- 1: Verbraucher.
- 1.1: Wissenswertes über Zähne.
- 1.2: Parodontalerkrankungen.
- 1.3: Karies.
- 1.4: Kieferorthopädie.
- 1.5: Kinderzahnheilkunde.
- 1.6: Mundhygiene & Zahnpflege.
- 1.7: Zahnästhetik.
- 1.8: Implantologie.
- 1.9: Endodontie.
- 1.10: Zahnerosionen.
- 1.11: Zahngesunde Ernährung.
- 1.11.1: Ältere Menschen.
- 1.11.2: Erwachsene.
- 1.11.3: Jugendliche.
- 1.11.4: Kinder.
- 1.11.5: Schwangerschaft.
- 1.11.6: Kalzium.
- 1.11.7: Fluorid.
- 1.11.8: Kauaktivität.
- 1.11.9: Zwischenmahlzeiten und Naschen.
- 1.12: Qualitätssicherung i. d. zahnärztl. Versorgung.
- 1.13: Prophylaxe .
- 2: Presse.
- 3: Informationszentrum Mundgesundheit & Prophylaxe (IM&P).
- 4: Fachkreise.
- 5: Buchtipp.
- 6: Wir über uns.
- 7: Aktuell.
- 8: Impressum.
Service-Content
Textanfang / Content
Das erste Lächeln zählt!
Strahlend weiße, makellose Zähne sind seit jeher beliebt beim anderen Geschlecht. In den letzten Jahren wurde Bleeching (Aufhellen) und Zahnschmuck wie „Twinkles“ und „Dazzler“ zum Trend. Schöne Zähne sind mehr denn je „in“. Aber man muss auch was dafür tun!
Diese Zähne bleiben
In der Regel liegt bei den 13- bis 18-Jährigen bereits ein vollständiges bleibendes Gebiss vor. Die zweiten Mahlzähne sind gerade durchgebrochen. Ihre Schmelzstruktur ist aber noch nicht vollständig ausgereift. Der optimale Verlauf der Schmelzreifung ist entscheidend für die künftige Widerstandskraft der Zahnsubstanz. Die neuen Zähne benötigen für ihre Reifung eine ausreichende und regelmäßige Versorgung mit Nährstoffen, insbesondere mit Kalzium, Phosphat und Fluorid.
Leider haben die neuen Mahlzähne eine ungünstige Lage im Mund. Speichel und Fluoride werden nur in geringen Mengen dorthin gespült. Außerdem ist es schwieriger, die Zähne durch Putzen sauber zu halten, weil sie weit hinten in der Mundhöhle liegen. Die Oberfläche dieser Backenzähne ist stärker zerklüftet und bietet viel Platz und „Verstecke“ für Bakterien. Die zunächst noch dünne Schmelzschicht der frisch durchgebrochenen Zähne kann leicht von den Säuren der Kariesbakterien „zerfressen“ werden.
Zahnseide hält Problemstellen sauber
Das bleibende Gebiss muss inklusive Weisheitszähnen bis zu 32 Zähnen Platz bieten. Dadurch stehen die einzelnen Zähne viel enger beieinander als die Milchzähne und schaffen Nischen, in denen klebrige Speisen wie Honig, Müsliriegel, Karamell oder Speisereste hängen bleiben. Mit der Zahnbürste allein kann man den Zahnbelag an diesen Stellen schlecht erreichen. So entstehen leicht Entzündungen des Zahnfleisches und Karies. Hier sollte die Zahnseide ins Spiel kommen! Mit ein wenig Übung „fädelt“ man solche Zahnzwischenräume ruckzuck sauber: Der Zahnarzt zeigt gerne, wie es geht.
Verhängnisvolle Kombination: Zucker und Säure
Die oft von Jugendlichen bevorzugten süßen Getränke wie Cola und Limonaden sowie Fast Food und „Zwischendurch-Snacks“ bieten Bakterien Anlass zur Freude. Mit diesem „Futter“ vermehren sie sich prächtig und das Kariesrisiko steigt. Doch Zucker findet man nicht nur in süßen Softdrinks, Süßigkeiten und Backwaren. Er versteckt sich auch in Hamburgerbrötchen, Ketchup und Saucen, Milchshakes, Softeis und anderen fertigen Produkten.
Auch Säuren aus Lebensmitteln greifen den noch dünnen Zahnschmelz an. Insbesondere Cola-Getränke, Eistee, Limonaden ebenso wie Alkopops enthalten große Mengen zahnschädigender Säuren. In den „light“-Varianten ist zwar der Zucker durch Süßstoff ersetzt, der Säuregehalt aber unverändert hoch. Bei dauerndem Konsum solcher Getränke lösen die Säuren die Zahnhartsubstanz auf. Es kommt zu schmerzhaften Erosionen, hässlich gelben Verfärbungen und Karies. Auch Fruchtsäfte enthalten zahnschädigende Säuren. Deshalb sollten sie nur verdünnt getrunken werden. Als Durstlöscher ist klares kohlensäurefreies Mineralwasser am besten geeignet. Limonaden und Cola-Getränke sollten nicht täglich, sondern nur ausnahmsweise getrunken werden.
Attraktive Zähne brauchen gesunde Lebensmittel
Eine ausgewogene, zuckerarme Ernährung hält die Zähne und den Rest des Körpers fit und gesund in jeder Altersgruppe. Durch den höheren Faser- und Ballaststoffanteil kaut man länger. Der sich bildende Speichel stellt durch seine Inhaltstoffe das natürliche Gleichgewicht im Mund wieder her. Das funktioniert allerdings nur, wenn nach der letzten Mahlzeit genügend Zeit bleibt. Wer ständig nascht, oft zwischendurch „snackt“ oder gezuckerte Getränke zu sich nimmt, bekommt schnell Karies. Aus diesem Grund sollten zwischen den einzelnen Mahlzeiten mehrere Stunden ohne Nahrung oder Zuckerzufuhr liegen. Nach dem Essen sind zuckerfreie Zahnpflegekaugummis oder -bonbons hilfreich. Sie neutralisieren einen Teil der zahnschädigenden Säuren. Außerdem unterstützt Xylit, das u.a. in den Produkten enthalten ist, den Reifeprozess der neuen Zähne. Gründliches Zähneputzen können die Kaugummis und Bonbons aber nicht ersetzen!
In der folgenden Tabelle sind einige Lebensmittel aufgeführt, welche die Grundlage
einer zahngesunden Ernährung bilden und reichlich Nährstoffe für die Schmelzreifung enthalten.
Empfehlenswerte Nahrungsmittel |
|
* Bei Laktoseintoleranz siehe: Alternativen zu Milchprodukten bei Milchzucker-Unverträglichkeit

