- 1: Verbraucher.
- 2: Presse.
- 3: Informationszentrum Mundgesundheit & Prophylaxe (IM&P).
- 4: Fachkreise.
- 5: Buchtipp.
- 6: Wir über uns.
- 6.1: Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates.
- 6.2: Kooperationspartner.
- 6.3: Projektpartner .
- 6.4: Archiv.
- 6.4.1: Bilder zum Thema - Archiv.
- 6.5: In eigener Sache.
- 6.6: Haftungsklausel.
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52. Winterfortbildungskongress der ZKN in Braunlage
Schwerpunktthemen Parodontologie und Implantologie
(Marburg/Braunlage, 26.01.05) Der diesjährige Fortbildungskongress in Braunlage punktete mit Spitzenwerten: Mehr als 480 Zahnärzte nahmen an der hochkarätigen Fortbildung für Zahnärzte und Praxismitarbeiter mit namhaften Fachreferenten aus dem In- und Ausland teil. Tagungspräsident und wissenschaftlicher Leiter des Fachkongresses war Professor Dr. Thomas Attin, Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Georg-August-Universität Göttingen und Beiratsmitglied der Sektion Zahngesundheit im Deutschen Grünen Kreuz e. V. Durch das familienfreundliche Angebot einer Kinderbetreuung nahmen so viele Zahnärzte mit ihren Familien die Veranstaltung im Harz wahr, dass insgesamt mehr als 750 Gäste aus dem zahnärztlichen Umfeld begrüßt werden konnten - eine Rekordzahl für die Landeszahnärztekammer Niedersachsen!

Ministerin Dr. Ursula von der Leyen sprach zur Eröffnung des Kongresses. Foto: Rüdiger Thiel
Zur Eröffnung sprachen der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Dr. Jürgen Weitkamp sowie Dr. Dr. Henning Borchers, Präsident der Landeszahnärztekammer Niedersachsen. Nach launigen Worten des Bürgermeisters der Stadt Braunlage referierte Dr. med. Ursula von der Leyen, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, über die aktuellen Diskussionen der Gesundheitspolitik zwischen Kopfpauschale und Bürgerversicherung.

Tagungspräsident Prof. Dr. Thomas Attin (links) im Gespräch mit Sigrid Fehl, Leiterin der Sektion Zahngesundheit im DGK, und Mirko Konrad, Redakteur der Sektion Zahngesundheit. Foto: Rüdiger Thiel
Die Sektion Zahngesundheit im Deutschen Grünen Kreuz e. V. präsentierte sich mit einem Stand während des Kongresses von Mittwoch bis Samstag, 19. bis 22. Januar 2005, auf der angeschlossenen Fachausstellung und informierte in zahlreichen Einzelgesprächen die interessierten Zahnärztinnen und Zahnärzte über Ziele und Aktivitäten ihrer Öffentlichkeitsarbeit für Mundgesundheit und Prophylaxe. Im Fokus stand dabei die -kürzlich von Dent-online mit gut bewertete (dent-online 4/2004) - Internetseite www.rundum-zahngesund.de. Die Website verbindet Verbraucherinformationen und Fachseiten für den Zahnarzt und kann als ergänzendes Informationsmedium für die Patientenaufklärung eingesetzt werden. Sie dient als sinnvolle Ergänzung der zahnärztlichen Beratung und Information über die wesentlichen zahnheilkundlichen Themen und neuen Trends.

Am Stand der Sektion Zahngesundheit informierten sich Zahnärztinnen und Zahnärzte über deren Ziele und Aktivitäten für Mundgesundheit und Prophylaxe. Foto: DGK
Gleichzeitig wurde die Verbindung mit anderen Sektionen des Deutschen Grünen Kreuzes e.V. (DGK), z. B. dem Forum Schmerz, thematisiert.
Die diesjährigen Schwerpunktthemen des Fortbildungskongresses Parodontologie und Implantologie wurden durch Vorträge im Plenum mit anschließender Diskussion sowie Intensivseminare an den Nachmittagen fortgeführt. Parallel zum wissenschaftlichen Programm wurden Fortbildungsveranstaltungen und Seminare für das zahnärztliche Fachpersonal angeboten.
Die zentralen Themen der wissenschaftlichen Vorträge:
Parodontologie
PD Dr. Michael Stelzel, Marburg: „Einsatz moderner Nachweisverfahren in der Diagnostik parodontaler Erkrankungen“
In den vergangenen Jahren haben sich neue Nachweismethoden in der parodontalen Diagnostik etabliert. Methoden, die die DNS bzw. RNS der Mikroorganismen nachweisen, lösen zunehmend Mikroskopie und Kulturverfahren ab. Eine zentrale Rolle spielt die Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR). Nachweisverfahren parodontopathogener Erreger liefern wichtige Informationen zur Erkennung von Patienten mit aggressiver Parodontitis und ermöglichen eine Optimierung der Therapie.
Prof. Dr. Andrea Mombelli, Genf/CH: „Antibiotika in der Parodontologie“
Im Umgang mit Parodontalerkrankungen bestehen nach wie vor viele Unsicherheiten. Immer wieder werden Zähne gezogen statt behandelt. Neue Möglichkeiten für den Einsatz antimikrobiell wirksamer Subtanzen haben in den vergangenen Jahren das Spektrum der Parodontaltherapie entscheidend verbreitert. Der sinnvolle und erfolgreiche Einsatz dieser Behandlungsmethoden bedingt aber ein vertieftes Verständnis biologischer Vorgänge und pharmakodynamischer Prinzipien.
Prof. Dr. Peter Eickholz, Heidelberg: „Parodontale Regeneration: Worauf sollte man achten?“
Durch die Anwendung des biologischen Prinzips der gesteuerten Geweberegeneration (GTR) ist es möglich, durch Parodontitis zerstörtes Gewebe zumindest partiell zu regenerieren. Es existiert eine große Zahl verschiedener Membranen und Wirkstoffe, die für eine regenerative Therapie angeboten werden.
PD. Dr. Gregor Petersilka, Münster: „Nachsorgebehandlung in der Parodontologie: Wer braucht wann welche Therapie?“
Eine „lebenslange“ Betreuung parodontal erkrankter Patienten läst sich erfolgreich durchführen. Grundlage sind die sinnvolle Ausnutzung moderner Techniken zur mechanischen antiinfektiösen Therapie sowie die Beachtung neuer Erkenntnisse über die parodontale Infektion und die resultierende Immunantwort des Patienten. Die Etablierung einer zielgerichteten Therapie gewinnt bei stetig wachsendem Kostendruck immer mehr an Relevanz. Zunehmend steht eine effiziente und bedarfsorientierte Behandlung im Interesse.
Implantologie
Prof. Dr. Christian Besimo, Brunnen/CH: „Synopsis der rekonstruktiven Planung mit Implantaten“
Die rekonstruktive Definition des Behandlungsziels ist bestimmend für die Festlegung der Zahl und Lage der Implantate sowie möglicherweise notwendig werdender augmentativer bzw. weichteilchirurgischer Maßnahmen. Im Artikulator montierte Studienmodelle mit diagnostischer Zahnmodellation oder -aufstellung bilden, unter Berücksichtigung der aus Anamnese und Befundaufnahme hervorgehenden biologischen Grundlagen, die Basis für die rekonstruktive Planung. Vor- und Nachteile zu alternativen Behandlungsmethoden sollten im Rahmen der Diagnose abgewogen werden. Bildgebende Verfahren dienen der Beurteilung des Knochenangebotes in Relation zum angestrebten implantatprothetischen Behandlungsziel. Die Auswahl der für den einzelnen Patienten geeigneten Aufnahmetechniken wird durch die anatomischen und rekonstruktiven Problemstellungen sowie der Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden bestimmt. Strahlenbelatsung, diagnostischer und finanzieller Aufwand des anzuwendenden bildgebenden Verfahrens müssen in einem vertretbaren Verhältnis zu dem für die rekonstruktive Planung notwendigen Informationsbedarf stehen.
Prof. Dr. Dr. Henning Schliephake, Göttingen: „Augmentationen in Kombination mit Implantaten“
Die zunehmende Nachfrage nach Implantaten beinhaltet eine zunehmende Zahl schwieriger Ausgangssituationen für die Implantation. Der steigende ästhetische Anspruch der Patienten an eine implantatgetragene Versorgung stellt zudem hohe Anforderungen an die Qualität der Implantatbehandlungen. Beide Effekte erfordern in zunehmendem Maß den Einsatz augmentativer Verfahren, um einerseits eine anatomisch korrekte Positionierung der Implantate zu ermöglichen, und andererseits ein natürliches Aussehen zu erreichen und langfristig gesunde, periimplantäre Verhältnisse zu erzielen.
Dr. Karl-Ludwig Ackermann, Filderstadt: „Moderne Konzepte der Implantatprothetik – spezielle Aspekte zur Planung und Ausführung des Zahnersatzes“
Zur Planung und Ausführung des implantatgetragenen Zahnersatzes sind eine Vielzahl von Parametern zu beachten. An erster Stelle steht die implantologisch-prothetische (Gesamt-) Planung hinsichtlich der Anzahl und der Verteilung der Implantate. Des Weiteren ist - im teilbezahnten Gebiss – auch der Zustand und die Lokalisation der restlichen Zähne zu berücksichtigen, insbesondere unter dem Aspekt der Ausführung der Zahnersatzkonstruktion. Häufig ergeben sich komplizierte Ausgangsverhältnisse, für die bis heute hinsichtlich der Ausführung des Zahnersatzes keine allgemein gültigen Regeln vorliegen.
PD Dr. Petra Ratka-Krüger, Freiburg: „Periimplantitis – Was nun?“
Periimplantäre Erkrankungen können den dauerhaften Erhalt eines Implantats gefährden. Während es sich bei einer Mukositis um eine reversible Entzündung der das Implantat umgebenden Weichgewebe handelt, ist bei einer Periimplantitis bereits ein progressiver Knochenabbau um das osseointegrierte Implantat eingetreten. Wichtig ist es, im Rahmen der Erhaltungstherapie eine genaue Dokumentation der jeweils aktuellen Implantatsituation unter Beachtung festgelegter Untersuchungsparameter durchzuführen. Nur so können pathologische Veränderungen frühzeitig erkannt und therapiert werden.
Synoptische Darstellung Parodontologie/Implantologie
Prof. Dr. Markus Hürzeler, München; Dr. Otto Zuhr, München; Uli Schoberer, Starnberg: „Fokus Mensch – diagnostische Prinzipien im Licht moderner Behandlungsstrategien“
Für den Allgemeinzahnarzt wird es immer schwieriger, das komplette Spektrum der Zahnheilkunde wissenschaftlich fundiert auf dem neuesten Stand der Entwicklung an den Patienten weitergeben zu können. Je komplizierter sich die Behandlungstechniken und je komplexer sich die Behandlungskonzepte darstellen, desto vorteilhafter wird es, aus einer „one man show“ einen „team approach“ zu machen. Unter dem Aspekt eines erfolgreichen Behandlungsabschlusses wird es auf dieser Basis auch immer bedeutsamer, die Erwartungen des Patienten genau zu kennen. Je aufwendiger und je höher die Ansprüche von Seiten der Patienten, desto bedeutsamer wird es, ein realistisch zu erreichendes Behandlungsergebnis abzuschätzen und auch an den Patienten zu kommunizieren. Limitierende Faktoren können in der Komplexität des Falles, aber auch in der Individualität des betreffenden Patienten begründet sein.
Ausführliche Informationen zu den einzelnen Vorträgen finden Sie unter:
www.zkn.de und www.zm-online.de


