- 1: Verbraucher.
- 1.1: Wissenswertes über Zähne.
- 1.2: Parodontalerkrankungen.
- 1.3: Karies.
- 1.4: Kieferorthopädie.
- 1.5: Kinderzahnheilkunde.
- 1.5.1: Zucker.
- 1.5.2: Säuren.
- 1.5.3: Asthma-Risiko.
- 1.6: Mundhygiene & Zahnpflege.
- 1.7: Zahnästhetik.
- 1.8: Implantologie.
- 1.9: Endodontie.
- 1.10: Zahnerosionen.
- 1.11: Zahngesunde Ernährung.
- 1.12: Qualitätssicherung i. d. zahnärztl. Versorgung.
- 1.13: Prophylaxe .
- 2: Presse.
- 3: Informationszentrum Mundgesundheit & Prophylaxe (IM&P).
- 4: Fachkreise.
- 5: Buchtipp.
- 6: Wir über uns.
- 7: Aktuell.
- 8: Impressum.
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Auch längerer oder häufigerer Kontakt mit Säuren aus Lebensmitteln kann zu Zahnschäden führen.
Zu diesen Säuren gehören beispielsweise die Zitronen- und die Apfelsäure, die Essig-, Phosphor- und Kohlensäure. Zitronen- und Apfelsäure kommen in Früchten und Fruchtsäften vor. Außerdem werden sie vielen Speisen und Getränken aus lebensmitteltechnischen oder geschmacklichen Gründen zugesetzt. Essigsäure ist vor allem in Essig enthalten und beispielsweise in Salatsaucen und eingelegtem Gemüse zu finden. Phosphorsäure wird zur Säuerung von Cola-Getränken verwendet, Kohlensäure macht Erfrischungsgetränke “spritzig”.
Auch Säuren aus Lebensmitteln besitzen die Fähigkeit, Mineralstoffe aus den Zähnen herauszulösen. Sie begünstigen damit die Entstehung von Karies und den Abtrag der Zahnsubstanz (Zahnerosion). Bei Zitronen- und Apfelsäure ist diese Wirkung besonders stark und übersteigt sogar noch die Aggressivität der von den Kariesbakterien gebildeten Säuren.1
Das Risiko für Zahnschäden vergrößert sich nochmals, wenn gleichzeitig mit den Säuren große Mengen an Zucker verzehrt werden. Dies ist der Fall bei Getränken wie Eistee, Cola und Limonade und in “sauren” Süßwaren zum Beispiel Drops, Gummibärchen, Brause oder Lutscher.
Zwischen dem Verzehr säurereicher Mahlzeiten sollten mehrere Stunden Zeit liegen. Denn die natürlichen Inhaltsstoffe im Speichel mildern die Wirkung der Säuren und “remineralisieren” die Zahnsubstanz. Unterstützen Sie also die “Reparatur” ihrer Zähne durch ausreichende Pausen zwischen den Mahlzeiten. Nimmt man ein Glas Milch oder ein Stück Käse mit der Mahlzeit zu sich, hat das einen ähnlichen Effekt. Um die Speichelproduktion anzuregen, ist auch das Kauen zuckerfreier Zahnpflegekaugummis oder das Lutschen zuckerfreier Bonbons nach den Mahlzeiten hilfreich. Je mehr Speichel im Mund vorhanden ist und die Zähne umspülen kann, desto besser kann das neutrale Millieu im Mund wieder hergestellt und die Remineralisation der Zahnsubstanz gefördert werden.
Milchprodukte werden wegen des hohen Kalziumgehaltes generell zum Verzehr empfohlen.
Literatur:
1 Kasper, H.: Zahngesundheit und Ernährung. In: Ernährungsmedizin und Diätetik. 9. Auflage, Urban & Fischer, München/Jena, 2000, S. 415-418
“Saure” Nahrungsmittel |
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Quellen:
Laurisch, E.; Laurisch, L.: Ein Leben lang gesunde Zähne: Prophylaxe. Medizin, Kunst & Kongress Verlagsgesellschaft, Neu-Isenburg, 2004
Leitzmann, C. et al: Karies. In: Ernährung in Prävention und Therapie. Hippokrates, Stuttgart, 2001, S. 312-317
Stellungnahme BfR, 09.01.04, Hoher Gehalt an Zitronensäure in Süßwaren und Getränken erhöhen das Risiko für Karies

