähne. Dazu gehört neben der regelmäßigen professionellen Zahnreinigung (PZR) beim Zahnarzt, die abhängig vom individuellen Erkrankungsrisiko durchgeführt wird, die gründliche tägliche Mundhygiene mit Zahnbürste, Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen und Zungenreiniger zuhause. Dabei taucht immer wieder die „Gretchenfrage“ nach der richtigen Zahnbürste auf. Elektrische oder Handzahnbürste?
Prinzipiell ist es durchaus möglich, mit Handzahnbürsten ein gutes Ergebnis zu erzielen, allerdings nur, wenn die richtige Putztechnik sicher beherrscht wird. Dies setzt aber eine gute Geschicklichkeit voraus, die nicht immer gegeben ist oder die sich auch im Laufe eines Lebens verändern kann. Anders mit einer elektrischen Zahnbürste: Effektive Mundhygiene wird dadurch oft einfacher und die notwendige Systematik im Vorgehen lässt sich in allen Altersklassen leichter erlernen.
Für die verschiedenen Arten von elektrischen Bürsten ist die Überlegenheit gegenüber normalen Handzahnbürsten sogar in Studien belegt. Das gilt sowohl für solche mit rotierendem Putzsystem als auch für sogenannte Schallzahnbürsten. Das Kennzeichen des rotierenden Systems: Hochfrequente Rotationsbewegungen in Kombination mit einem kleinen, runden Bürstenkopf, der den einzelnen Zahn umschließt, sorgen für gründliche Plaqueentfernung und schonen dabei Zahnschmelz und Zahnfleisch. Bei Schallzahnbürsten wird der von einem elektrischen Schallwandler angetriebene Bürstenkopf in Schwingungen versetzt, die die mechanische Reinigungsleistung der Borsten unterstützen.
Neben der Effizienz ist ein zweiter Vorteil von bestimmten elektrischen Zahnbürsten die automatische Andruckkontrolle, denn viele Menschen üben beim Putzen zu starken Druck auf Zähne und Zahnfleisch aus.
Gesunde und schöne Zähne, die ein strahlendes Lächeln verleihen – mit der richtigen Zahnpflege zuhause und zwei Zahnarztbesuchen im Jahr steht dem nichts im Weg.
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Speichel – Lebenselixier für die Zähne
(rz, Marburg, 11.08.2008) Speichel ist für die meisten Menschen eher etwas Unappetitliches.
Wie wichtig Speichel jedoch ist, wird oft erst klar, wenn der natürliche Speichelfluss versiegt.
Viele Erwachsene leiden unter Mundtrockenheit und bei etwa 30 % der über 65-Jährigen liegt
eine dauerhafte Verminderung des Speichelflusses vor. Was harmlos klingt, ist durchaus mehr als nur subjektiv unangenehm: Zu geringe Speichelmengen begünstigen die Bildung von Zahnbelag sowie die Entstehung von Karies und Zahnfleischentzündungen, aber auch von Mundgeruch.
Speichel hat eine bedeutende Schutzfunktion für Zähne und Mund: Zum einen neutralisiert er
Säuren, die nach dem Essen oder Trinken in der Mundhöhle entstehen und Karies verursachen können, zum anderen hilft er durch seinen Kalzium- und Phosphatgehalt den Zahnschmelz wieder zu festigen (Remineralisation). „Nach dem Essen oder Trinken produzieren Kariesbakterien zahn-schädigende Säuren, wodurch der pH-Wert im Mund sinkt. Wenn die Säuren nur kurze Zeit auf den Zahnschmelz einwirken und rasch wieder ein neutraler pH-Wert im Mund erzeugt wird, nimmt der Zahn aus dem Speichel die entzogenen Mineralstoffe Kalzium und Phosphat wieder auf. Das heißt, je mehr Speichel, desto besser funktioniert auch dieser Reparaturmechanismus“, erklärt Professor Joachim Klimek, Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde und Präventive Zahnheilkunde der Universität Gießen. Außerdem durchfeuchtet Speichel die Nahrung, dient als Gleitmittel beim Schlucken, reinigt die Mundhöhle und kann Bakterien, Viren und Pilze abwehren.
Wenn der natürliche Speichelfluss gestört ist, drohen neben einer erhöhten Kariesanfälligkeit Schluckbeschwerden, Geschmacksstörungen, Mundgeruch, Entzündungen oder Infektionen im Mundraum. Als Ursachen für Mundtrockenheit kommen zum Beispiel rheumatische Erkrankungen, Rauchen sowie Stress in Frage. Aber auch Medikamente gegen Bluthochdruck, Schmerzmittel, Antibiotika oder Psychopharmaka können als Nebenwirkung die Speichelproduktion beeinträchtigen. Ältere Menschen leiden ebenfalls häufig unter den Folgen einer Mundtrockenheit. Bei ihnen ist oft mangelnde Flüssigkeitszufuhr die Ursache, denn im Alter nimmt das natürliche Durstgefühl ab.
Speichel hat auch ein diagnostisches Potenzial. Speicheltests können beispielsweise zur
Bestimmung des Kariesrisikos beitragen. Auch in der Allgemeinmedizin wird Speichel bereits zur Diagnose von Stoffwechselerkrankungen oder zur Messung von Hormon- und Medikamentenspiegeln genutzt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Bedeutung des Speichels in der Diagnostik von Allgemeinerkrankungen künftig zunehmen wird. Forschungsprojekte dazu laufen derzeit.
Vor allem aber für die Mundgesundheit ist ein ausreichender Speichelfluss essenziell. Wichtig ist in erster Linie, genügend zu trinken. Auch kräftiges Kauen fördert den Speichelfluss. Neben einer kauaktiven Nahrung ist für Menschen in jedem Alter das Kauen zuckerfreier Zahnpflegekaugummis oder das Lutschen zuckerfreier Bonbons sinnvoll. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass dies die Speichelproduktion anregt und für einen neutralen pH-Wert im Mund sorgt.
Stimulierter Speichel ist besonders mineralstoffreich und neutralisiert Säuren besonders gut. Durch regelmäßiges Kauen zuckerfreier Zahnpflegekaugummis zusätzlich zum Zähneputzen morgens und abends kann das Kariesrisiko deutlich gesenkt werden.
„Zuckerfreier Zahnpflegekaugummi ersetzt natürlich nicht das tägliche Zähneputzen mit einer fluoridhaltigen Zahnpaste. Aufgrund seiner speichelstimulierenden Wirkung ist er jedoch bestens zur ergänzenden Zahnpflege insbesondere nach dem Essen oder Trinken tagsüber geeignet“, so Klimek.
Aufgrund der Bedeutung des Speichels für die Mund- und Allgemeingesundheit und seiner diagnostischen Möglichkeiten wurde „Speichel“ zum Schwerpunktthema des Tags der Zahngesundheit 2008 am 25. September gewählt.
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Elektrische Zahnpflege: effektiv und schonend
(rz. Marburg, 04.08.2008) Eine sorgfältige Zahnpflege und Mundhygiene sind entscheidende Voraussetzungen zur Vorbeugung von Karies und Parodontitis, einer folgenschweren Entzündung des Zahnhalteapparates. Und mehr noch: Ein gesunder Mund ist auch für die Allgemeingesundheit von Bedeutung. Eine Parodontitis steht in enger Wechselbeziehung zu systemischen Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall, Diabetes, Atemwegserkrankungen und dem Metabolischen Syndrom. Zudem werden Einflüsse der Entzündung auf die Schwangerschaft diskutiert.
Karies und Parodontitis werden hauptsächlich durch bakteriellen Zahnbelag (Plaque) verursacht. Eine effektive Zahnpflege zu Hause in Verbindung mit den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen durch den Zahnarzt kann beiden Erkrankungen wirkungsvoll vorbeugen. Zur Prophylaxe vor allem der Parodontitis gehört zudem die Vermeidung von Risikofaktoren wie das Rauchen sowie regelmäßige professionelle Zahnreinigungen (PZR) abhängig vom Erkrankungsrisiko. „Bei der professionellen Zahnreinigung entfernen der Zahnarzt oder seine Prophylaxe-Fachkraft alle bakteriellen Beläge von den Zahnflächen und den Problemstellen im Bereich der Zahnzwischen-räume und am Zahnfleischrand. Anschließend erfolgt eine Politur und zum Schutz vor Karies eine Fluoridierung der Zahnoberflächen “, erklärt Dr. Lutz Laurisch, Prophylaxepraxis Korschenbroich. Außerdem erhält der Patient wichtige Hinweise zur Optimierung der häuslichen Mundhygiene.
Bei der häuslichen Zahnpflege sollten die Zähne zweimal täglich jeweils mindestens zwei Minuten lang gründlich gereinigt werden. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten: „Ein zu starker Putzdruck oder heftig ausgeführte Putzbewegungen können Zähne und Zahnfleisch schädigen“, so Laurisch. Besonders effektiv, schonend und einfach in der Handhabung sind elektrische Zahnbürsten. Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) bescheinigt in einer wissenschaftlichen Stellungnahme elektrischen Zahnbürsten mit rotierendem Bürstenkopf eine Überlegenheit bei der Plaqueentfernung wie auch hinsichtlich einer zahnfleischschonenden Reinigung gegenüber Handzahnbürsten. Diese elektrische Zahnbürsten erzielen sehr gute Reinigungsergebnisse und erleichtern die Zahnpflege, weil sie die richtigen Putzbewegungen am Zahn automatisch ausführen. Einige Modelle verfügen zusätzlich über Funktionen, die helfen, die empfohlene Putzzeit einzuhalten und Schäden an Zähnen und Zahnfleisch durch zu starken Putzdruck zu vermeiden.
Trotz der Vorteile elektrischer Zahnbürsten kann prinzipiell auch mit Handzahnbürsten eine gute Reinigung erzielt werden. Wichtig ist vor allem die Reinigung nach einem festen Schema, beispielsweise zuerst die Kauflächen, dann die Außen- und zum Schluss die Innenflächen. Zudem sollte eine fluoridhaltige Zahncreme verwendet werden. Ihr Zahnarzt kann Ihnen eine für Ihre Zähne optimale Reinigungstechnik empfehlen.
Individuelle Informationen zur Vorbeugung von Karies und Parodontitis sowie zu einer effektiven Mundhygiene geben der Zahnarzt und sein Team.
Weitere Informationen auf
www.rundum-zahngesund.de
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Moderne Füllungstechniken: Wie Zahnschäden unsichtbar werden
(rz, Marburg, 28. Juli 2008) Schäden an den Front- und sichtbaren Seitenzähnen können das ästhetische Erscheinungsbild eines Menschen erheblich beeinträchtigen. Seit Jahren werden daher zahnfarbene Füllungsmaterialien in der Zahnarztpraxis eingesetzt, um solche Schäden zu behandeln. Neu entwickelte Restaurationstechniken ermöglichen heutzutage Ergebnisse,
die meist von den natürlichen Zähnen nicht mehr zu unterscheiden sind und außerdem gesunde Zahnsubstanz schonen.
Bei kleinen und mittleren Schäden an den Front- wie auch an den Seitenzähnen sind für viele Zahnärzte so genannte Kompositmaterialien das bevorzugte Füllungsmaterial. Sie erfüllen in vielen Situationen zahnmedizinisch und ästhetisch die Anforderungen an eine perfekte Versorgung am besten und können im Sinne einer minimalinvasiven bzw. zahnhartsubstanzschonenden Füllungstherapie angewendet werden.
Gegenüber keramischen Inlays, Veneers oder Teilkronen haben sie den Vorteil, dass sie häufig zeit- und kostengünstiger angewendet werden können, weil keine Laborarbeiten zur Anfertigung der Werkstoffe anfallen. „Komposite können vom Zahnarzt direkt verarbeitet werden und haften mithilfe spezieller Kleber, so genannter Adhäsive an der Zahnsubstanz. Man spricht dabei von dentinadhäsiven Rekonstruktionen“, erklärt Professor Karl-Heinz Friedl, Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie der Universität Regensburg. Komposite können schichtweise mit unterschiedlichen Farbintensitäten aufgetragen werden. Mit einem speziellen Licht werden sie ausgehärtet. So kann der Zahnarzt die Farbe der Füllung perfekt an die der natürlichen Zähne anpassen. Außerdem geht kaum gesunde Zahnsubstanz verloren.
Komposite müssen vom Zahnarzt allerdings sorgfältig verarbeitet werden, um eine Schrumpfung auszugleichen, die beim Härten des Materials entsteht. Sie kann zu Randspalten und Brüchen der Füllung führen und auch den Klebeverbund zum Zahn lösen. „Bei modernen Kompositen ist diese Schrumpfung allerdings extrem niedrig. Außerdem zeichnen sie sich durch eine hohe Festigkeit aus“, so Friedl. Zudem enthalten moderne Komposite spezielle Füllkörper, die das Licht ähnlich streuen wie die natürliche Zahnsubstanz. Bei günstigen Voraussetzungen ist so die Herstellung einer kaum sichtbaren Füllung möglich. Komposite eignen sich manchmal auch, um leichte Zahnfehlstellungen und ungünstige Zahnformen zu korrigieren sowie zur Reparatur von Schäden an Kronen und Brücken.
Welches Füllungsmaterial im Einzelfall am besten geeignet ist, muss jedoch der Zahnarzt individuell entscheiden. „Dies hängt unter anderem von der individuellen Gebiss-Situation und vom Ausmaß und der Lage der Zahnschäden ab. Bei ausgedehnten oder schwer zugänglichen Schäden können unter Umständen Inlays und Teilkronen die bessere Lösung sein“, erklärt Friedl. Auch Allgemeinerkrankungen, mögliche Allergien gegen Inhaltsstoffe oder eine Schwangerschaft können die Wahl des Füllungsmaterials beeinflussen.
Individuelle Informationen zu geeigneten Füllungsmaterialien sowie eine individuelle Prophylaxe-Beratung geben der Zahnarzt und sein Team.
Weitere Informationen auf
www.rundum-zahngesund.de
Moderne Kunststoffkomposite ermöglichen bei Zahnschäden naturidentische Ergebnisse. Foto: Kuraray Dental
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Kariesprophylaxe bei Kindern – Basis für lebenslange Zahn- und Mundgesundheit
(rz, Marburg, 14. Juli 2008) Die Voraussetzungen für eine lebenslange Zahn- und Mundgesundheit werden schon in den ersten Lebensmonaten geschaffen. Mit dem Durchbruch der ersten Milchzähne, die sich etwa ab dem sechsten Lebensmonat sehen lassen, beginnt auch die Zahnpflege. Milchzähne sind nicht nur zum Zerkleinern der Nahrung wichtig. Sie sind für die Sprachbildung von großer Bedeutung und haben eine wichtige Platzhalterfunktion für die bleibenden Zähne. Deshalb sollten sie vom ersten Zahn an sorgsam gepflegt werden. Im ersten Lebensjahr können die Milchzähne bereits einmal täglich mit einer erbsengroße Menge fluoridhaltiger Kinderzahncrème gereinigt werden, ab dem zweiten Geburtstag zweimal täglich. Auch ein erster Zahnarztbesuch vor dem ersten Geburtstag, der vor allem zur Beratung der Eltern dient, ist sinnvoll.
Durch das Vorbild und die Anleitung der Eltern lernen Kinder frühzeitig die tägliche Mundhygiene. Kreisende Bewegungen sind zur Reinigung der Zahnflächen bei Vorschulkindern besonders gut geeignet. Für Kinder ab drei Jahren eignen sich auch spezielle Kinderzahnbürsten mit oszillierend-rotierender Putztechnik, die schonend und effektiv reinigen. „Bis zum Grundschulalter sollten die Eltern das Zähneputzen ihrer Kinder auf jeden Fall überwachen und gründlich nachputzen, vor allem die Backenzähne und die Zahnzwischenräume. Die motorischen Fähigkeiten der Kinder sind erst ab dem Grundschulalter soweit ausgebildet, dass eine effektive Zahnpflege möglich ist“, erklärt Professor Norbert Krämer, Leiter der Abteilung Kinderzahnheilkunde am Klinikum der Universität Dresden und President elect der European Academy of Paediatric Dentistry.
Trotz eines allgemeinen Kariesrückgangs stellt die frühkindliche Karies bei Kleinkindern ein besonderes Problem dar. „Studien gehen davon aus, dass etwa 15 bis 25 Prozent aller Dreijährigen unter frühkindlicher Karies leiden“, so Krämer. Hauptursache ist der häufige Konsum zuckerhaltiger Getränke aus Nuckelflaschen oder Trinklerntassen nach dem ersten Geburtstag. „Kleinkinder, die sehr oft über den Tag verteilt zuckerhaltige Getränke aus der Nuckelflasche trinken, umspülen damit permanent ihre Zähne, die so einer ständigen Säureattacke ausgesetzt sind“, erklärt der Experte für Kinderzahnheilkunde. Nuckelflaschen sollten daher nur zum kurzzeitigen Trinken gegeben werden, am besten mit kohlensäurefreien Mineralwässern oder Kräutertees. Ab dem ersten Geburtstag sollten dem Kind Getränke im Becher oder in der Tasse ohne Trinkhilfen angeboten werden.
Bei Kindern mit den ersten bleibenden Zähnen und bei Jugendlichen ist es sinnvoll, die Kauflächen der Backenzähne zu versiegeln. Gerade in den feinen Vertiefungen der Backenzähne (Fissuren) können sich Bakterien besonders gut festsetzen. Der Zahnarzt raut die Oberfläche an und kann anschließend einen speziellen Kunststofflack auf diese besonders gefährdeten Stellen auftragen. Der ausgehärtete Versiegler schützt die Zähne wirksam vor Säureangriffen und damit vor Karies. Vor der Versiegelung muss allerdings sichergestellt sein, dass die Zähne kariesfrei sind. Besonders in den Fissuren der Backenzähne und unterhalb des Zahnschmelzes kann sich Karies – für das Auge oft nicht sichtbar – versteckt entwickeln.
Zusätzlich zur klinischen Kontrolle können moderne lasergestützte Diagnoseverfahren eine einfache und schonende Erkennung solcher verborgener, kariöser Stellen ermöglichen. Völlig schmerzfrei und ohne Strahlenbelastung nutzt dieses Verfahren das unterschiedliche Reflexionsverhalten von gesunder und kranker Zahnsubstanz. Aber auch gezielte Röntgenaufnahmen sind geeignet, um bei Verdacht versteckte Karies in den Zahnzwischenräumen zu entdecken.
Werden Zähne von Anfang an richtig gepflegt und die regelmäßigen Zahnarztbesuche am besten zweimal im Jahr eingehalten, stehen die Chancen gut, dass die Zähne eine Leben lang gesund bleiben. Außerdem kann der Verzicht von zuckerhaltigen Getränken in Nuckelflaschen oder Trinklernbechern vor allem nach dem ersten Geburtstag das Risiko einer frühkindlichen Karies deutlich verringern.
Individuelle Tipps zur Zahnpflege bei Kindern und Jugendlichen sowie zu geeigneten Prophylaxe-Maßnahmen geben der Zahnarzt und sein Team.
Service:
Regelmäßige Zahnarztbesuche und die richtige Zahnpflege von Anfang an sind wichtig, damit die Zähne ein Leben lang gesund bleiben. Foto: KaVo Dental GmbH
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So schön wie die Echten
(rz, Marburg, 9. Juli 2008) Moderne Füllungsmaterialien ermöglichen eine schonende Behandlung von Zahnschäden, fördern den Zahnerhalt und sind praktisch nicht mehr als Füllung zu erkennen.
Komposite sind für viele Zahnärzte mittlerweile das Material der Wahl zur Behandlung von kleinen und mittleren Zahnschäden. Sie erfüllen zahnmedizinisch und ästhetisch die Anforderungen an eine perfekte Versorgung am besten. Im Gegensatz zu Inlays oder Teilkronen, die im Labor angefertigt werden müssen, können Komposite direkt vom Zahnarzt verarbeitet werden: Er trägt sie schichtweise auf den Zahn auf und härtet sie mit speziellem Licht. Eine Art Kleber, so genannte Adhäsive, sorgt für die Haftung am Zahn. Der Vorteil: Es geht kaum gesunde Zahnsubstanz verloren und der Zahnarzt kann die Farbe durch die schichtweise Verwendung unterschiedlicher Farbtöne perfekt an die der natürlichen Zähne anpassen. Aufgrund dieser Eigenschaften eignen sich Komposite besonders gut für die Versorgung von Schäden an den sichtbaren Front- und Seitenzähnen. Außerdem ist das Verfahren zum Teil zeit- und kostengünstiger als die Versorgung mit Inlays oder Teilkronen, weil keine Laborarbeiten anfallen. Bei ausgedehnten und schwer zugänglichen Schäden können allerdings Inlays und Teilkronen die bessere Lösung sein.
„Die Anwendung von Kompositen setzt jedoch eine sorgfältige Verarbeitung durch den Zahnarzt voraus, um die Schrumpfung auszugleichen, die beim Härten des Materials entsteht“, erklärt Professor Thomas Attin, Direktor der Klinik für Präventivzahnmedizin, Parodontologie und Kariologie der Universität Zürich. Die Schrumpfung kann zu Randspalten und Brüchen der Füllung führen und den Klebeverbund zum Zahn lösen. Moderne Komposite zeichnen sich jedoch durch eine extrem niedrige Schrumpfung und eine hohe Festigkeit aus. Sie erreichen eine Oberflächenhärte ähnlich der des natürlichen Zahnschmelzes. Außerdem sorgen spezielle Füllkörper dafür, dass moderne Komposite das Licht ähnlich streuen wie die natürlichen Zähne. Bei günstigen Voraussetzungen ist so die Herstellung naturidentischer Füllungen möglich, ohne dass schichtweise verschiedene Farbtönungen verwendet werden müssen.
Letztendlich muss jedoch der Zahnarzt entscheiden, welches Füllungsmaterial im Einzelfall am besten geeignet ist. Wichtige Kriterien sind beispielsweise die individuelle Gebisssituation, Lage und Ausmaß der Zahnschäden oder mögliche Allergien gegen Inhaltsstoffe. Auch die Erwartungen des Patienten und Kosten spielen eine wichtige Rolle bei der Materialauswahl.
Eine individuelle Prophylaxe-Beratung und Informationen zu modernen Füllungsmaterialien geben der Zahnarzt und sein Team.
Service:
Strahlend lachen trotz Zahnfüllungen – moderne Komposite ermöglichen perfekte ästhetische Ergebnisse. Foto: Kuraray Dental
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Parodontitis - die schleichende Gefahr
Vorbeugung und Früherkennung können Folgeschäden verhindern
(rz, Marburg, 3. Juli 2008) Die Parodontitis ist bei Erwachsenen nach dem 45. Lebensjahr nicht nur die häufigste Ursache für Zahnverlust, sondern auch eine ernstzunehmende Gefahr für die Allgemeingesundheit. Entzündungen des Zahnhalteapparates können den Verlauf von Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen, des Diabetes’ und durch das Metabolische Syndrom ausgelöste Gesundheitsstörungen signifikant negativ beeinflussen. Auch Wechselwirkungen mit anderen systemischen Erkrankungen wie Osteoporose, Alzheimer, rheumatoider Arthritis und Krebserkrankungen der Mundhöhle werden derzeit auf Basis aktueller wissenschaftlicher Daten diskutiert. In der Schwangerschaft können sogar Frühgeburten und ein niedriges Geburtsgewicht mit einer Entzündung des Zahnhalteapparates zusammenhängen. Etwa 23 Millionen Deutsche zwischen 35 und 74 Jahren leiden an einer behandlungsbedürftigen Parodontalerkrankung.
Parodontitis ist beeinflussbar
„Parodontitis ist jedoch eine beeinflussbare Erkrankung. Eine sorgfältige Mundhygiene zu Hause, eine regelmäßige professionelle Betreuung durch den Zahnarzt und die Vermeidung von Risikofaktoren sind entscheidende Voraussetzungen, um der Erkrankung effektiv vorzubeugen“, sagt Professor Ulrich Schlagenhauf, Leiter der Abteilung Parodontologie der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie der Universität Würzburg und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGP). Auch eine bereits bestehende Erkrankung kann in vielen Fällen geheilt oder deren Verlauf zumindest gestoppt werden. Dabei gilt: Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
Ursache einer Parodontitis sind bakterielle Beläge am Zahnfleischrand und in den Zahnzwischenräumen. Wichtig ist daher eine gründliche Mundhygiene insbesondere an diesen Stellen. Zusätzlich zum zweimal täglichen Zähneputzen müssen einmal am Tag auch die Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen gereinigt werden.
Professionelle Zahnreinigung wichtig
Eine sorgfältige Mundhygiene reicht aber aus. Hartnäckige Ablagerungen und bakterielle Beläge an schwer zugänglichen Stellen kann nur der Zahnarzt oder seine Prophylaxeassistentin mit speziellen Instrumenten im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung (PZR) entfernen. Dabei werden nach der Kontrolle des Entzündungsstatus’ und der Überprüfung der häuslichen Mundhygiene alle harten und weichen Ablagerungen vollständig entfernt. Anschließend folgt eine Politur und zum Schutz vor Karies eine Fluoridierung der Zahnoberflächen. Zudem erhält der Patient wichtige Hinweise zur Optimierung der häuslichen Mundhygiene. Wie oft eine professionelle Zahnreinigung notwendig ist, hängt vom individuellen Erkrankungsrisiko ab. Dies kann nur der Zahnarzt ermitteln und einen entsprechenden Zeitrahmen für weitere PZR empfehlen. „Je nach Erkrankungsrisiko können zwei bis sechs Reinigungstermine im Jahr notwendig sein“, so Schlagenhauf.
Risikofaktoren vermeiden
Wichtig ist überdies die Vermeidung von Risikofaktoren, insbesondere das Rauchen. Raucher entwickeln deutlich häufiger eine Parodontitis als Nichtraucher und haben nachweislich geringere Heilungschancen. Besonders gefährdet sind Menschen mit einer Schwächung des Immunsystems, die häufig genetisch bedingt ist. Sie haben generell ein erhöhtes Risiko für Entzündungen und sind damit auch anfälliger für die Entstehung einer Parodontitis. Für sie sind eine sorgfältige Mundhygiene und eine regelmäßige zahnärztliche Kontrolle besonders wichtig.
Parodontaler Screening Index (PSI)
Eine Parodontitis verläuft anfänglich meist schmerzlos. Das Fortschreiten der Erkrankung bleibt daher oft unbemerkt und kann zu tiefen Zahnfleischtaschen führen, die durch einen Abbau des Kieferknochens und des zahnumgebenden Gewebes entstehen. Bei der zahnärztlichen Kontrolle lässt sich mithilfe des Parodontalen Screening Indexes (PSI) leicht und in einem sehr frühen Stadium feststellen, ob eine parodontale Erkrankung vorliegt, die gründlicher untersucht werden muss. Mit einem speziellen Messinstrument, der Parodontalsonde, kann der Zahnarzt weitgehend schmerzfrei Rauhigkeiten auf der Zahnoberfläche erfassen, die Blutungsneigung des Zahnfleischs feststellen und die Tiefe von Zahnfleischtaschen messen. „Bei dieser Methode wird das Gebiss in sechs verschiedene Abschnitte eingeteilt und jeder Zahn systematisch untersucht. Die Befunde sind in Codes von 0 bis 4 zusammengefasst. Code 0 bedeutet, dass das Zahnfleisch gesund ist.
Bei Code 1 und 2 liegt eine oberflächliche Zahnfleischentzündung vor. Code 3 und 4 stehen für flache und tiefe Zahnfleischtaschen und deuten somit in den allermeisten Fällen auf eine mittelschwere bzw. schwere Form der Parodontitis hin. Für jeden der sechs Abschnitte ist jeweils der höchste Code maßgebend“, erläutert Schlagenhauf. Der PSI ist eine Kassenleistung und wird alle zwei Jahre von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.
Zeigt der PSI schwerwiegende parodontale Probleme, erfolgt eine gründliche Untersuchung des Zahnhalteapparates, der so genannte Parodontalstatus. Die Untersuchung klärt, welche Form der Parodontalerkrankung letztendlich vorliegt. Aufgrund der Diagnose kann dann eine entsprechende Behandlung eingleitet werden.
Die Vorbeugung und frühe Erkennung einer Parodontitis in Verbindung mit einer entsprechenden Behandlung können Zahnverlust verhindern, die Lebensqualität steigern und wesentlich zur Allgemeingesundheit beitragen.
Individuelle Tipps zur Vorbeugung sowie Informationen zur Früherkennung der Parodontitis geben der Zahnarzt und sein Team.
Weitere Informationen auf www.dgparo.de
Eine regelmäßige professionelle Betreuung durch den Zahnarzt ist eine entscheidendeVoraussetzung, um einer Parodontitis vorzubeugen. Foto: Dexcel Pharma GmbH
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Parodontitis und Diabetes – ein gefährliches Duo
(rz, Marburg, 18. Juni 2008) Wenn zwei Volkskrankheiten wie Diabetes und Parodontitis aufeinandertreffen, kann dies schwerwiegende Folgen haben. Schätzungen zufolge leiden in Deutschland rund acht Millionen Menschen an Diabetes. Etwa 80 Prozent der Diabetes-Patienten sind älter als 40 Jahre und leiden an Diabetes Typ 2, auch Altersdiabetes genannt. Etwa 23 Millionen Deutsche zwischen 35 und 74 Jahren leiden an einer behandlungsbedüftigen Parodontalerkrankung. Beide Erkrankungen – Diabetes und Parodontitis – stehen in einer engen Wechselbeziehung zueinander.
Diabetiker haben ein dreimal höheres Risiko, an der durch Bakterien verursachten Entzündung des Zahnhalteapparates zu erkranken, als gesunde Menschen. „Verantwortlich dafür sind vor allem die hohen Blutzuckerwerte bei schlecht eingestelltem Diabetes, die die Widerstandskraft des Zahnhalteapparates schwächen und so eine Infektion begünstigen“, erklärt Professor Jörg Meyle, Direktor der Poliklinik für Parodontologie der Universität Gießen und Vorstandsmitglied der European Federation of Periodontology. Gleichzeitig ist häufig das Immunsystem bei Diabetikern geschwächt. Dies beeinflusst die Regenerationsfähigkeit des Zahnhalteapparates, wodurch sich Bakterien in der Mundhöhle stärker vermehren können. Studien haben nachgewiesen, dass eine nicht behandelte Parodontitis bei schlecht eingestellten Diabetikern schneller und heftiger verläuft als bei gut kontrollierten Diabetikern und gesunden Menschen. Außerdem leiden Diabetiker häufiger an eitrigen Zahnfleischabszessen, Zahnfleischentzündungen mit Geschwüren und Rissen in den Mundwinkeln. Ebenso treten Wundheilungsstörungen nach Zahnentfernungen bei Diabetikern gehäuft auf. Mundtrockenheit, die durch bestimmte Medikamente verursacht wird, kann diese Symptome noch verstärken.
Umgekehrt kann eine nicht behandelte Parodontitis auch den Diabetes negativ beeinflussen. „Die Entzündung im Mund kann, wie andere Entzündungen im Körper auch, eine Insulinresistenz an Zielzellen, beispielsweise der Leber, des Fettgewebes und der Muskeln, auslösen, so dass das Hormon Insulin, welches für die Senkung des Blutzuckers verantwortlich ist, nicht mehr ausreichend wirkt. Dies führt zu einer Verschlechterung der Blutzuckerwerte und erschwert die Einstellung des Blutzuckers“, sagt Professor Reinhard G. Bretzel, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie der Universität Gießen. Darüber hinaus kann eine Parodontitis das Risiko für Folgererkrankungen des Diabetes erhöhen, insbesondere für Nierenschäden und arterielle Verschlusskrankheiten der Beine.
„Die zahnärztliche Behandlung einer bestehenden Parodontitis kann wesentlich zur Verbesserung des Diabetesstatus’ beitragen. Und umgekehrt: Je besser der Diabetes eingestellt ist, desto erfolgreicher ist die Parodontitis-Behandlung“, so Professor Meyle. Insbesondere Diabetes-Patienten sollten also auf ihre Mundgesundheit achten, um einer Parodontitis vorzubeugen. Grundlage ist eine sorgfältige Zahnpflege und Mundhygiene, die auch die Reinigung der Zahnzwischenräume einschließt, kombiniert mit regelmäßigen zahnärztlichen Kontrolluntersuchungen. Besonders effektiv sind regelmäßige professionelle Zahnreinigungen. Sie tragen wirkungsvoll dazu bei, eine Entzündung des Zahnhalteapparates zu verhindern und eine bestehende Erkrankung abklingen zu lassen. Bei schweren Formen der Erkrankung kann eine spezielle Parodontitisbehandlung durch den Zahnarzt notwendig sein. Diabetespatienten sollten den Zahnarzt frühzeitig über ihre Erkrankung informieren, vor allem im Vorfeld von chirurgischen Eingriffen, damit er die Behandlung darauf abstimmen kann. Überdies sollten Risikofaktoren wie das Rauchen vermieden werden. Raucher entwickeln häufiger eine Parodontitis und haben deutlich schlechtere Heilungschancen.
Eine effektive Mundhygiene, eine professionelle zahnärztliche Betreuung und die frühzeitige Behandlung einer Parodontitis in Verbindung mit einer gesunden Lebensweise werden sich positiv auf den Diabetes auswirken und auch das Risiko für Folgeerkrankungen verringern.
„Aufgrund der engen Wechselbeziehung zwischen Diabetes und einer Parodontitis kommt der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Diabetologen und Zahnmedizinern eine wichtige Bedeutung zur Eindämmung beider Erkrankungen und zur Verringerung von Folgerisiken zu“, so Professor Bretzel.
Eine individuelle Prophylaxeberatung sowie Informationen zur Parodontitis-Behandlung geben der Zahnarzt und sein Team.
Weitere Informationen auf www.dgparo.de
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Eine sorgfältige Zahn- und Mundhygiene trägt wesentlich dazu bei, das Parodontitis-Risiko zu senken. Foto: Photo Disc
Regelmäßige Bewegung und eine maßvolle, ausgewogene Ernährung ist bei Diabetes besonders wichtig. Foto: Photo Disc
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Parodontitis erhöht Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
(rz, Marburg, 11. Juni 2008) Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen – diese Verbindung mag zunächst absurd klingen, ist es aber keineswegs. Die Entzündung des Zahnhalteapparates gilt als wesentlicher Risikofaktor für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Zu diesem Ergebnis kommen unterschiedliche Studien. Zurzeit weisen etwa 23 Millionen der 35- bis 74-Jährigen in Deutschland eine behandlungsbedürftige Parodontalerkrankung auf – eine Zahl, die in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Die Parodontitis wird mittlerweile mit den klassischen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck und Übergewicht gleichgesetzt. Studien haben ergeben, dass Parodontitis-Patienten ein bis 1,7-fach höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben können.
Doch wie kommt es zu diesem Zusammenhang? „Man geht davon aus, dass entzündungsfördernde Botenstoffe, die bei Parodontalerkrankungen chronisch ausgeschüttet werden, über die Blutbahn in andere Körperregionen gelangen und so eine systemische Wirkung entfalten“, erklärt Professor Ulrich Schlagenhauf, Leiter der Abteilung Parodontologie der Klinik und Poliklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Würzburg und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie.
Ursache für arterielle Verschlusskrankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall – der Todesursache Nummer eins in Deutschland – sind entzündliche Veränderungen der Gefäßinnenwände. Neben Rauchen, Diabetes, Alkoholmissbrauch und Übergewicht wurden mittlerweile auch chronische Entzündungen als wesentlicher Risikofaktor identifiziert. „Bei einer unbehandelten chronischen Parodontitis gelangen permanent Bakterien aus den vertieften Zahnfleischtaschen ins Blut. Da manche von ihnen in der Lage sind, direkt in die Zellen der Gefäßwände einzudringen, können sie den Ausgangspunkt einer schwerwiegenden Gefäßerkrankung bilden“, so Schlagenhauf.
Der Mund spielt generell für die Einschwemmung von Krankheitserregern in die Blutbahn, so genannter Bakteriämien, eine Schlüsselrolle. Bakteriämien gelten beispielsweise als Hauptursache für eine Endokarditis, eine infektiöse Entzündung der Herzinnenhaut. Bislang wurde allgemein angenommen, dass vor allem bei invasiven medizinischen Eingriffen das größte Endokarditisrisiko besteht. Laut der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie haben neuere Untersuchungen jedoch gezeigt, dass bei 80 Prozent der Endokarditis-Patienten das Auftreten der Erkrankung in keinem erkennbaren direkten Zusammenhang zu einem operativen Eingriff stand. Die Bakterien müssen also auf einem anderen Weg ins Blut gelangt sein. „Es wurde festgestellt, dass bei Menschen mit Zahnfleischerkrankungen Bakterien bereits bei alltäglichen Aktivitäten wie dem Zähneputzen, dem Gebrauch von Zahnseide oder dem Kauen von Nahrung ins Blut gelangen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie kann daher ein schlechter Zahnstatus ein Risikofaktor für Bakteriämien und damit für die Entstehung etwa einer Endokarditis sein. Menschen mit gesunden Mundverhältnissen hingegen haben erwiesenermaßen seltener Bakteriämien“, sagt Professor Georg Ertl, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I des Universitätsklinikums Würzburg und stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin.
Vor diesem Hintergrund kommen neben einer gesunden Lebensführung und der Vermeidung der klassischen Risikofaktoren einer sorgfältigen Zahnpflege und Mundhygiene sowie der Vorbeugung, Diagnostik und Behandlung der Parodontitis eine wichtige Bedeutung auch für die Allgemeingesundheit zu, insbesondere zur Vorbeugung von entzündlichen, vielleicht aber auch anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Vor allem Maßnahmen wie die Professionelle Zahnreinigung und die Parodontitistherapie können wirkungsvoll dazu beitragen, das Risiko für Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen zu verringern. Bei Erkrankungen, die im Zusammenhang mit einer Parodontitis stehen, ist zudem die Zusammenarbeit mit dem Hausarzt oder Internisten wichtig.
Individuelle Tipps für eine effektive Zahnpflege und Mundhygiene zur Vorbeugung einer Parodontitis sowie Informationen zur Behandlung geben der Zahnarzt und sein Team.
Weitere Informationen auf www.dgparo.de und www.dgim.de
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Der Mund spielt als Eintrittspforte für Krankheitserreger in den Körper eine Schlüsselrolle. Foto: imagesource
Neben regelmäßiger Bewegung und einer gesunden Lebensführung sind gesunde Mundverhältnisse wichtig für die Allgemeingesundheit. Foto: eyewire
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Parodontitis – Krankheitsrisiko für den ganzen Körper
(rz, Marburg, 27. Mai 2008) Gesunde Zähne, gesundes Zahnfleisch und eine insgesamt gesunde Mundhöhle sind wichtige Voraussetzungen zum Schutz vor Allgemeinerkrankungen. Bei unzureichender Hygiene kann der Mund zur Eintrittspforte für schädliche Bakterien in den Körper werden. Vor allem Keime, die zu einer Entzündung des Zahnhalteapparates, einer Parodontitis, führen, können das Risiko für systemische Erkrankungen erhöhen. Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass eine Parodontitis ein wesentlicher Risikofaktor für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, akuten und chronischen Atemwegserkrankungen, Diabetes und das metabolische Syndrom sein kann. Neueste Ergebnisse zeigen sogar, dass eine Parodontal-behandlung die Funktionsfähigkeit der Blutgefäße wieder verbessern kann. Außerdem kann eine unbehandelte Parodontitis zu Komplikationen in der Schwangerschaft führen. Darüber hinaus werden auf Basis aktueller wissenschaftlicher Daten Wechselwirkungen einer Parodontitis mit weiteren systemischen Erkrankungen wie Osteoporose, Alzheimer, rheumatoide Arthritis und Krebserkrankungen der Mundhöhle diskutiert.
„Wird eine Parodontitis nicht behandelt, können Bakterien und Entzündungsbotenstoffe vom Mundraum über die Blutbahn in andere Körperregionen vordringen und dort Erkrankungen auslösen oder vorhandene Erkrankungen begünstigen“, erklärt Professor Jörg Meyle, Direktor der Poliklinik für Parodontologie der Universität Gießen und Vorstandsmitglied der European Federation of Periodontology, die Wechselwirkungen zwischen Mund- und Allgemeingesundheit.
Ein Blick in die Vierte Deutsche Mundgesundheitsstudie aus dem Jahr 2006 zeigt die Brisanz des Themas: Etwa 23 Millionen Deutsche zwischen 35 und 74 Jahren leiden an einer behandlungsbedürftigen Parodontalerkrankung. Neben den Auswirkungen auf die Allgemeingesundheit ist Parodontitis nach dem 45. Lebensjahr die häufigste Ursache für Zahnverlust. Anfänglich meist schmerzlos, kann es infolge der Entzündung fast unbemerkt zu Zahnfleischtaschen durch den Abbau des Kieferknochens kommen.
In vielen Fällen äußert sich die Entzündung in einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Rötung und Schwellung des Zahnfleischs, die Blutungsneigung des Zahnfleischs etwa beim Zähneputzen ist erhöht. Weitere Symptome sind Zahnfleischrückgang und in der Folge empfindliche Zahnhälse. Später kommen unangenehmer Mundgeruch und Zahnlockerung hinzu. Auslöser einer Parodon-titis sind Keime im Zahnbelag, auch Plaque genannt, die sich vor allem ober- und unterhalb des Zahnfleischrandes befinden. Zudem bestimmen körpereigene Abwehrmechanismen den Krank-heitsverlauf. Raucher haben ein besonders hohes Risiko, eine Parodontitis zu entwickeln.
Eine effektive Mundhygiene zu Hause und eine gesunde Lebensführung können das
Parodontitisrisiko senken. Wichtig ist die regelmäßige Reinigung der Zahnzwischenräume
mit Zahnseide und Zahnzwischenraumbürstchen. Die Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt sollten am besten zweimal im Jahr wahrgenommen werden. Denn nur der Zahnarzt kann die Schwere einer Parodontitis mithilfe des Parodontalen Screening Index (PSI) und Röntgenbildern individuell feststellen. „Die Prognose ist dann umso günstiger, je früher die Erkrankung erkannt wird und gezielte Therapiemaßnahmen erfolgen“, sagt Meyle. Die Behandlung besteht nach einer ausführlichen Mundhygiene-Anleitung zunächst aus einer professionellen Zahnreinigung, bei der alle Beläge vor allem in den Zahnzwischenräumen und ober- und unterhalb des Zahnfleischrandes entfernt werden. „Ein gereinigter Zahn mit einer sauberen, möglichst glatten Wurzeloberfläche ist die Grundvoraussetzung, die in Kombination mit einer regelmäßigen gründlichen Mundhygiene des Patienten in vielen Fällen einen langfristigen Erfolg garantiert“, erklärt Meyle.
Unter Umständen kann auch eine zusätzliche antibakterielle Therapie mit Chlorhexidin oder Antibiotika sinnvoll sein. Abhängig vom Erkrankungsrisiko sind weitere zahnärztliche Kontrolluntersuchungen notwendig und gegebenenfalls weitere Behandlungsschritte.
Individuelle Tipps für eine effektive Zahnpflege und Mundhygiene zur Vorbeugung einer Parodontitis sowie Informationen zur Behandlung geben der Zahnarzt und sein Team.
Weitere Informationen auf www.dgparo.de
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Gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch sind wichtige Vorausstzungen zum Schutz vor Allgemeinerkrankungen. Foto: eyewire
Die linke Bildhälfte zeigt einen gesunden Zahn: Das Zahnfleisch umschließt den Zahnhalteapparat vollständig und schützt ihn so wirksam. Die rechte Bildhälfte zeigt das typische Erscheinungsbild einer Parodontitis mit Zahnfleischrückgang und dem Abbau des Kieferknochens. Foto: Dexcel LTD.
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