- 1: Verbraucher.
- 1.1: Wissenswertes über Zähne.
- 1.2: Parodontalerkrankungen.
- 1.3: Karies.
- 1.4: Kieferorthopädie.
- 1.5: Kinderzahnheilkunde.
- 1.6: Mundhygiene & Zahnpflege.
- 1.7: Zahnästhetik.
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Unter Erosionen versteht man einen langsam voranschreitenden Verlust an Zahnsubstanz durch den direkten und häufigen Kontakt mit Säuren.
Wie kommt es zum Kontakt mit Säuren?
Vom Inneren des Körpers kann die Magensäure bei Magen-Darm-Erkrankungen mit Aufstoßen (z.B. Sodbrennen) oder Ess-Störungen, die von regelmäßigem Erbrechen begleitet sind, in die Mundhöhle gelangen.
Von außen können saure Bestandteile in Medikamenten (Aspirin, Vitamin-C-Präparate), Säuren bei der Ausübung bestimmter Berufe (z.B. bei Weinverkostern) vor allem aber Säuren in Nahrungsmitteln und Getränken einwirken, zum Beispiel
- Obst (Zitronen, Orangen, Kiwi, Äpfel. Grapefruit...)
Essig (Sauerkonserven, Salatsaucen (Essig-Öl)...)
Getränke (Saft, Erfrischungsgetränke, Sportgetränke, Früchtetee, Wein, Sekt, Cocktails... )
Ausgenommen sind jedoch saure Nahrungsmittel, die viel Kalzium und Phosphat enthalten, wie zum Beispiel Joghurt, Joghurtdressings, Buttermilch oder Orangensaft mit Kalziumzusatz.
Wie erkennt man Erosionen?
- Leichte Erosionen betreffen die oberste Schicht der Zähne und bleiben in der Regel unbemerkt, weil sie keine Beschwerden verursachen und die Zahnfarbe nicht verändern.
- Im fortgeschrittenen Stadium, wenn das tiefer gelegene Zahnbein (Dentin) betroffen ist, kann es zu Temperaturempfindlichkeit und Verfärbungen kommen. Die Zähne können schließlich wie “abgeschmolzen” aussehen.
Welche Personen sind besonders betroffen?
- Personen mit häufigem Verzehr von sauren Lebensmitteln
- Vegetarier
- Personen mit Ess-Störungen
- Personen mit saurem Aufstoßen und Sodbrennen
Therapie – Was tun, wenn man Erosionen hat?
Erosionen kommen zum Stillstand, wenn die Säureeinwirkung aufhört. Deshalb
- saure Lebensmittel nicht häufig über den Tag verteilt konsumieren
- Obst sowie Fruchtsäfte zusammen mit Milchprodukten verzehren und Säfte mit Kalziumzusatz wählen.
Kann die Säurewirkung nur bedingt verringert werden (z. B. bei Ess-Störungen oder beruflichen Säureeinflüssen), dann
- häufig Fluorid in Form von Mundspüllösungen und konzentrierten Fluorid-Gels anwenden
- ergänzend zwischendurch öfter mal einen zuckerfreien Zahnpflegekaugummi kauen oder ein zuckerfreies Zahnpflegebonbon lutschen. Dies erhöht den Speichelfluss. Säuren werden so neutralisiert und können die Zahnsubstanz nicht mehr angreifen.
Ebenso wie die Ursachen sind auch die Therapiemaßnahmen vielfältig und sollten daher nach Absprache mit dem Zahnarzt individuell auf die Bedürfnisse abgestimmt werden.
Nur in sehr seltenen Fällen ist eine Versorgung der Zähne mit Kronen oder Teilkronen nötig. Dies kann bei rechtzeitigem Eingreifen jedoch meistens vermieden werden.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
www.uniklinikum-giessen.de/erhaltung/erosionen.html


