- 1: Verbraucher.
- 1.1: Wissenswertes über Zähne.
- 1.2: Parodontalerkrankungen.
- 1.3: Karies.
- 1.4: Kieferorthopädie.
- 1.5: Kinderzahnheilkunde.
- 1.6: Mundhygiene & Zahnpflege.
- 1.7: Zahnästhetik.
- 1.8: Implantologie.
- 1.9: Endodontie.
- 1.10: Zahnerosionen.
- 1.11: Zahngesunde Ernährung.
- 1.11.1: Ältere Menschen.
- 1.11.2: Erwachsene.
- 1.11.3: Jugendliche.
- 1.11.4: Kinder.
- 1.11.5: Schwangerschaft.
- 1.11.6: Kalzium.
- 1.11.7: Fluorid.
- 1.11.8: Kauaktivität.
- 1.11.9: Zwischenmahlzeiten und Naschen.
- 1.12: Qualitätssicherung i. d. zahnärztl. Versorgung.
- 1.13: Prophylaxe .
- 2: Presse.
- 3: Informationszentrum Mundgesundheit & Prophylaxe (IM&P).
- 4: Fachkreise.
- 5: Buchtipp.
- 6: Wir über uns.
- 7: Aktuell.
- 8: Impressum.
Service-Content
Textanfang / Content
Die Gefahren, die den Zähnen drohen, sind vielfältig
In der erwachsenen Bevölkerung treten die verschiedensten Zahnprobleme auf. 98 Prozent der Erwachsenen haben Karies. Davon sind sogar häufig die Wurzelhälse der Zähne betroffen. Diese so genannte Wurzelkaries kann entstehen, wenn durch Zahnfleischerkrankungen oder falsche Zahnputztechnik Teile der Wurzel freigelegt werden. Die Wurzelsubstanz ist deutlich weicher als der Zahnschmelz. Kariesbakterien haben hier leichtes Spiel.
Mit 80 Prozent sind Erkrankungen des Zahnfleisches und Zahnhalteapparats (Parodontalerkrankungen) ebenfalls weit verbreitet.
Wenn der Schutz verloren geht
Mit steigendem Alter leiden viele Menschen unter dem Verlust ihrer Zahnhartsubstanz. Durch den Verlust der harten Schutzschicht werden die Zähne temperaturempfindlicher. Außerdem kann Karies viel schneller in weichere, schmerzempfindliche Gebiete des Zahnes vordringen. Man unterscheidet zwischen Abrasion und Erosion:
- Abrasion ist der Verlust harter Zahnsubstanz durch Fremdkörperabrieb. Er kann berufsbedingt entstehen bei Personen, die beispielsweise dem Steinstaub in Bergwerken oder Steinbrüchen ausgesetzt sind. Aber auch einige Nahrungsmittel oder falsche Mundhygienemaßnahmen setzen der Zahnsubstanz zu. Gewohnheiten wie Beißen auf Fäden oder das Halten von Pfeifen, Nägeln oder Bleistiften mit den Zähnen verstärken diesen Effekt.
- Erosion ist ein langsam fortschreitender flächiger Verlust von Zahnhartsubstanz durch die Einwirkung von Säuren. Als Ursachen kommen hoher Verzehr säurehaltiger Lebensmittel (Säuren), einige Medikamente, beruflicher Kontakt mit Säuren oder die Magensäure in Betracht. Meiden Sie saure Lebensmittel und besprechen Sie weitere Maßnahmen mit ihrem Zahnarzt. Mit Hilfe der unten aufgeführten Tabellen 1, 3 und 4 können Sie säurearme Lebensmittel leichter erkennen.
Mundschleimhautveränderungen und Mundhöhlenkrebs
Gesundheitsschädigende Verhaltensweisen wie Rauchen oder zu viel Alkohol, aber auch ungünstige Ernährungsgewohnheiten, zum Beispiel häufiger Verzehr scharfer Gewürze, können Verletzungen (Läsionen) im Mund hervorrufen. Dadurch kann sich das Gewebe der Mundschleimhaut und des Zahnfleischrandes verändern. Solche Veränderungen treten auch als Symptome einer Allgemeinerkrankung oder Nebenwirkung von Medikamenten auf, beispielsweise bei einer Chemotherapie. Die Veränderungen des Gewebes äußern sich als Entzündung, Rückgang oder Wucherung des Zahnfleisches oder der Mundschleimhaut. Sogar bösartige Gewebeneubildungen können entstehen (Mundhöhlenkrebs).
Knackige Nahrung hält die Zähne gesund
Mit einer ausgewogenen gesunden Ernährung erhalten Sie Zähne und Zahnfleisch gesund. Die richtige Auswahl an Lebensmitteln verhindert erosionsverursachende Säureattacken. Auch die Verwendung zuckerfreier Zahnpflegekaugummis oder -bonbons nach dem Essen mildern die Säureattacken ab. Der durch das Kauen produzierte Speichel trägt dazu bei, die Säuren zu neutralisieren. Karies können Sie vermeiden, in dem Sie möglichst wenig Zucker verzehren. Zuckerarme Lebensmittel entnehmen Sie der Tabelle 2. Ausgiebiges Kauen faserreicher Kost massiert Ihr Zahnfleisch und hält den gesamten Kauapparat “fit”. Zur Orientierung finden Sie in Tabelle 1 unbedenkliche Lebensmittel sowie eher ungünstige Speisen.
Hingegen können in Fertigprodukten verschiedene Säuren enthalten sein. Sie werden als Antioxidantien, Säuerungsmittel oder Säureregulatoren eingesetzt. Achten Sie auf die Zutatenliste und die Bezeichnungen aus Tabelle 4.
Tabelle 1:
Nur in Maßen | Unbedenklich |
|
|
*Bei Laktoseintoleranz siehe Alternativen zu Milchprodukten bei Milchzuckerunverträglichkeiten
Tabelle 2: Günstige Alternativen zu zahnschädigenden Nahrungsmitteln
Statt | Besser |
|
|
Tabelle 3: Ernährungsempfehlungen bei bereits bestehenden säurebedingten Zahnschäden (Erosionen)
Statt | Besser |
|
|
Tabelle 4:
Bezeichnung | Vorkommen |
E 330 | Erfrischungsgetränke, Süßwaren, Backwaren, Frucht- und Gemüsekonserven, Eiscreme, tiefgefrorene Fische und Krabben |
E 296 | für alle Lebensmittel nach Bedarf |
E 338 | Colagetränke, nichtalkoholische aromatisierte Getränke |
E 334 | Gelees, Konfekt, Marmeladen, Sprudelgtränke |
E 260 | in Obst und gemüsen in Dosen und Gläsern, französisches Spezialbrot |
E 270 | eingelegte Gemüse wie Sauerkraut, Gurken und Mixed Pickels, kohlensäurehaltige Getränke, Konfekt, Salatsaucen |
E 300 | Fruchtsaftgetränke, Fruchtmarmeladen, und -konserven |

